Die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden Auswirkungen auf die Stabilität der Bundesregierung haben. Können sich CDU-Chef Merz und die SPD-Vorsitzenden Bas und Klingbeil halten?

Klingbeil, Bas, Merz vor der Villa Borsig (v.l./Archiv): Wegweisender Sonntag. Foto: REUTERS
Berlin. Friedrich Merz schart die CDU-Vorderen um sich, bevor am Sonntagabend absehbar schlechte Nachrichten eintreffen. Um 17 Uhr kommt das CDU-Präsidium, das höchste Führungsgremium der Partei, im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Eine Stunde später werden im Fernsehen die ersten Prognosen für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.
Die Wahlergebnisse in den beiden Bundesländern haben das Potenzial, die schwarz-rote Koalition zu erschüttern. In den vergangenen Tagen und Wochen war in der CDU über einen möglichen Sturz von Kanzler Merz diskutiert worden. Und auch in der SPD hielten sich Gerüchte über einen Aufstand gegen die Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil.
Zuletzt schien sich die Lage in beiden Parteien etwas zu beruhigen. Doch die Ruhe ist trügerisch. Das Handelsblatt erklärt, was Merz, Bas und Klingbeil am Wahlabend zu befürchten haben.
Während die CDU in Berlin in den letzten Umfragen knapp hinter der Linkspartei auf Platz zwei liegt, droht in Mecklenburg-Vorpommern ein historischer Absturz. Sechs Prozent erreicht die CDU hier zuletzt in einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. Es zeichnet sich das schlechteste Ergebnis der CDU bei einer Landtagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik ab – weniger als jene neun Prozent, die die CDU 1951 in Bremen erreichte.
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