@ albertus, TomS
dann biege ich mal ab.
Damit eine Kombination physikalisch funktionieren könnte, müsste das Modell extrem feingetunt werden:
Es gibt jedoch in den Grundgleichungen der Physik keinerlei natürlichen Mechanismus, der erklärt, warum oder wie MOND sich je nach Skala stufenlos „ein- oder ausschalten“ sollte, um sich mit der Dunklen Materie abzuwechseln.
danke Genauso!
----Ungeachtet der vielen Dinge, die in meinen Überlegungen sicherlich noch offen sind.---
Wenn Materie quasi kondensierte Energie ist (gute Erklärung hier: http://www.drillingsraum.de/room-emc2/emc2.html)
kann da nicht Dunkle Materie kondensierte Dunkle Energie darstellen?
"echte" DM befände sich innerhalb des Ereignishorizontes, relativistische DM Effekte nicht kondesierter DM (sprich DE) befänden sich ausserhalb des Ereignishorizontes Schwarzer Löcher.
MoND beschriebe nur relativistische DE/DM-Effekte, welche auf Galaxienebene sichtbar werden.
Auf kosmologischer Ebene muss dann natürlich "Alles" mit rein, auch die kondensierte DE in Form von DM.
Wann es umschaltet?....hm, muss was umschalten? oder ist es ein Skalenproblem? Relativistische Effekte verschwinden ja auch nicht komplett. Sie werden halt nur kleiner und größer gegenüber anderen Effekten.
Die 120 Größenordnungen kleinere beobachtete Expansion gegeüber der berechneten käme deshalb zustande, weil ein Großteil der Expansion kondensiert im Schwarzen Loch steckt und nicht expandiert sondern strukturiert.
Ich habe mal die KI von Google gefragt.
Die Kombination von Neutrinos als heißer Dunkler Materie (HDM) und der Modifizierten Newtonschen Dynamik (MOND) ist ein klassischer Lösungsansatz, um die Schwächen von MOND auf größeren Skalen (wie Galaxienhaufen) auszugleichen.
Grundlagen der Kombination MOND auf Galaxienebene:
MOND erklärt die Rotationskurven einzelner Spiralgalaxien hervorragend ohne kalte Dunkle Materie, indem es das Gravitationsgesetz bei sehr geringen Beschleunigungen anpasst.
Das Problem von MOND im Universum: Reines MOND reicht nicht aus, um die Dynamik in großen Galaxienhaufen oder die Anisotropien des kosmischen Mikrowellenhintergrunds (CMB) vollständig zu erklären; es fehlt dort an Gravitationsmasse.
Die Rolle von Neutrinos: Als heiße Dunkle Materie bewegen sich Relikt-Neutrinos mit relativistischen Geschwindigkeiten. Sie klumpen nicht auf kleinen (galaktischen) Skalen, tragen aber signifikant zur Gesamtdichte und Großstrukturbildung des frühen Universums bei.
Laut der KI von Google kann man die Mond-Theorie mit Neutrinos kombinieren, um sowohl Galaxienhaufen als auch die Rotationskurven von Galaxien zu beschreiben. Nur wenn man beide Theorien kombiniert, kann man die Schwächen der jeweiligen anderen Theorie ausgleichen.
Zuletzt bearbeitet: 14. Sep. 2026
@hampelhorst, danke für das Eröffnen des eigenen Threads! Da du in deinen zwei Beiträgen zwei sehr unterschiedliche Ansätze ansprichst – eigene Überlegungen zu Dunkler Energie/Schwarzen Löchern und eine KI-Zusammenfassung zu Neutrinos + MOND –, lohnt es sich, die physikalischen Fakten dazu sauber zu trennen:
1. Zu den Spekulationen: „Kondensation“ von Dunkler Energie zu Dunkler MaterieDer Gedanke, Dunkle Energie könnte zu Dunkler Materie „kondensieren“ oder in Schwarzen Löchern stecken, stößt auf fundamentale mathematische und physikalische Hürden der Kosmologie:
Hier greift die KI ein bekanntes physikalisches Modell auf (vor allem von Angus, Sanders et al. untersucht), vereinfacht es aber an entscheidenden Stellen stark:
Warum dieses Modell trotzdem kein Allheilmittel ist:
Die Kombination von MOND mit massereichen (sterilen) Neutrinos war ein legitimer Versuch der MOND-Community, das Haufen-Problem zu lösen. Sie zeigt aber genau das, was TomS und ich im Nachbarthread ansprachen: MOND kommt selbst bei solchen Erweiterungen nicht ohne eine Form von unentdeckter, unsichtbarer Masse (Dunkler Materie) aus.
Es bleibt somit dabei: Eine reine, parameterfreie Lösung liefert weder das eine noch das andere Hybridmodell ohne erhebliche Zusatzannahmen.
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