Kein anderer getesteter Poolroboter bietet mehr Platz für Schmutz. Mit seinem 6-Liter-Filter, sehr gründlicher Reinigung und intelligenter Navigation erklimmt der Beatbot Sora 70 einen oberen Podiumsplatz.

Im Test musste der Beatbot Sora 70 zeigen, ob sein riesiger Filterkorb und die KI-Navigation für einen Platz in der Spitzengruppe reichen.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Kein anderer getesteter Poolroboter bietet mehr Platz für Schmutz. Mit seinem 6-Liter-Filter, sehr gründlicher Reinigung und intelligenter Navigation erklimmt der Beatbot Sora 70 einen oberen Podiumsplatz.
Testnote
1,9
gut
Der Beatbot Sora 70 überzeugte im Test mit sehr gründlicher Reinigungsleistung und intelligenter KI-Navigation. Besonders positiv fallen der 6,0 Liter fassende XXL-Filterkorb und die lange Akkulaufzeit auf. Die sehr hochwertige Verarbeitung und die einfache Säuberung sprechen für den Poolroboter. Einziger Wermutstropfen: Das breite Gehäuse verlangt nach entsprechendem Stauraum.
Pro
Kontra
Beatbot hat mit dem AquaSense 2 Ultra eines der teuersten Modelle im aktuellen
Poolroboter-Testim Angebot. Doch nicht jeder Poolbesitzer möchte mehr als 3.000 Euro für einen automatischen Poolreiniger ausgeben. Genau hier setzt der Beatbot Sora 70 an, der sich als günstigere Alternative innerhalb des Herstellersortiments positioniert.
Auf dem Papier locken ein XXL-Filter, vier Reinigungszonen und intelligente Navigation. Im Test musste der Sora 70 zeigen, ob das für die Spitzengruppe reicht – und wo er gegenüber deutlich teureren Konkurrenten nicht so klasse ist.
Das Wichtigste in KürzeBeim ersten Anheben wirkt der Beatbot Sora 70 wie ein klassischer Oberklasse-Poolroboter: robust, breit gebaut und hochwertig verarbeitet. Die Spaltmaße fallen im Test gering aus, das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck. Mit 10,7 Kilogramm liegt der Sora 70 gewichtstechnisch im Mittelfeld. Er ist deutlich leichter als der MOVA Rover X10 mit 17 Kilogramm, aber schwerer als kompaktere Modelle wie der Beatbot Sora 30 mit 9 Kilogramm oder der Aiper S1 mit 7,7 Kilogramm.

Mit 10,7 Kilogramm Gewicht bleibt der Sora 70 vergleichsweise handlich und ist deutlich leichter als der 17 Kilogramm schwere Testsieger Mova Rover X10.
Foto: COMPUTER BILD
Die Handhabung ist trotzdem angenehm. Nach dem Reinigungslauf schwimmt der Sora 70 automatisch bis an die Wasseroberfläche und lässt sich dadurch leichter entnehmen. Praktisch, denn viele schwere Poolroboter sind in nassem Zustand unhandlich. Einen kleinen Nachteil gibt es dennoch: Wegen der breiten Bauform braucht der Sora beim Verstauen mehr Platz als schlankere Modelle.
Navigation: KI und Sonar statt KameraFür die Orientierung im Pool setzt der Beatbot Sora 70 auf die SonicSense-AI-Navigation. Dabei erfassen zwei Ultraschallsensoren (Sonar) Hindernisse und Abstände im Pool, sodass der Roboter auch ohne Kamera strukturierte Fahrwege berechnen kann. Damit unterscheidet er sich von technisch aufwendigeren Modellen wie dem Mova Rover X10, der mit 3D-Unterwasser-Lasernavigation und Kamerasystem arbeitet, oder dem Beatbot AquaSense 2 Ultra, der ebenfalls auf eine kameragestützte Navigation setzt.

