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Lage an den Kapitalmärkten: Hochstimmung an der Börse hält an

Дата публикации: 14-08-2026 05:04:18

Noch mehr Rekorde: Der Dax stieg am Mitt­woch auf 26 573 Punkte. Auch die US-Börse zeigt sich gut gelaunt. Zur Hoff­nung auf eine Lösung mit Iran kommt erneut KI-Fantasie.

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An den Börsen herrscht weiterhin Rekord­laune. Erst vergangene Woche war der Dax über die 26 000-Punkte-Marke gesprungen, diese Woche Dienstag hat er zum ersten Mal die 26 500-Punkte-Marke geknackt und tags darauf bei 26 573 Punkten ein neues Allzeit­hoch markiert.

Auch die US-Indizes bewegen sich weiterhin nahe ihrer Rekord­stände: Der amerikanische Dow-Jones-Index war vergangene Woche auf ein neues Allzeit­hoch gestiegen: 54 744 Punkte. Der S&P 500 kletterte – ebenfalls am 5. August 2026 – auf zuvor nie dagewesene 7 794 Punkte. Die Punkte­stände beruhen auf den in Dollar kalkulierten Indizes. In Euro gerechnet erzielten die Indizes ebenfalls Rekord­hochs.

Spielraum für nied­rige Zinsen und KI-Fantasie

Grund für die gute Stimmung in dieser Woche waren leicht rück­läufige Inflations­zahlen aus den USA und neuerliche Kurs­fant­asien rund um KI (Künst­liche Intelligenz). Am Mitt­woch­nach­mittag war es nach dem Dax-Rekord von 26 573 Punkten zunächst wieder nach unten gegangen. Markt­experte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets stellte fest: „Den Sprung auf neue Bestmarken nach den US-Inflations­daten nutzten einige Anleger dann doch für etwas ausgedehntere Gewinn­mitnahmen.“ Auch wenn es damit keine Schluss­rekorde gegeben hat, der Dax hat zum Abend wieder nachgegeben, sieht Lipkow nach wie vor „eine erkenn­bare Kaufdynamik an Europas Börsen“, die sich dieses Mal wieder verstärkt auf Technologie- und Rüstungs­werte konzentriert habe. Aktien der Halb­leiterbranche zum Beispiel erhielten hier­zulande und europaweit frischen Auftrieb von starken Quartals­berichten und Ausblicken von US-Unternehmen mit KI-Bezug.

Am Markt hieß es außerdem, die nied­rigere Inflations­rate in den USA gepaart mit den schwachen Arbeits­markt­daten der Vorwoche gebe der US-Noten­bank mehr Spielraum, ihre Geld­politik beizubehalten. Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets schrieb: „Solange von der Zins­seite kein neuer Gegen­wind kommt, spricht wenig dafür, dass die Käufer plötzlich die Segel streichen.“

Lage im Iran-Krieg weiter unklar

Weiterhin spielen auch Hoff­nungen auf eine baldige Lösung im Nahen Osten eine Rolle. Tatsäch­lich bleibt die Lage im Iran-Krieg jedoch weiter unklar. Der Ölpreis ging zuletzt leicht zurück. Nachdem der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zu Wochen­beginn auf knapp über 90 Dollar gestiegen war, pendelte er zuletzt wieder bei rund 88 Dollar. Die Markt­teilnehmer balancierten weiter zwischen Krisenmodus und Rekord­laune und hätten sich aktuell für Letzteres entschieden, resümierte Markt­analyst Timo Emden von Captrader.

Allzeit­hoch – und dann?

Anle­gerinnen und Anleger betrachten neue Höchst­stände oft mit gemischten Gefühlen. Wer bereits investiert ist, freut sich über die Kurs­gewinne, klar. Alle, die neu einsteigen wollen, fragen sich allerdings, ob sie nun damit auf die nächste Korrektur warten müssen – damit es billiger wird. Viele fürchten ohnehin, dass es nach fulminanten Anstiegen erst einmal wieder runter geht.

Tipp: Wer bei Höchst­ständen Angst hat einzusteigen, kann sein Geld in Tranchen aufteilen und scheibchen­weise investieren. Allerdings war „All-in“ in den meisten Fällen besser, wie unser Beitrag Der richtige Einstiegszeitpunkt zeigt.

Tages­aktuell: Was an den Aktienmärkten passiert

Wenn Sie diesen Artikel voll­ständig frei­schalten, haben Sie Zugriff auf Charts und Tabellen zu den Entwick­lungen der wichtigsten Börsen­barometer rund um die Welt. Wir aktualisieren die Auswertungen täglich mit einem Börsentag Zeit­versatz.

Tipp: In unserem Beitrag Wie Sie Ihr Depot am besten aufstellen finden Sie Ratschläge, wie Sie Ihre Geld­anlage krisen­fest machen können.

