Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Ehemalige Grünen-Hochburg: Selbst Berlin-Kreuzberg ist jetzt pink

Дата публикации: 21-09-2026 12:30:00

Die Berliner Grünen haben bei der Wahl in ihrem Kernbezirk Friedrichshain-Kreuzberg kein einziges Direktmandat erreicht. Prominente Po­li­ti­ke­r*in­nen scheiden nun aus der Politik aus. mehr...

Основное содержимое страницы с новостью.

Die Berliner Grünen haben bei der Wahl in ihrem Kernbezirk Friedrichshain-Kreuzberg kein einziges Direktmandat erreicht. Prominente Po­li­ti­ke­r*in­nen scheiden nun aus der Politik aus.

Fähnchen mit dem Parteilogo der Grünen sind an eine Blumenvase gelehnt Ein bisschen grüne Deko gibt es noch bei der Wahlparty der Grünen – der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist jetzt nicht mehr grün

Foto: Sebastian Wells/OSTKREUZ

Sie sind die großen Ver­lie­re­r*in­nen der Wahl: In Friedrichshain-Kreuzberg hat kei­ne*r der fünf grünen Kan­di­da­t*in­nen das Direktmandat geholt. Stattdessen ist der Innenstadtbezirk, der nur noch fünf statt sechs Wahlkreise hat, auf den Karten mit den Wahlergebnissen jetzt pink eingefärbt, und in fester Hand der Linken. Für die Grünen ist das extrem bitter: Sie verlieren damit ausgerechnet in ihrem Berliner Kernbezirk – und das teils haushoch.

So erhielt Valgolio Damiano von den Linken im Wahlkreis 5 mit 39,1 Prozent fast doppelt so viele Stimmen wie die ehemals grüne Fraktionsvorsitzende Antje Kapek, die nur auf 19,5 Prozent der Erststimmen kam. Dass sie so deutlich hinter dem aktuellen Mandatsträger Damiano liegt, habe sie nicht erwartet, sagte Kapek der taz: „Bei uns ist das Entsetzen und die Trauer groß.“ Viele gute Kol­le­g:in­nen seien nicht mehr ins Abgeordnetenhaus gekommen. Sie selbst steht auf Platz 11 der grünen Landesliste und wird deswegen trotzdem ins Parlament einziehen.

Katrin Schmidberger, langjährige und verdiente Fachpolitikerin für Mieten und Wohnen, ist eine der Kolleginnen, die rausfliegen. Sie verlor im Wahlkreis 2 relativ knapp: Mit 33,5 Prozent lag sie weniger als 4 Prozentpunkte hinter Michael Efler von den Linken, der 37,1 Prozent der Stimmen bekam.

Schmidberger stand der Schock darüber am Wahlabend ins Gesicht geschrieben. „Wir Grüne haben am klarsten gesagt, dass wir eine progressive Regierung wollen, dass Rot-Grün-Rot unser Projekt ist und die Stadt das braucht. Es tut weh“, sagte sie bei der Wahlparty der Friedrichshain-Kreuzberger Grünen. Die Grünen seien zwischen Linken und CDU aufgerieben worden. „Leider haben die Leute nicht strategisch gewählt.“ Ihr Ziel sei weiterhin, die CDU aus dem Roten Rathaus zu schicken. „Wir erwarten, dass die Linke jetzt auch liefert.“

Extreme Enttäuschung trotz großer Anstrengung

Die Grünen hatten in ihrem „angestammten“ Bezirk offensiv um die Erststimmen geworben, da in einigen Wahlkreisen die jeweiligen Linken- und SPD-Kandidat*innen sowieso über Landes- und Bezirkslisten abgesichert waren.

Enad Altaweel gestikuliert, er ist im Wahlkampf und spricht mit vielen Menschen Ist extrem enttäuscht über das Wahlergebnis: der Kreuzberger Kandidat der Grünen Enad Altaweel

Foto: Jens Gyarmaty

Extrem enttäuscht ist auch Enad Altaweel. Im Wahlkreis 3 hatte er mit seinem Team an knapp 20.000 Türen Haustürwahlkampf gemacht, in Potenzialanalysen schien es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Linken-Kandidatin zu geben und ein Sieg schien durchaus möglich. Er verlor gegen die Landesvorsitzende der Linken, Kerstin Wolter-Ehling. Immerhin kann er wie Schmidberger einen Achtungserfolg aufweisen: Altaweel holte 28,1 Prozent der Erststimmen, Wolter-Ehling bekam 42,2 Prozent. Bei den Zweitstimmen lag die Linke mit 47 Prozent deutlich vor den Grünen, die hier nur 21,7 Prozent erreichten.

Das berlinweit beste Erststimmenergebnis erreichte im Kreuzberger Wahlkreis 1 – in dem auch das taz-Haus liegt – Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp mit 50,4 Prozent. Sie setzte sich gegen Kübra Beydaș durch, die für die Grünen nur 17,2 Prozent der Erststimmen holen konnte.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Wahlpleite der Grünen in Berlin: Die Grünen haben ihr Kreuzberg verloren – kein Wunder08.2121-09-2026
2Nach-Wahl-Debatte bei den Grünen: Realo-Grüne fordern neue Spitze015.0322-09-2026
3Nach Abgeordnetenhauswahl: Grüne in Berlin-Mitte fordern Urabstimmung017.123-09-2026
4Berliner Jusos zu Rot-Grün-Rot: „Ich halte diese Absage an Enteignungen für einen Fehler“018.7324-09-2026
5Vom roten Bezirk zur AfD-Hochburg: Der politische Wandel in Marzahn-Hellersdorf014.6918-09-2026
6Grüne Jugend Berlin zu Rot-Grün-Rot: „Ein Bündnis mit der CDU werden wir nicht unterstützen“011.5222-09-2026
7Wahlen in Berlin: Linke boomt auch in Bezirken015.0921-09-2026
8Wahl in Berlin: Warum die Grünen trotz Verlusten feiern011.8220-09-2026
9Nach der Wahl: Antisemitismus-Debatte belastet Regierungsbildung in Berlin011.6523-09-2026

Классификация: Москва. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 17.58. Источник: www.taz.de.