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Eon will britischen Energieversorger Ovo übernehmen

Дата публикации: 11-05-2026 12:56:00

Der britische Energiemarkt gilt vielen Versorgern in Deutschland als Vorbild. Mit dem Ovo-Kauf vergrößert Eon seinen Kundenstamm auf der Insel um 70 Prozent.

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Der Energieversorger Eon baut sein Geschäft in Großbritannien mit einem Zukauf kräftig aus. Es sei eine Vereinbarung zur Übernahme des britischen Energieanbieters Ovo geschlossen worden, teilte Eon am Montag in Essen mit. Den Abschluss der Transaktion erwartet Eon im zweiten Halbjahr 2026, wenn die Behörden zustimmen.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Die Eon-Aktie legte in einem schwachen Gesamtmarkt um gut 1,5 Prozent zu, zuletzt reduzierte sich das Kursplus etwas. Seit Jahresbeginn steht ein Wertzuwachs von gut 12 Prozent zu Buche.

Zum Kaufpreis für Ovo wurden keine Angaben gemacht. Allerdings hatten Analysten während der laufenden Spekulationen in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass Ovo seit Jahren Marktanteile verliere und dringend Geld brauche, um die regulatorischen Mindeststandards einzuhalten. Die US-Bank JPMorgan hatte daher mit einem „relativ günstigen Kaufpreis“ gerechnet.

Durch die Übernahme steigt die Kundenzahl des Dax-Konzerns auf der Insel schlagartig: Aktuell hat Eon nach eigenen Angaben 5,6 Millionen, durch Ovo kämen rund 4 Millionen dazu. Insgesamt gibt es im britischen Strommarkt 28 Millionen Haushalte, wobei Eon auch noch Gaskunden versorgt. Der Konzern zählt Großbritannien zu seinen ertragreichsten Märkten. 2025 verdienten die Essener mit der Energieversorgung dort bereinigt um Sondereffekte, sowie vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) 368 Millionen Euro.

Britischer Energiemarkt als Vorbild für Deutschland?

Eon hatte in der Vergangenheit den britischen Energiemarkt in einigen Aspekten häufig als Vorbild genannt. Durch den dort geltenden Preisdeckel können Verbraucher etwa vor extremen Preisschwankungen geschützt werden und Energiekonzerne ihre Kosten besser abbilden. Der Preisdeckel wird einmal im Quartal angepasst.

Auch gilt der britische Energiemarkt als verhältnismäßig digitalisiert. Ein Großteil der Haushalte sind mit intelligenten Messsystemen ausgestattet, während hierzulande der Ausbau nur schleppend vorangeht. Mit solchen Systemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben.

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