Breite Raupenketten und das Bürstensystem sollen für sicheren Halt auf Boden und Wänden sorgen.
Foto: COMPUTER BILD
Im Test funktionierte die Navigation des Sora 70 sehr zuverlässig. Die Flächenabdeckung wurde als sehr gut bewertet, Hindernisse erkannte der Roboter ebenfalls sehr gut. Auch unnötige Wiederholungen vermeidet er weitgehend. Damit arbeitet er strukturierter als viele einfachere Poolroboter, reicht bei den App- und Kartenfunktionen aber nicht an den Mova Rover X10 heran, dessen Poolkarte in der App bearbeitbar ist.
Sechs Modi für unterschiedliche AnforderungenDer Beatbot bietet sechs Reinigungsmodi: Pro-Modus, Boden-Modus, Oberflächen-Modus, Wand-Modus, Standard-Modus und Eco-Modus. Diese Vielfalt ermöglicht es, die Reinigung an den Verschmutzungsgrad anzupassen. Im Eco-Modus schafft der Sora 70 die Bodenreinigung in nur 45 Minuten, während ein vollständiger Reinigungsdurchgang im Standard-Modus bis zu zwei Stunden benötigt. Zum Vergleich: Der Mova Rover X10 reinigt den Boden in lediglich 25 Minuten, der Beatbot AquaSense 2 Ultra in 50 Minuten. Das Beatbot-Gerät positioniert sich damit im guten Mittelfeld.

Über das Bedienfeld lassen sich die verschiedenen Reinigungsprogramme am Gerät auswählen.
Foto: COMPUTER BILD
Die Bedienung am Gerät ist angenehm reduziert. Über einen haptischen Drehschalter beziehungsweise Knopf lassen sich die wichtigsten Modi am Pool starten. Damit passt der Sora 70 gut in den Alltag, weil nicht für jede Reinigung zwingend das Smartphone nötig ist.

Die Beatbot-App bietet Zugriff auf Reinigungsmodi, Fernsteuerung und Statusmeldungen. Eine Kartenansicht gehört allerdings nicht zum Funktionsumfang.
Foto: COMPUTER BILD
Im Vergleich zu sehr einfachen Modellen bietet der Sora 70 mehr Komfort. Zeitpläne und Push-Benachrichtigungen sind vorhanden, und die Fernsteuerung per App ist möglich. Der Mova Rover X10 bietet hier allerdings mehr Spielraum, weil er in der App eine digitale Poolkarte erstellt und die laut Test sogar bearbeitbar ist.
Sehr gründliche Reinigung über vier ZonenBodenreinigungAuf dem Poolboden arbeitet der Beatbot Sora 70 gründlich und zügig. Im Eco-Modus erledigt er die Bodenreinigung in 45 Minuten, im Normalbetrieb dauert es bis zu zwei Stunden. Damit ist er nicht so schnell wie der Mova Rover X10, der im Testpool nur 25 Minuten benötigte, aber schneller als manche Modelle, die sehr lange oder bis zum leeren Akku fahren.

Auf dem Poolboden überzeugt der Beatbot Sora 70 mit einer sehr gründlichen Reinigung und systematischer Flächenabdeckung.
Foto: COMPUTER BILD
Der Sora 70 reinigt nicht nur den Boden, sondern fährt auch die Beckenwände ab. Das unterscheidet ihn von reinen Bodenrobotern und bringt ihn auf das Niveau moderner Akku-Poolroboter. In dieser Disziplin liegt er funktional gleichauf mit Modellen wie dem Mova Rover X10 oder Beatbot AquaSense 2 Ultra, die ebenfalls Wände reinigen.

Auch an den Beckenwänden arbeitet der Sora 70 zuverlässig und gehört damit zu den vielseitigeren Poolrobotern im Testfeld.
Foto: COMPUTER BILD
An der Wasserlinie sammeln sich oft Pollen, Sonnencremereste und feiner Schmutz. Sie wird vom Sora 70 ebenfalls gereinigt. Im Vergleich zu günstigeren oder einfacheren Modellen ist das ein wichtiger Vorteil, weil diese Zone bei der Poolpflege besonders sichtbar ist.
WasseroberflächeEin zusätzlicher Vorteil ist die Oberflächenreinigung. Der Sora 70 nimmt schwimmende Verschmutzungen wie Blätter, Pollen oder Insekten auf, bevor sie auf den Boden sinken. Damit bietet er mehr als der günstigere Sora 30, der nur drei Reinigungszonen abdeckt. Modelle wie der Mova Rover X10 oder der Beatbot AquaSense 2 Ultra reinigen ebenfalls die Wasseroberfläche, bewegen sich aber in einer höheren Ausstattungsklasse.

