Ob Rekordhitze oder Dauerfrost: Allwetter-Pneus sollen in jeder Lage zurechtkommen. Der ADAC hat 16 Modelle für Kleinwagen getestet. Fünf sind nicht wintertauglich.
Die Nachfrage nach Reifen, die auf 50 Grad heißem Asphalt im Sommer ebenso so gut und sicher rollen wie bei Eis, Schnee oder Starkregen, hält an. Der Markt für Ganzjahresreifen wächst laut dem Bundesverband Reifenhandel als einziger im privaten KfZ-Segment. Viele ersparen sich so die zwei Reifenwechsel im Jahr.
Kleine Klasse, großer BedarfDoch fahren sie auch sicher und passt wirklich einer für alles? Um das herauszufinden, hat der ADAC erneut 16 Ganzjahresreifen getestet, dieses Mal in der Größe 185/65 R15 88H. Die ist weit verbreitet, rollt auf ihr doch eine Vielzahl von Modellen aus der Kleinwagen- sowie der unteren Mittelklasse. Dazu zählen etwa Audi A1, Hyundai i20, Dacia Sandero, Škoda Fabia oder Opel Corsa.
Testsieger Continental überzeugtAls einziger Reifen erzielt der Continental AllSeasonContact 2 ein gutes Gesamturteil. Ab 81 Euro zu haben, überzeugt er die Tester vor allem bei der Fahrsicherheit in allen Straßenlagen, zu allen Jahreszeiten. Seine Laufleistung von 41.300 Kilometer, dürfte aber höher sein. Er verpasst daher knapp eine gute Note in der Umweltbilanz. Dennoch ist er laut ADAC eine klare Kaufempfehlung.
Michelin rollt am längstenDahinter folgen mit einer Gesamtnote von 2,6 der Pirelli Cinturato All Season SF 3 (ab 86 Euro) sowie der Michelin CrossClimate 2 (ab 90 Euro). Der Pirelli hat bei Winterverhältnissen einen schlechteren Grip, der Michelin auf nasser Fahrbahn. Aber was Reifenabrieb und Laufleistung angeht, liegen beide vor dem Testsieger. Der Michelin erzielt in der Umweltbilanz sogar den besten Wert im Test.
Fünf Mal Zweifel an der WintertauglichkeitVon fünf Modellen rät der ADAC ganz ab und vergibt die Note Mangelhaft:
Diese Reifen hätten vor allem bei Schnee, Matsch und Glätte erhebliche Schwächen, sodass die Tester „ein dickes Fragezeichen hinter der Wintertauglichkeit“ setzen. Und das obwohl sie laut ADAC allesamt das sogenannte Alpine-Symbol trügen, das sie offiziell als Winterreifen deklariert. Das Berg-Piktogramm mit Schneeflocke findet sich an der Seite des Reifens und ist für den Versicherungsfall wichtig.
Autoversicherung: Wechseln kann sparen
Vergleichen lohnt sich. Bei Autoversicherungen gibt es große Unterschiede in puncto Preis und Leistungsumfang. Es lohnt sich deshalb immer mal wieder, die eigene Police mit anderen Tarifen zu vergleichen und gegebenenfalls den Tarif zu wechseln.
161 Tarife im Vergleich. Die Stiftung Warentest hat 161 Tarife verglichen. Wir haben die Prämienniveaus für Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoschutz ermittelt – und das für je drei Altersgruppen. Mit unserem Online-Rechner können Sie Ihren individuellen Tarif vergleichen.
Bis Ende November kündigen. Die meisten Autoversicherungsverträge laufen bis zum Jahresende. Die ordentliche Kündigungsfrist beträgt einen Monat zum Versicherungsjahresende. Die Kündigung muss also bis zum 30. November beim Versicherer sein. Ausnahme: Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn der Beitrag steigt. Dann läuft die Frist vier Wochen ab Zugang der Rechnung.
Die Laufleistungen aller Modelle im Testfeld sind nicht berauschend. Die Reifen von Milever etwa, sind schon nach 32.400 Kilometern abgefahren. Da die Deutschen ihre Autos im Durchschnitt knapp 13.000 Kilometer im Jahr fahren, halten die Pneus also nicht mal drei Jahre.
