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Auto-Industrie: Gewinne der größten Autokonzerne 2025 stark eingebrochen

Дата публикации: 12-04-2026 10:30:00

Für viele der größten Autobauer der Welt hat sich ihre bisherige Elektroautostrategie zum Milliardengrab entwickelt. Vor allem deutsche Hersteller verzeichneten im vergangenen Jahr kräftige Einbußen. Am profitabelsten arbeiteten die Japaner.

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Für viele der größten Autobauer der Welt hat sich ihre bisherige Elektroautostrategie zum Milliardengrab entwickelt. Vor allem deutsche Hersteller verzeichneten im vergangenen Jahr kräftige Einbußen. Am profitabelsten arbeiteten die Japaner.

13.04.2026, 16.13 Uhr

Hohe Marge: Der japanische Autobauer Toyota (im Bild die Ausstellung auf der International Auto Show in New York) erzielte im vergangenen Jahr eine Marge von 8,5 Prozent
Hohe Marge: Der japanische Autobauer Toyota (im Bild die Ausstellung auf der International Auto Show in New York) erzielte im vergangenen Jahr eine Marge von 8,5 Prozent

Hohe Marge: Der japanische Autobauer Toyota (im Bild die Ausstellung auf der International Auto Show in New York) erzielte im vergangenen Jahr eine Marge von 8,5 Prozent

Foto: Yuki Iwamura / AP

Der Bau von Elektroautos hat sich einer Studie zufolge für viele Autokonzerne weltweit zur „milliardenschweren Belastung“ entwickelt. Abschreibungen auf Batteriefabriken, Entwicklungsprojekte und Modellreihen summierten sich bei Unternehmen in Europa und in den USA auf fast 60 Milliarden Euro, wie eine Analyse der Wirtschaftsberatung EY ergab. Der Gesamtgewinn der 19 größten Autokonzerne der Welt schrumpfte 2025 demnach um 59 Prozent.

Beim Umsatz konnten die Autobauer der Studie zufolge insgesamt leicht um 0,6 Prozent zulegen. Die deutschen Hersteller stachen hier jedoch mit einem Minus von 4,1 Prozent negativ heraus. Zum Vergleich: Japanische Hersteller legten um 3 Prozent zu, chinesische Autobauer gar um 9,3 Prozent. US-Hersteller verzeichneten einen Rückgang von 0,6 Prozent. Auch beim Neuwagenabsatz verzeichneten die deutschen Hersteller mit einem Rückgang um 2 Prozent eine schwächere Entwicklung als die Mehrheit der anderen Konzerne.

Die drei chinesischen Hersteller in der Liste – BYD, Geely und Great Wall Motors – konnten ihren Absatz und Umsatz dagegen deutlich ausbauen. Geely war 2025 laut Studie zudem der einzige Konzern, der seinen Gewinn steigern konnte.

Am profitabelsten arbeiteten im vergangenen Jahr der Studie zufolge die beiden japanischen Hersteller Suzuki und Toyota: Suzuki erzielte eine Marge von 9,7 Prozent, Toyota erreichte 8,5 Prozent. Es folgten Kia aus Südkorea mit einer Marge von 8,0 Prozent und BMW mit immerhin noch 7,6 Prozent.

„Korrektur völlig überzogener Annahmen“

„Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise“, bilanzierte Constantin Gall von EY. „Viele Konzerne hatten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich entwickelt sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa deutlich schwächer als prognostiziert.“ Die US-Zollpolitik habe außerdem zu zusätzlichen Milliardenbelastungen geführt.

Daher folge nun der Strategieschwenk. Gall betonte, dies bedeute nicht einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität, sondern „eine Korrektur völlig überzogener Annahmen“.

Weitere Belastungen zeichneten sich ab: Angesichts der aktuellen konjunkturellen und geopolitischen Lage rechnet Gall nicht mit einer spürbaren Belebung der Neuwagennachfrage in Europa im laufenden Jahr. „Die instabile politische Weltlage, steigende Energiepreise und eine höhere Inflation sind Gift für die Autokonjunktur“, erklärte er.

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Gall erwartet allerdings auch keinen durch hohe Spritpreise verursachten Elektro-Boom: „Der eine oder andere Autokäufer wird sich nun doch eher für das Elektroauto entscheiden – einen echten Boom wird es aber nicht geben.“ Vielmehr würden viele Menschen angesichts geringerer verfügbarer Einkommen und düsterer Konjunkturaussichten den Autokauf vertagen und das alte Modell länger fahren.

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