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Einbruchschutz: Haus und Wohnung sorgenfrei allein lassen

Дата публикации: 29-05-2026 23:01:10

Guter Einbruch­schutz kann Einbrüche oft verhindern. Die Stiftung Warentest gibt Tipps für die Sicherheit des Zuhauses, falls Sie länger abwesend sind.

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„Wohnungs­einbruch­diebstahl“ – so nennt es die Polizei, wenn Wohnungen und Häuser aufgebrochen und ausgeraubt werden. 2025 ist die Zahl der Einbrüche bundes­weit weiter gestiegen – um 5,7 Prozent auf insgesamt 82 920 Fälle. Auch Einbruchs­versuche zählen in der Statistik mit.

Während der Corona-Pandemie hatten die Ordnungs­hüter einen deutlichen Rück­gang an Einbrüchen und Einbruchs­versuchen verzeichnet. Homeoffice, geschlossene Restaurants und Reise­beschränkungen führten dazu, dass viel mehr Menschen sich über­wiegend in ihren eigenen vier Wänden aufhielten. Da Einbrecher am liebsten zuschlagen, wenn niemand zu Hause ist, hatten sie plötzlich deutlich weniger Angriffs­ziele als zuvor. Seit 2022 steigen die Fall­zahlen für Wohnungs­einbrüche wieder kontinuierlich an. Das Vor-Corona-Niveau haben sie aber noch nicht wieder erreicht.

Einbruch­schutz bei Fens­tern und Türen

Ein erhöhtes Risiko für Einbrüche besteht in der Urlaubs­zeit und bei sons­tigen Abwesenheiten. Die meisten Einbrüche finden übrigens in der dunklen Jahres­zeit statt. Dezember ist der Monat mit der höchsten Anzahl.

Jeder zweite Einbruchs­versuch scheitert laut Statistik. Ob ein Einbruch gelingt, hängt in hohem Maße davon ab, wie gut ein Objekt gesichert ist. Experten sagen, dass Einbrechende oft nur rund fünf Minuten lang versuchen, in ein Haus oder eine Wohnung zu kommen. Haben sie es bis dahin nicht geschafft, ziehen sie wieder ab.

Der Schutz von Türen und Fens­tern lässt sich oft verbessern, wenn nachgerüstet wird. Unser Test von Fenster- und Türsicherungen aus dem Jahr 2025 zeigt Produkte, die sehr guten und guten Einbruch­schutz bieten. Identifiziert haben wir auch die Sicherungen, die Einbruchs­versuchen wenig entgegen­setzen können.

Die Abreise: Unauffäl­lig und schnell

Ein wichtiger Tipp ist einfach: „Urlauber sollten so wenig Aufsehen wie möglich von ihrer Abreise machen. Grundsätzlich gilt: Keine herzzer­reißenden Abschieds­szenen bei der Abfahrt!“, erklärt Carolin Hack­emack, Geschäfts­führerin der Polizei-Initiative Zuhause sicher. Auch sinn­voll: Packen drinnen im Haus oder in der Miet­wohnung erledigen, so dass das Losgehen oder das Einräumen ins Auto schnell vonstatten gehen kann.

Haus absichern

Bei der Abwehr von Einbrüchen helfen weitere einfache Verhaltens­maßregeln: Kein Fenster offen lassen, alle Türen nach außen voll­ständig abschließen und verriegeln, auch Keller-, Dachboden- und Garagen­zugänge. Diese Regel sollte übrigens nicht nur in der Urlaubs­zeit beherzigt werden, sondern auch, wenn man für einen kürzeren Zeitraum seine Miet- oder Eigentums­wohnung oder sein Haus verlässt.

Da Kriminelle bewohnte Häuser meiden, ist es sinn­voll, Anwesenheit zu simulieren, wenn man länger unterwegs ist. Dauerhaft herunter­gelassene Jalousien und ein vor sich hin dorrender Garten signalisieren: Hier ist niemand daheim. Das wirkt einladend.

Tricks und Technik können Einbrecher täuschen

Sinn­voll ist es, Nach­barn oder Freunde zu bitten, auf Haus und Wohnung zu achten, den Brief­kasten zu leeren, die Blumen zu gießen und ab und an die Rollos hoch­zuziehen. Auch ein Nach­bar­auto, das in der Einfahrt parkt, kann potenzielle Einbrecher verwirren.