Bridgestone: nicht mehr Stand der TechnikWas den Prüfern vom ADAC im Vergleich zu vorherigen Ganzjahresreifentests auffiel: In dieser kleinen, massenhaft eingesetzten Reifengröße bieten nicht alle Anbieter ihre neueste Technologie an. So ist bei Bridgestone nur der mangelhafte Weather Control A005-Evo verfügbar, während für die Kompaktklasse längst sein Nachfolger Turanza All Season 6 angeboten wird. Der schnitt im Test Ganzjahresreifen von 2025 für die Reifengröße 225/45 R 17 mit einem guten Befriedigend ab – und nicht wie der Weather Control A005-Evo nur mangelhaft.
Die Guten der nächsten DimensionIn dieser vom ADAC 2025 getesteten Reifengröße (fährt etwa mit VW Golf, Mercedes A-Klasse oder Peugeot 308) gibt es vier Gute. Zwei Modelle für jeweils 135 Euro das Stück liegen gleichauf vorn: Continental AllSeasonContact 2 und Goodyear Vector 4Seasons Gen-3. Der Continental bremst besser, aber sein Profil reibt sich schneller ab. Der Goodyear überzeugt mit einer langen Laufleistung von 68 000 Kilometern, bremst auf nasser Fahrbahn aber nur mittelmäßig. Gerade noch gut absolvierten der Pirelli Cinturato All Season SF3 (127 Euro) und Bridgestone Turanza All Season 6 (126 Euro) die Prüfungen.
All-Terrain-Reifen im Test 2025: Für Camper, SUVs und Pick-ups
Bereit fürs Gelände. All-Terrain-Reifen zeichnen sich durch ein grobstolliges Profil aus. Für die Straße waren sie nicht optimal. © ADAC
All-Terrain-Reifen sind angesagt – besonders bei Campern und SUV-Fahrern. Mit ihrem grobstolligen Profil sehen sie nach Abenteuer aus und sollen sowohl auf als auch abseits der Straße gut greifen. Doch der ADAC-Test aus dem Frühjahr 2025 zeigt: Für den Alltag sind sie nur bedingt geeignet. Die Tester prüften acht Modelle der Dimension 225/65 R17 mit Schneeflockensymbol. Keiner von ihnen schnitt gut ab.
Hauptproblem: Auf nassem Asphalt war der Bremsweg vieler AT-Reifen deutlich länger als der normaler Pkw-Ganzjahresreifen. Manche Modelle griffen immerhin auf Schotter gut – das nützt aber wenig, wenn man sie meistens auf befestigten Straßen fährt.
Selbst das Anfahren auf nasser Wiese gelang mit AT-Reifen nicht besser als mit dem guten Ganzjahresreifen. Entscheidend sei nicht das Profil, sondern ob das Auto Allradantrieb hat, so die Tester.
Fazit: Gute Ganzjahresreifen sind die bessere Wahl. AT-Reifen lohnen sich nur für Offroader mit Allradantrieb – und selbst dann nur ausgewählte Modelle.
Ganzjahresreifen im Test 2024: Für die KompaktklasseFür den Reifentest 2024 nahm sich der ADAC 16 Modelle der Größe 205/55 R16 vor. Das ist die Dimension mit der größten Nachfrage. Sie ist für viele Modelle der Kompaktklasse zugelassen. Das sind zum Beispiel Autos von der Mercedes A-Klasse über den Mini bis zum VW Golf und vom Mazda 3 bis zum Škoda Octavia oder VW Passat.
Die Generalisten bremsen nicht so gutDie Allwetterreifen prüfte der ADAC nach den gleichen Maßstäben wie ihre Konkurrenz, die Sommerreifen und Winterreifen. Im Schnitt sind die Spezialisten den Generalisten überlegen: Sommerreifen bremsen besser auf trockener und nasser Fahrbahn als Reifen für jede Witterung. Und Winterreifen fahren besser auf Eis und Schnee als die Ganzjahres-Konkurrenz. Das ist auch kein Wunder: Schließlich muss die Gummimischung der Ganzjahresreifen auch ganzjährig funktionieren und Asphalttemperaturen abkönnen, die von sehr kalt bis sommerlich reichen.