Der Sora 70 gehört zu den wenigen Poolrobotern im Test, die zusätzlich die Wasseroberfläche reinigen und schwimmende Verschmutzungen aufnehmen können.
Foto: COMPUTER BILD
Insgesamt und mit Blick auf Grobschmutz wurde das Reinigungsverhalten des Sora 70 als sehr gründlich bewertet. Feinschmutz nahm er gründlich auf. Damit liegt er bei der Kernaufgabe deutlich vor vielen Mittelklassemodellen und landet im Gesamtergebnis auf Platz 3 des Testfelds.
Filter: Der größte Schmutzsammler im TestDer Filter ist der größte Pluspunkt des Beatbot Sora 70. Mit gemessenen 6 Liter Volumen bietet kein anderes Modell im Test mehr Platz für Schmutz. Zum Vergleich: Der Mova Rover X10 und der Beatbot Sora 30 kommen auf 5 Liter, der Beatbot AquaSense 2 Ultra bietet 3,7 Liter.

Der Filterkorb fasst 6 Liter Schmutz und bietet damit das größte Volumen aller getesteten Poolroboter.
Foto: COMPUTER BILD
Gerade bei Außenpools mit viel Laub, Pollen oder Insekten ist das ein echter Vorteil. Der Filter muss seltener geleert werden, und der Roboter kann größere Schmutzmengen in einem Durchgang aufnehmen. Die Reinigung gelingt sehr einfach, weil der Filter von oben entnommen wird.
Einen Nachteil gibt es aber: Der Filter trennt Grob- und Feinschmutz nicht voneinander. Hier sind Modelle wie der Mova Rover X10 oder der Ecovacs Ultramarine P1 komfortabler, weil sie mit separater Filterung beziehungsweise Trennung nach Grob- und Feinschmutz arbeiten.
Akkulaufzeit ohne SchwächenDer integrierte Akku ermöglicht laut Hersteller Laufzeiten von bis zu 5,5 Stunden. Im Praxis-Test reichte eine Akkuladung problemlos für die vollständige Reinigung des Testpools aus. Ein Nachladen während des Reinigungsvorgangs war nicht erforderlich. Das ist wichtig, denn ein Nachladen während der Arbeit würde den Reinigungsprozess unterbrechen. Der Beatbot arbeitet so lange, bis die Arbeit erledigt ist. Das Gerät muss allerdings klassisch per Kabel mit Strom betankt werden – kabelloses Laden über ein Induktionsdock gibt es nicht. Wer diese Komfortfunktion wünscht, findet sie beim Mova Rover X10, Beatbot AquaSense 2 Ultra oder Aiper Scuba X1 Pro Max.
Fazit: Der Filter-König der OberklasseDer Beatbot Sora 70 reinigt sehr gründlich und überzeugt mit dem größten Filterkorb im Test. Die KI- und Sonar-Navigation arbeitet präzise, und es genügt eine Akkuladung für die vollständige Reinigung des Testpools. Die sehr hochwertige Verarbeitung und das einfache Säubern sprechen für das Gerät. Für rund 1.100 Euro bietet der Poolroboter solide Leistung im oberen Mittelfeld.
Beatbot
1.109,00 EUR
Wer mehr Komfort wünscht, findet beim
Mova Rover X10(Note 1,2) schnellere Reinigung – in nur 25 Minuten – und ein kabelloses Ladedock. Jedoch bei deutlich höherem Gewicht von 17 Kilogramm. Der
Beatbot AquaSense 2 Ultra(Note 1,3) bietet fünf statt vier Reinigungszonen inklusive Wasserklärung, App-Steuerung mit Kartenfunktion und kabelloses Laden – kostet mit rund 3.199 Euro aber auch deutlich mehr als der Sora 70.