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DM und MoND

Дата публикации: 15-09-2026 11:51:39



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@ albertus, TomS
dann biege ich mal ab.

2. Feintuning und fehlender Umschaltmechanismus​

Damit eine Kombination physikalisch funktionieren könnte, müsste das Modell extrem feingetunt werden:

  • Auf kosmologischer Skala (CMB, Galaxienhaufen): Hier müsste Dunkle Materie zu fast 100 % dominieren und MOND vernachlässigbar sein.
  • Auf Galaxienskala: Hier müsste MOND die Steuerung übernehmen und der Einfluss Dunkler Materie verschwinden.

Es gibt jedoch in den Grundgleichungen der Physik keinerlei natürlichen Mechanismus, der erklärt, warum oder wie MOND sich je nach Skala stufenlos „ein- oder ausschalten“ sollte, um sich mit der Dunklen Materie abzuwechseln.

danke Genauso!

----Ungeachtet der vielen Dinge, die in meinen Überlegungen sicherlich noch offen sind.---

Wenn Materie quasi kondensierte Energie ist (gute Erklärung hier: http://www.drillingsraum.de/room-emc2/emc2.html)
kann da nicht Dunkle Materie kondensierte Dunkle Energie darstellen?

"echte" DM befände sich innerhalb des Ereignishorizontes, relativistische DM Effekte nicht kondesierter DM (sprich DE) befänden sich ausserhalb des Ereignishorizontes Schwarzer Löcher.
MoND beschriebe nur relativistische DE/DM-Effekte, welche auf Galaxienebene sichtbar werden.
Auf kosmologischer Ebene muss dann natürlich "Alles" mit rein, auch die kondensierte DE in Form von DM.

Wann es umschaltet?....hm, muss was umschalten? oder ist es ein Skalenproblem? Relativistische Effekte verschwinden ja auch nicht komplett. Sie werden halt nur kleiner und größer gegenüber anderen Effekten.

Die 120 Größenordnungen kleinere beobachtete Expansion gegeüber der berechneten käme deshalb zustande, weil ein Großteil der Expansion kondensiert im Schwarzen Loch steckt und nicht expandiert sondern strukturiert.

Ich habe mal die KI von Google gefragt.

Die Kombination von Neutrinos als heißer Dunkler Materie (HDM) und der Modifizierten Newtonschen Dynamik (MOND) ist ein klassischer Lösungsansatz, um die Schwächen von MOND auf größeren Skalen (wie Galaxienhaufen) auszugleichen.

Grundlagen der Kombination MOND auf Galaxienebene:

MOND erklärt die Rotationskurven einzelner Spiralgalaxien hervorragend ohne kalte Dunkle Materie, indem es das Gravitationsgesetz bei sehr geringen Beschleunigungen anpasst.

Das Problem von MOND im Universum: Reines MOND reicht nicht aus, um die Dynamik in großen Galaxienhaufen oder die Anisotropien des kosmischen Mikrowellenhintergrunds (CMB) vollständig zu erklären; es fehlt dort an Gravitationsmasse.

Die Rolle von Neutrinos: Als heiße Dunkle Materie bewegen sich Relikt-Neutrinos mit relativistischen Geschwindigkeiten. Sie klumpen nicht auf kleinen (galaktischen) Skalen, tragen aber signifikant zur Gesamtdichte und Großstrukturbildung des frühen Universums bei.

Laut der KI von Google kann man die Mond-Theorie mit Neutrinos kombinieren, um sowohl Galaxienhaufen als auch die Rotationskurven von Galaxien zu beschreiben. Nur wenn man beide Theorien kombiniert, kann man die Schwächen der jeweiligen anderen Theorie ausgleichen.

Zuletzt bearbeitet: 14. Sep. 2026

@hampelhorst, danke für das Eröffnen des eigenen Threads! Da du in deinen zwei Beiträgen zwei sehr unterschiedliche Ansätze ansprichst – eigene Überlegungen zu Dunkler Energie/Schwarzen Löchern und eine KI-Zusammenfassung zu Neutrinos + MOND –, lohnt es sich, die physikalischen Fakten dazu sauber zu trennen:

1. Zu den Spekulationen: „Kondensation“ von Dunkler Energie zu Dunkler Materie​

Der Gedanke, Dunkle Energie könnte zu Dunkler Materie „kondensieren“ oder in Schwarzen Löchern stecken, stößt auf fundamentale mathematische und physikalische Hürden der Kosmologie:

  • Völlig unterschiedliche Zustandsgleichungen: Dunkle Materie verhält sich wie drucklose Masse (w = 0), d. h. ihre Energiedichte verdünnt sich mit der Raumexpansion (

    1/a^3

    ). Dunkle Energie hingegen hat einen negativen Druck (

    w=-1

    ), ihre Energiedichte bleibt bei Raumexpansion konstant. Man kann das eine mathematisch nicht einfach in das andere „phasenumwandeln“, ohne die Erhaltungssätze und die Relativitätstheorie zu verletzen.
  • Das Problem der 120 Größenordnungen: Die Diskrepanz von

    10^{120}

    betrifft das theoretische Vakuumenergie-Problem aus der Quantenfeldtheorie im Vergleich zur beobachteten kosmologischen Konstante

    \Lambda

    . Das hat primär nichts mit Schwarzen Löchern zu tun, sondern ist ein ungelöstes Grundproblem der Quantengravitation.
2. Zur KI-Ausgabe: MOND + Neutrinos (Das HDM/Sterile-Neutrino-Hybridmodell)​

Hier greift die KI ein bekanntes physikalisches Modell auf (vor allem von Angus, Sanders et al. untersucht), vereinfacht es aber an entscheidenden Stellen stark:

  • Normale (aktive) Neutrinos reichen nicht: Standard-Neutrinos aus dem Teilchenmodell haben eine viel zu geringe Gesamtmasse (wenige eV). Sie sind viel zu leicht, um die fehlende Masse in Galaxienhaufen bereitzustellen.
  • Sterile Neutrinos (ca. 11 eV): Was in der Fachliteratur tatsächlich diskutiert wurde, ist die Kombination von MOND mit hypothethischen sterilen Neutrinos (sogenannte heiße/warme Dunkle Materie).

Warum dieses Modell trotzdem kein Allheilmittel ist:

  1. Der CMB-Dichtekontrast: Auch mit sterilen Neutrinos hat das Hybridmodell große Schwierigkeiten, das Spektrum des Kosmischen Mikrowellenhintergrunds (insbesondere die relativen Höhen der akustischen Peaks) so exakt zu reproduzieren wie das Standardmodell

    \Lambda\mathrm{CDM}

    .
  2. Die Phasenraum-Grenze (Tremaine-Gunn-Kriterium): Neutrinos sind Fermionen. Man kann Fermionen wegen des Pauli-Prinzips nicht beliebig dicht in einen Raum quetschen. Um die Masse in Galaxienhaufen zu erklären, stoßen sterile Neutrinos im MOND-Rahmen schnell an ihre theoretische Dichtegrenze.
Fazit​

Die Kombination von MOND mit massereichen (sterilen) Neutrinos war ein legitimer Versuch der MOND-Community, das Haufen-Problem zu lösen. Sie zeigt aber genau das, was TomS und ich im Nachbarthread ansprachen: MOND kommt selbst bei solchen Erweiterungen nicht ohne eine Form von unentdeckter, unsichtbarer Masse (Dunkler Materie) aus.

Es bleibt somit dabei: Eine reine, parameterfreie Lösung liefert weder das eine noch das andere Hybridmodell ohne erhebliche Zusatzannahmen.

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