Die Drogeriekette dm führt ab dem 25. August die europäische Bezahlmethode Wero im Online-Shop ein. Wero gilt als Alternative zu PayPal und anderen US-Bezahldiensten. Nach Lidl setzt nun auch dm auf das System.
Die Drogeriekette dm setzt auf eine breite Auswahl an Bezahlmethoden – jetzt kommt eine neue hinzu.
Foto: Sean Gallup/Getty Images, Wero
Die Drogeriekette dm führt ab dem 25. August die europäische Bezahlmethode Wero im Online-Shop ein. Wero gilt als Alternative zu PayPal und anderen US-Bezahldiensten. Nach Lidl setzt nun auch dm auf das System.
Die Drogeriekette dm erweitert ihr Bezahlangebot im Online-Shop um die europäische Zahlmethode Wero. Ab dem 25. August können Kundinnen und Kunden neben Kreditkarte, Klarna, Apple Pay und PayPal auch mit Wero bezahlen. Derzeit läuft noch ein Funktionstest, danach soll Wero für alle verfügbar sein. "Wir glauben, dass Wero ein relevantes Zahlungsmittel werden kann. Deshalb wollen wir als einer der Ersten dabei sein", sagte dm-Finanzchef Martin Dallmeier.
Wero ist ein Projekt der European Payment Initiative (EPI), einem Zusammenschluss europäischer Banken. Das System soll eine Alternative zu US-Bezahldiensten wie PayPal, Apple Pay und Google Pay etablieren. Während PayPal in Deutschland rund 39 Millionen Nutzerinnen und Nutzer hat, verzeichnet Wero bislang über 7 Millionen registrierte Konten. In der Branche wird Wero teils als potenzieller "PayPal-Killer" bezeichnet.
Neben dm haben auch Lidl und Decathlon Wero als Zahlmethode integriert. Für die European Payment Initiative ist die Partnerschaft mit dm ein wichtiger Schritt: Der dm-Online-Shop zählt zu den größten Online-Shops für Produkte des täglichen Bedarfs in Deutschland und erzielte nach Branchenangaben zuletzt mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Sollte Wero im Online-Shop gut angenommen werden, könnte dm die Bezahlmethode auch in seinen Filialen anbieten.
Für Händler dürfte Wero auch aus Kostengründen interessant sein. Laut dem EHI Retail Institute verlangt PayPal im Durchschnitt 1,94 Prozent vom Umsatz. Wero soll günstiger sein. Martin Dallmeier betont, dass die Zukunft des Bezahlens nicht von einer einzelnen Lösung geprägt sein werde: "Wir erwarten ein Zusammenspiel aus europäischen und anderen internationalen Zahlungsinfrastrukturen, digitalen Wallets und KI-gestützten Einkaufserlebnissen."
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