Lohnen kann sich außerdem der Einsatz spezieller Technik:

  • Zeit­schalt­uhren, die Licht oder Jalousien an- und ausknipsen, helfen dabei, ein bewohntes Heim vorzug­aukeln.
  • Fernsehsimulatoren, die einen bunten Licht­schein nach außen dringen lassen, sind bereits für wenige Euro erhältlich.
  • So genannte elektronische Wachhunde sind Laut­sprecher, die mit einem Bewegungs­melder ausgestattet sind. Sie funk­tionieren hinter geschlossenen Türen und Fens­tern. Wird eine Bewegung inner­halb der Reich­weite eines Radarsensors erkannt, ertönt aus dem Laut­sprecher Gebell.
  • Bewegungs­melder tauchen Gärten und unbe­lebte Ecken in Licht, wenn sich ein Mensch oder auch ein Tier dem Haus nähert.
Abschre­ckung mit Über­wachungs­kamera

Eine stark abschre­ckende Wirkung haben Überwachungskameras. Die Geräte können außerdem dabei helfen, im Nach­hinein Einbrüche aufzuklären. Das Angebot wächst hier stetig. Es gibt Hightech-Varianten, die Teil eines Smarthome-Systems sind und im Abo mit einem Cloud-Dienst vertrieben werden. Es gibt aber auch ganz schlichte Exemplare. Selbst eine preisgüns­tige Kamera-Attrappe hält Einbrecher oftmals ab.

Achtung: Wer eine Video­kamera vor seinem Haus­eingang oder irgendwo am Haus installieren möchte, sollte sich vorab mit den recht­lichen Vorgaben auseinander­setzen. Was hier wichtig ist, erklären wir in unserem FAQ Videoüberwachung.

Hausrat-Versicherer zahlten Rekord­summe

Im Jahr 2025 lag die Schadens­höhe, die durch Einbrüche entstand, laut einer Schät­zung des Gesamt­verbands der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft bei 550 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine Steigerung um 20 Millionen. Der Schadens­durch­schnitt erhöhte sich von 1 982 Euro auf 2 172 Euro.

Tipp: Hausrat­versicherungen schützen vor den finanziellen Folgen, wenn Haustüren aufgebrochen, Wohnungen verwüstet werden und Fahr­räder wegkommen. Doch nicht jeder Tarif bietet für alle Fälle umfassenden Schutz. Mit unserem Versicherungsvergleich Hausratversicherung können Sie leicht ermitteln, welcher Tarif perfekt zu Ihnen, Ihrem Hausrat und Ihrer Wohnungs­größe passt – und wenig kostet.

Aufpassen, was man preisgibt

Auf keinen Fall sollten Zettel an der Haustür angebracht werden, dass etwa Pakete die nächsten zwei Wochen bei den Nach­barn abge­geben werden können. Auch Abwesen­heits­nach­richten auf dem Anruf­beant­worter können gefähr­lich sein. Es ist ratsam, dort nur mitzuteilen, dass man im Moment nicht ans Telefon gehen kann.

Posten Sie Urlaubs­fotos und Statusmeldungen à la „Ich bin dann mal weg“ in sozialen Medien nur, wenn die Adressaten ausschließ­lich enge Freunde sind. Das bedeutet: Schreiben Sie Grüße nicht öffent­lich! Bei jedem Beitrag, den Sie etwa bei Facebook verfassen, wird auch angegeben, ob dieser „Öffent­lich“ oder an „Freunde“ gepostet wird. Einfach auf den jeweiligen Button klicken oder tippen und fest­legen, wer den Text oder das Bild sehen darf.

Abwesen­heits­notiz oder nicht?

Abwesen­heits­notizen für den E-Mail-Account lassen sich in der Regel bei Mailanbietern kostenlos einrichten: Jede E-Mail wird auto­matisch beant­wortet. Absende­rinnen und Absender erfahren dann, dass man aktuell nicht erreich­bar ist, aber in zwei Wochen wieder am Arbeits­platz sitzt. Ob solche Abwesen­heits­notizen gefähr­lich sind, hängt davon ab, ob es sich um eine private oder um eine geschäftliche E-Mail-Adresse handelt.

Selbst­ständige geraten leichter ins Visier

Es ist eher unwahr­scheinlich, dass Verbrecher sämtliche Geschäfts­mail­adressen anschreiben, um eine Abwesen­heits­notiz zu finden. Zudem ist es für Kriminelle meist nicht einfach, die Privat­adresse der jeweiligen Person zu ermitteln. Für Selbst­ständige, die von zu Hause aus arbeiten, ist es dagegen ratsam, auf Abwesen­heits­notizen zu verzichten und lieber hin und wieder im Urlaub die Mails abzu­rufen.

Sonderfall Beerdigungen

Einbruch bei Abwesenheit, das gibt es nicht nur, wenn man im Urlaub ist. Selbst Beerdigungen werden von Kriminellen teils dazu genutzt, um ein Haus auszuräumen. Dazu durch­forsten Verbrecher Todes­anzeigen. Stehen dort sowohl der Beerdigungs­termin als auch eine Privat­adresse für die Kondolenz­post, haben sie leichtes Spiel. Es empfiehlt sich, für Beileids­schreiben nur die Adresse des Bestatters anzu­geben. Auf Nummer sicher geht auch, wer Freunde oder Nach­barn bittet, während einer Beerdigung auf das eigene Haus zu achten.

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