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Märkte im Plus

Der Dax legte schon im Juli eine gute Performance hin. Allein in diesem Monat machte er 2,5 Prozent plus. Im laufenden Jahr steht ein Plus von 7,5 Prozent zu Buche. Zum Vergleich: Der Welt­aktienmarkt verzeichnet seit Jahres­beginn ein Plus von rund 16 Prozent, die europäischen Börsen legten um 14,3 Prozent zu. Die Schwellenmärkte stiegen um knapp 24 Prozent. Über die Entwick­lungen des laufenden Jahres informieren wir Sie tages­aktuell auf der Start­seite unseres Fondsfinders.

Der Gold­preis war nach seinem Rekord­hoch vom Januar zwischen­zeitlich unter die 4 000-Dollar-Marke gefallen. Mitt­lerweile steigt er wieder. Auf Jahres­sicht steht für das Edel­metall ein Plus von knapp 34 Prozent zu Buche. Mehr unter Wie umgehen mit dem Auf und Ab bei Gold. Der folgende Chart zeigt tages­aktuell die Wert­entwick­lung bis zum Vortag.

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Zinsen bei EZB und Fed unver­ändert

Die Zinsen sowohl für zweijäh­rige als auch zehnjäh­rige Bundes­anleihen bewegen sich seit­wärts, ähnliches gilt für die Zinsen der amerikanischen Staats­anleihen. Sowohl die Europäische Zentral­bank (EZB) als auch die amerikanische Noten­bank Fed ließen die Zinsen in ihren jüngsten Sitzungen unver­ändert.

Tipp: Mehr zur Investition in Anleihen lesen Sie im Beitrag Mit dem Bund auf Nummer Sicher.

Die folgende Grafik zeigt die Entwick­lung der Zinsen für deutsche und amerikanische Staats­anleihen.

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Wie Gold und Bitcoin reagieren

Während sich Gold wieder erholt, schwächelt der Bitcoin weiterhin. Im April und Mai ging es noch nach oben, doch nun hat die Kryptowährung diese zwischen­zeitlichen Gewinne wieder abge­geben. Ihr Preis liegt deutlich unter dem Wert vom 7. November 2024, kurz nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten.

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US-Dollar zuletzt gestiegen

Der Wert des Dollar gegen­über dem Euro hat sich stabilisiert. Vor einem Jahr war der Kurs ähnlich hoch wie heute.

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Jubel oder Trübsal: Wie Sie mit Geld­anlagen umgehen sollten

Fulminante Anstiege gehören zum Aktienmarkt genauso dazu wie Crashs und Korrekturen. Wegen der Schwankungen empfiehlt die Stiftung Warentest Aktien nur für die lang­fristige Geld­anlage – also über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren, besser 15 oder 20 Jahre. In Zeiten starker Kurs­rück­gänge ist es trotzdem nicht einfach, die Nerven zu behalten. Daher der Tipp: Stellen Sie sich bereits in guten Zeiten passend auf. Das sollten Sie tun:

  • Über­prüfen Sie Ihre Risiko-Einschät­zung: Viele Anle­gerinnen und Anleger, die in den vergangenen Jahren erst­mals in ETF oder Fonds investiert haben, haben noch keine anhaltend schlechte Börsen­phase erlebt. Wenn Sie angesichts von Korrekturen in Ihrem Depot zu dem Schluss kommen, dass Sie mit einem Aktien­anteil von 50 oder 75 Prozent auf Dauer nicht ruhig schlafen können, sollten Sie den Anteil verringern. Für ein vorsichtig aufgestelltes Depot empfiehlt die Stiftung Warentest einen Aktien­anteil von 25 Prozent.

Tipp: Im Beitrag Wie Sie Ihr Depot jetzt ausbalancieren erfahren Sie, wie Sie sich selbst und Ihren Risiko­typ am besten einschätzen können.

  • Kurs­rallye: Wenn es mit den Kursen nach oben geht, bewahren Sie auch dann die Ruhe. Stocken Sie keinesfalls in euphorischer Stimmung Ihren Aktien­anteil immer weiter auf, sondern halten Sie an Ihrer ursprüng­lich gewählten Depot­mischung fest.
  • Kurs­rutsch: Wenn die Kurse fallen, sollten Sie ruhig bleiben und nicht panisch in fallende Kurse hinein verkaufen. Eine Aktien­anlage ist ein lang­fristiges Investment.
  • ETF-Sparpläne: Lassen Sie Ihre Sparpläne mit dem vereinbarten Beitrag weiterlaufen. Für das gleiche Geld bekommen Sie nach Korrekturen mehr ETF-Anteile. Damit sind Sie in einer guten Position, um später von einer Erholung der Börsen zu profitieren.
  • Pantoffel-Portfolio: Wenn Sie ein Pantoffel-Portfolio haben, dann können Sie es laufen lassen. Achten Sie darauf, dass sich die Aufteilung nicht verschiebt. Wird durch den Kurs­rutsch der Aktien der Anteil an sicheren Anlagen zu groß, nutzen Sie die Gelegenheit, um günstig Aktien-ETF nach­zukaufen.

Tipp: In unserer aktuellen Analyse Fünf Fallen der Geldanlage – und wie Sie sie vermeiden zeigen wir Ihnen die häufigsten Fehler, die einer gut gestreuten Geld­anlage im Weg stehen – und wie man am besten damit umgeht.

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