Vom ersten Tag an trat Max Verstappen als Chefkritiker der "neuen Formel 1" auf. Seine Befürchtungen haben sich in den letzten Monaten bestätigt, findet der Niederländer. Als gutes Beispiel dienen seiner Meinung nach die letzten beiden Rennen von Yuki Tsunoda und Liam Lawson.

Max Verstappen gefällt die aktuelle Formel 1 überhaupt nicht
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto
09. September 2026, 19:35

sport.de
Vom ersten Tag an trat Max Verstappen als Chefkritiker der "neuen Formel 1" auf. Seine Befürchtungen haben sich in den letzten Monaten bestätigt, findet der Niederländer. Als gutes Beispiel dienen seiner Meinung nach die letzten beiden Rennen von Yuki Tsunoda und Liam Lawson.
Max Verstappen hat seine Kritik an der aktuellen Generation der Formel-1-Wagen einmal mehr untermauert und im Interview mit der "BBC" geschildert, warum seine Forderung nach einer Anpassung des technischen Reglements alternativlos ist.
"In der Geschichte des Sports wurde immer der Fahrer belohnt, der am meisten wagt, am spätesten auf der Bremse und am frühesten auf dem Gaspedal ist, weil man in der Kurve Zeit gewinnt. Aber jetzt denkt man ständig: In dieser Kurve muss ich mich ein bisschen zurückhalten, später aufs Gas gehen oder früher bremsen. [...] Das ist so unnatürlich und nicht so, wie es sein sollte", begründete der viermalige Weltmeister seinen Standpunkt.
Verstappen: "Diese Autos sind taub für Inputs"Dass der Formel 1 in dieser Form etwas fehlt, würden vor allem die beiden letzten Rennen zeigen, in denen Liam Lawson ersatzweise bei Red Bull Racing und Yuki Tsunoda als Lawson-Ersatz bei den RacingBulls einspringen musste.
"Das ist nicht respektlos gemeint und ich hoffe, niemand versteht das falsch. Aber schaut euch Yuki an. Er springt in das Auto, hat es nie vorher gefahren und ist direkt konkurrenzfähig. Liam springt von den RacingBulls zu Red Bull und ist direkt konkurrenzfähig. Das geht nur, weil diese Autos taub für Fahrer-Inputs sind", klagte Verstappen.
Natürlich müsse ein Fahrer immer noch eine gute Runde zustande bringen und auch was riskieren. "Der schnellste Fahrer wird immer an der Spitze sein. Aber es ist wirklich, wirklich limitiert, wie im Schwitzkasten oder sowas. Man wird zurückgehalten", meinte der Niederländer.
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