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Darum bereitet ein erneut budgetiertes Millionen-Defizit dem Kreuzlinger Stadtpräsidenten keine Sorgen

Дата публикации: 22-09-2026 02:30:00

Der Kreuzlinger Stadtrat geht für 2027 von einem Minus von über einer Million Franken aus. Grosse Investitionen stehen an.

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Kein Beten nötig: Stadtpräsident Thomas Niederberger und der Leiter Finanzen, Thomas Knupp, stellen das Budget der Stadt Kreuzlingen für 2027 vor.Kein Beten nötig: Stadtpräsident Thomas Niederberger und der Leiter Finanzen, Thomas Knupp, stellen das Budget der Stadt Kreuzlingen für 2027 vor.

Bild: Thomas Martens

Darum geht es
  • Kreuzlingen rechnet für 2027 mit einem Defizit von knapp 1,3 Millionen Franken.
  • Trotz der roten Zahlen sieht der Stadtrat die Stadt dank solidem Eigenkapital finanziell gut aufgestellt.
  • Es stehen grosse Ausgaben und Investitionen an, darunter die Sanierung der Verwaltungsliegenschaften und der Bodensee-Arena.

Mit Roten Zahlen von knapp 1,3 Millionen Franken rechnet die Stadt Kreuzlingen für das nächste Jahr. Und doch waren Stadtpräsident Thomas Niederberger und der Leiter Finanzen, Thomas Knupp, am Montag bei der Präsentation des Budgets 2027 fröhlich gestimmt: «Wir sind gut aufgestellt.» Dank ihrer soliden Eigenkapitalbasis sei die Stadt in der Lage, das Defizit zu tragen, heisst es in der Botschaft an den Gemeinderat. Das Polster beträgt rund 143 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll bei 64 Prozent verharren. Der Gemeinderat wird am 1. Oktober über das Budget befinden.

Eine Finanzplanung ist aber lediglich eine Annahme, die von der Realität abweichen kann. So wie im laufenden Jahr: Obwohl ein Minus von rund 2,8 Millionen Franken budgetiert worden war, könnte laut Niederberger gemäss aktuellem Stand ein Plus von 100'000 Franken herausschauen.

Keine Taktik

Budgetiert die Stadt Kreuzlingen einfach taktisch immer zu vorsichtig, um am Ende ein positives Ergebnis präsentieren zu können? So nach dem Motto: Schaut her, wie gut wir gewirtschaftet haben? «Nein», entgegnet Niederberger entschieden, «wir budgetieren immer nach bestem Wissen und Gewissen nach dem Kenntnisstand, den wir zum jeweiligen Zeitpunkt haben.» Während viele Ausgaben mehr oder weniger gebunden seien, könnten die Steuereinnahmen meist nicht genau genug berechnet werden, weil sie von vielen Faktoren abhängig seien.

Die Allgemeine Verwaltung ist einer der beiden grössten Ausgabenposten.Die Allgemeine Verwaltung ist einer der beiden grössten Ausgabenposten.

Bild: Thomas Martens

Insgesamt wird mit einem Aufwand von etwa 90 Millionen Franken gerechnet. Grösste Posten seien gemäss Knupp die Allgemeine Verwaltung und die Soziale Sicherheit mit jeweils 21,3 Millionen Franken oder fast 43 Prozent des Budgets. «Diese Ausgaben können von uns kaum beeinflusst werden», erklärte Knupp. Es folgen Kultur, Sport und Freizeit mit 16,6 Millionen Franken: «Das sind eigene, freiwillige Ausgaben, die politisch gewollt sind», verweist Knupp auch auf den 27. September, wenn ein höherer Zuschuss für die drei städtischen Museen von 220'000 Franken zur Abstimmung steht. Ein weiterer grosser Posten von 15,2 Millionen Franken entfällt auf Verkehr, beispielsweise Strassen.

Demgegenüber stehen Gesamterträge von rund 88,6 Millionen Franken. Haupteinnahmequellen sind Steuern, sie machen mit 43,5 Millionen Franken oder 44 Prozent den weitaus grössten Anteil aus. Dahinter reihen sich Entgelte wie Rückerstattung von Sozialhilfe oder Gebühren von 19,6 Millionen Franken und sogenannte Transfererträge von 18,3 Millionen Franken. Dabei handelt es sich beispielsweise um den Soziallastenausgleich aufgrund der Stellung der Stadt in der Region sowie Grundstücksgewinn- und Liegenschaftensteuern. Mit Sorge blickt die Stadt deshalb schon auf den 1. Januar 2029. Dann nämlich fällt die Liegenschaftensteuer im Thurgau weg, laut Niederberger ein Loch von bis zu 1,7 Millionen Franken in die Stadtkasse reissen könnte.

Stadt will viel Investieren

Für die Jahre 2027 bis 2030 stehen grosse Investitionen von insgesamt 127 Millionen Franken an. Mit 38,7 Millionen Franken am meisten zu Buche schlägt die Sanierung der Verwaltungsliegenschaften, der Bodensee-Arena mit 26,2 Millionen Franken und der Gemeindestrassen von 25,8 Millionen Franken. «Kreuzlingen hat in den letzten 20 Jahren nicht gross investiert, abgesehen vom Zentrum Dreispitz und dem Egelsee-Bad», sagte Niederberger.

Und als ob das alles nicht schon genug wäre, sieht das Investitionsprogramm für 2031 bis 2035 weitere Nettoinvestitionen von knapp 43 Millionen Franken vor. «Wir werden uns verschulden und Kredite aufnehmen müssen», machte Niederberger klar. Er ist jedoch überzeugt, dass die Stadt das über die Jahre hinweg stemmen könne.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 14.93. Источник: www.tagblatt.ch.