Steigende Ölpreise belasten erneut die Stimmung an den US‑Börsen. Neue Zinssorgen treiben die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe auf den höchsten Stand seit 2007.

Straßenschild an der New Yorker Wall Street. Foto: dpa
Düsseldorf. New York. Nach der Tech-Rally in den vergangenen beiden Handelstagen geben alle großen US-Indizes zur Wochenmitte einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.
Die Stimmung bei den Tech-Werten wurde zudem durch Aussagen des Fed-Direktors Michael Barr gedämpft, der von mehreren Zinserhöhungen ausgeht. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte die Leitzinsen vergangene Woche das erste Mal seit über drei Jahren wieder erhöht. Barr sagte nun am Mittwoch auf einer Konferenz der regionalen Notenbank in Chicago: „In meinem Basisszenario dürften weitere geldpolitische Anpassungen erforderlich sein, um die Inflation rechtzeitig auf das Ziel zurückzubringen.“
Vorläufige Zahlen des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor von S&P Global befeuerten indes die Inflationssorgen. Demnach erreicht die Wirtschaftstätigkeit im September den höchsten Stand seit über fünf Jahren. Der Datenanbieter merkte jedoch an, dass dieses Wachstum mit gravierenden Engpässen in den Lieferketten einherginge. Das deute darauf hin, „dass die Unternehmen an Preisgestaltungsmacht gewinnen, was für die Inflationsaussichten Anlass zur Sorge gebe“, sagte S&P-Ökonom Chris Williamson dazu.
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