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Sports and Rights Alliance fordert FIFA-Menschenrechtsbeirat

Дата публикации: 06-08-2026 13:06:22

Menschenrechtsorganisationen erhöhen den Druck auf die FIFA: Nach den jüngsten Turbulenzen fordern sie Reformen und die Rückkehr eines unabhängigen Kontrollgremiums.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino
Sports and Rights Alliance Menschenrechtsbündnis fordert FIFA-Menschenrechtsbeirat

Stand: 06.08.2026 • 15:06 Uhr

Menschenrechtsorganisationen erhöhen den Druck auf die FIFA: Nach den jüngsten Turbulenzen fordern sie Reformen und die Rückkehr eines unabhängigen Kontrollgremiums.

Die Sports and Rights Alliance fordert die Wiedereinsetzung eines unabhängigen Menschenrechtsbeirats, der die FIFA-Führung und den FIFA-Rat kontrollieren und für seinen Umgang mit Menschenrechtsthemen zur Rechenschaft ziehen soll. Das gab das Menschenrechtsbündnis am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Was ist die Sports and Rights Alliance?

Die Sports and Rights Alliance ist ein weltweites Bündnis aus Menschenrechts-Organisationen, NGOs und Gewerkschaften, die sich dafür einsetzt, Menschenrechte, Arbeitsrechte und Anti-Korruptionsmaßnahmen im Sport zu schützen und zu fördern. Sie wurde 2015 gegründet.

Krise als Anstoß zur Änderung

"Diese Krise muss längst überfällige Reformen anstoßen, um den Schutz der Menschenrechte endlich im Herzen des Weltfußballs zu verankern", sagte Geschäftsführerin Andrea Florence.

"Die weltweite Fußballgemeinschaft hat endlich gezeigt, dass sie sich mobilisieren und der FIFA die Stirn bieten kann, wenn sie ein Thema für wichtig genug hält. Nun ist es an der Zeit, dass sich auch die FIFA-Mitglieder ebenso nachdrücklich für Veränderungen einsetzen, die eine deutlich stärkere Achtung der Menschenrechte gewährleisten", sagte Steve Cockburn, Regionaldirektor für Europa bei Amnesty International.

Fünf Forderungen

Neben der Wiedereinführung eines Menschenrechtsbeirats fordert die Sports and Rights Alliance eine Reform der Ethik-Kommission. Die Schaffung eines mit externen Experten besetzten, unabhängigen, transparenten Beschwerdeverfahrens sei wichtig für ein funktionierendes Ethiksystem.

Die Forderung des Menschenrechtsbündnisses umfasst außerdem die Verabschiedung einer konkreten Menschenrechtsstrategie, die Neubewertung aller künftigen Gastgeberverträge sowie Transparenz im Umgang mit Journalisten und der Öffentlichkeit.

Menschenrechtsbeirat nicht neu

In den ersten vier Jahren der Amtszeit von FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte es im Weltverband schon einmal einen unabhängigen Menschenrechtsbeirat (HRAB) gegeben. 2020 - vier Jahre nach Einführung - löste Infantino den HRAB auf, ohne eine einzige Empfehlung umgesetzt zu haben.

FIFA-Präsident Gianni Infantino (l.) und Donald Trump (r.)

Die Vernachlässigung von Menschenrechtsangelegenheiten innerhalb der FIFA liege demnach auch, aber nicht allein im Schaffen von Gianni Infantino. "Wir haben bei der FIFA genug Krisen erlebt, um zu wissen, dass ein bloßer Führungswechsel nicht ausreicht", sagte Ronan Evain, Geschäftsführer von Football Supporters Europe.

Dringlichkeit hinsichtlich 2030 und 2034

Die aktuellen Turbulenzen zu nutzen und "überfällige" strukturelle Reformen jetzt anzustoßen, sei bei den anstehenden Weltmeisterschaften 2030 in Marokko, Portugal und Spanien und insbesondere 2034 in Saudi-Arabien dringlich. Ein Bericht von Amnesty International und der Sports and Rights Alliance dokumentiert die Menschenrechtsrisiken im Zusammenhang mit den beiden anstehenden Turnieren.

Nur so sei "sicherzustellen, dass der Fußball als Sport und Geschäftszweig eine authentische Kraft für das Gute ist", heißt es vonseiten der Sports and Rights Alliance.

Quelle: red/mel

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Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 12.07. Источник: www.sportschau.de.