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Volta: Hedgefonds Luxor Capital übernimmt insolventen E-Truck-Hersteller Volta

Дата публикации: 01-12-2023 13:00:00

Wenige Wochen nach der Insolvenz hat der schwedisch-britische E-Truck-Hersteller Volta einen neuen Eigentümer. Hedgefonds Luxor Capital gründet eine eigene Untergesellschaft, um das Start-up aufzufangen. Die Rettungsaktion dürfte auch Auto-Veteran Siggi Wolf freuen.

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Der Hedgefonds Luxor Capital gehörte schon vor der Insolvenz von Volta zu den größten Geldgebern des E-Truck-Herstellers. Nun hat Luxor sich für die Übernahme des Start-ups entschieden und dafür mit "Volta Commercial Vehicles Limited" eine eigene Untergesellschaft gegründet. Volta wurde in Schweden gegründet und hat dort auch sein Hauptquartier, unterhält aber seinen Geschäftsbetrieb überwiegend in England. "Wir freuen uns, dass wir durch die Übernahme die Zukunft von Volta Trucks gesichert haben", sagte ein Sprecher.

Der E-Truck-Hersteller hatte im Oktober Insolvenz angemeldet, nachdem sein wichtiger Zulieferer Proterra bereits Insolvenz angemeldet hatte. Die Unsicherheit über die Zukunft des Zulieferers habe es deutlich erschwert, weitere Finanzierungsrunden zu starten, hieß es damals. Das Start-up Volta hatte vor der Insolvenz rund 500 Millionen bei Investoren eingesammelt und Bestellungen für rund 5000 E-Trucks entgegengenommen.

An prominenten Namen fehlt es dem Start-up nicht: Erst im Mai hatte der ehemalige VW-Topmanager Martin Hofmann als "Chief Technology Officer" beim Truck-Hersteller angefangen. Volta-CEO Essa Al Saleh hatte Hofmann schon zum Einstieg vor die große Aufgabe gestellt, "ein digitales Ökosystem rund um das Fahrzeug" zu entwickeln. Volta will mehr als nur Lastwagen verkaufen. Kunden verspricht die Marke auch ein "Truck-as-a-Service"-Angebot: Gegen eine monatliche Gebühr sollen Abnehmer neben dem Fahrzeug auch Ladeinfrastruktur und Pakete für Wartung, Versicherung und Schulungen erhalten.

Erstes Modell des 2019 in Schweden gegründeten Unternehmens ist der Volta Zero, ein elektrischer 16-Tonner für Letzte-Meile-Lieferungen. Volta verspricht 150 bis 200 Kilometer Reichweite. Für den Bau der Lastwagen ist Steyr Automotive zuständig. Der österreichische Auftragsfertiger blickt auf eine noch junge Geschichte: Bis Mitte 2021 hatte MAN in Steyr Trucks gebaut, dann übernahm die Firma WSA das Werk. Hinter WSA steht mit Siegfried Wolf (65) ein schillernder Auto-Veteran. Wolf dürfte über den Einstieg von Luxor Capital und die vorläufige Rettung von Volta sehr erfreut sein.

Als einer der ersten Großkunden der Schweden hatte der Logistikkonzern Schenker, eine Tochter der Deutschen Bahn, 150 E-Trucks bestellt und noch für dieses Jahr in seiner Flotte eingeplant. Gemeinsam mit Schenker hatte Volta den "Zero" auch im September 2022 in Paris getestet. Wann Schenker mit den Fahrzeugen rechnen kann, ist ungewiss. Seit heute ist aber zumindest nicht mehr ausgeschlossen, dass die DB-Tochter die Trucks überhaupt jemals bekommt.

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