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Weinfelder Stadtrat soll Fragen zu Terminkollisionen auf dem Marktplatz beantworten

Дата публикации: 22-09-2026 14:50:00

Die Mitte Weinfelden will vom Stadtrat wissen, warum es zu Doppelbuchungen auf dem Marktplatz kommt. Das Problem ist offenbar seit mehr als zehn Jahren ungelöst.

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Darum geht es
  • Die Mitte Weinfelden verlangt vom Stadtrat Antworten zu Doppelbuchungen auf dem Marktplatz.
  • Auslöser ist auch ein aktueller Planungsfehler: Die Stadt vergab den Platz versehentlich doppelt für zwei Veranstaltungen.
  • Die Partei fordert eine transparente Reservationsübersicht und bessere Informationen für Veranstalter bei der Platznutzung.
Der Marktplatz in Weinfelden ist nicht nur für die Wega eine beliebte Eventfläche.Der Marktplatz in Weinfelden ist nicht nur für die Wega eine beliebte Eventfläche.

Bild: Thomas Martens

Ärger hatte sich die Stadt Weinfelden diesen Sommer eingehandelt. Sie hatte den Marktplatz versehentlich doppelt als Eventfläche vergeben. Neben dem Weinfest hätte am 19. Juni hier auch die Streetfood Fiesta stattfinden sollen. Als die Stadt Anfang Februar bemerkte, dass der Marktplatz bereits für das Weinfest reserviert worden war, zog sie die Zusage für die Streetfood Fiesta zurück. Der Veranstalter äusserte gegenüber der Thurgauer Zeitung, dass er 15'000 Franken Entschädigung von der Stadt wolle. «Wir haben vom Veranstalter aber nie wieder was gehört», sagt Stadtschreiber Reto Marty auf Anfrage.

Nicht nur dieser Planungsfehler der Stadt lässt die Weinfelder Stadtparlamentarierinnen und -parlamentarier der Mitte aktiv werden. Wie Parteipräsidentin Nicole van Rooijen auf Anfrage sagt, sei die Mitte mit ihrer Vollmondbar auf dem Marktplatz in 2025 und auch dieses Jahr selbst von Terminkollisionen betroffen gewesen. Das Problem der Doppelbelegung reicht aber viel weiter zurück. Am 27. September 2015 habe sich die Partei (damals CVP Weinfelden, heute Die Mitte Weinfelden) mit einem Schreiben an den damaligen Gemeinderat gewandt und auf Mängel bei der Reservation des Marktplatzes sowie bei der Kommunikation zur vorhandenen Infrastruktur hingewiesen. Damals sei unter anderem eine online einsehbare Reservationsübersicht mit Kontaktpersonen sowie ein Merkblatt zur Infrastrukturnutzung angeregt worden.

Vorschläge zur Verbesserung

Bis heute habe sich am damals beschriebenen Zustand nichts geändert. Dieser Ansicht sind jedenfalls die sieben aktuellen Vertreter der Partei im Stadtparlament. Mit einer Einfachen Anfrage wenden sie sich deshalb an den Stadtrat und erkundigen sich, warum die vor mehr als zehn Jahren vorgeschlagenen Verbesserungen bis heute nicht umgesetzt wurden und bis wann der Stadtrat dies nachholen wolle.

Darüber hinaus wollen die sieben Mitte-Stadtparlamentarier wissen, ob der Stadtrat bereit sei, eine online einsehbare, transparente Übersicht über die Reservationen und die Belegung des Marktplatzes einzuführen. Diese soll eine Kontaktperson sowie die Auf- und Abbauzeiten für jede Veranstaltung enthalten. Gefragt wird auch danach, ob der Stadtrat den Veranstaltern bei der Reservation automatisch ein Merkblatt sowie einen massstabgetreuen Plan mit allen Infrastrukturanschlüssen, etwa für Strom und Wasser, abgeben möchte.

Offenbar Probleme im Controlling

Die Anfrage wird damit begründet, dass es nach wie vor zu doppelten Reservationen des Marktplatzes komme, weil Veranstalter nicht wüssten, wer den Platz zur gleichen Zeit ebenfalls gebucht hat. Das zeige aus Sicht der Mitte-Stadtparlamentarier deutlich, dass es im aktuellen Reservationsprozess grössere Controllingprobleme gebe: «Es fehlt offensichtlich an einer verlässlichen Stelle, welche die Übersicht über sämtliche Reservationen führt und Überschneidungen frühzeitig erkennt.»

Zudem sei bis heute keine transparente, öffentlich einsehbare Übersicht über die Belegung des Marktplatzes vorhanden. Und auch bei der Infrastrukturnutzung bestehe weiterhin Handlungsbedarf, da diese Informationen den Veranstaltern immer noch nicht systematisch zur Verfügung gestellt würden.

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