Der Unterschied zwischen den einzelnen Modellen ist jedoch in allen drei Segmenten groß. Ein befriedigender Allwetterreifen ist daher allemal besser als ein mangelhafter Sommer- oder Winterreifen. Und die gute Nachricht lautet: Im letzten Test war sogar ein guter Generalist dabei.
Der erste gute AllwetterreifenIm Test 2024 fand der ADAC zum ersten Mal einen Allwetterreifen, der insgesamt mit Gut abschnitt: der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3. Er kostet 120 Euro. Im Prüfpunkt Fahrsicherheit erzielte er die Note Befriedigend (2,7). Beim Bremsen auf Schnee und Eis konnte er durchaus mit Winterreifen mithalten. Auf trockener Straße von 100 km/h auf null brauchte der Goodyear jedoch 43 Meter, die besten Sommerreifen im Test dagegen nur gut 35 bis 38 Meter. Das ist ein deutlicher Unterschied.
In puncto Umweltbilanz erreichte der Goodyear die Note Gut (1,8) – mit einer glatten Eins für die Laufleistung und guten Noten für den Reifenabrieb und die Effizienz.
Sicherheit gegen LaufleistungDer sicherste Ganzjahresreifen, der Pirelli Cinturato All Season SF2 (114 Euro pro Pneu), steht auf trockener Bahn von 100 auf null schon nach 40,4 Metern. Auch auf nassem Asphalt und Beton von 80 km/h runter hält ein Auto mit den Pirellis schon nach gut 33 (Asphalt) beziehungsweis 37 Metern (Beton). Der Goodyear braucht hier 1,5 bis 2,5 Meter mehr. Die besten Sommerreifen brauchen zwischen 28,5 und 36 Meter. Der Pirelli wäre beim Bremsen also in einer Liga mit guten Sommerreifen.
Allerdings erkauft sich der Fahrer eines Pirelli Cinturato die gute Fahrsicherheit mit einer sehr geringen Laufleistung von 33 000 Kilometern. Deshalb erhält der Pirelli insgesamt nur ein Befriedigend. Zum Vergleich: Der Testsieger von Goodyear schafft 60 700 km, wie die besten Sommer- und Winterreifen in dieser Disziplin. Der Pirelli ist also höchstens eine gute Wahl für Wenigfahrer.
Befriedigende Reifen gibts schon ab 89 EuroEtwas schlechter in der Fahrsicherheit, aber recht gut in der Umweltbilanz sind zwei befriedigende Modelle aus dem Test 2024. Der Hankook Kinergy 4S² (98 Euro) und der Michelin CrossClimate 2 (131 Euro). Sie haben hier und da Schwächen. Der Hankook bietet etwa auf nasser Straße nur mittelmäßige Fahrsicherheit, der Michelin mit 44 000 km eine recht kurze Laufleistung (Hankook: 51 500 km).
Für Preisbewusste könnte noch der Kumho Solus 4S HA32+ infrage kommen. Er kostet 89 Euro pro Stück. Er zeigt insgesamt befriedigende Bremsleistungen: Auf trockener Straße mit 44 Metern bis zum Stand wenig beeindruckend, kann er auf nasser Straße mit den Besten mithalten. Und seine Laufleistung beträgt respektable 50 600 km.
Geräusch okay und Kraftstoffverbrauch gutDie Allwetterreifen rollten etwa so laut wie ihre Sommerreifen-Kollegen und etwas leiser als die Winterreifen im ADAC-Test. Der Rollwiderstand und damit der Kraftstoffverbrauch lag für einen Kompaktwagen mit den besten Ganzjahresreifen bei etwa 5,4 Litern auf 100 Kilometern – etwa 0,3 Liter niedriger als mit den Sommer- und Winterreifen.
Zwei Mangelhafte mit großen SchwächenDie beiden mangelhaften Pneus im Test sind typische Schein-Schnäppchen. Der Infinity Ecofour kostet 81 Euro, der Kenda Kenetica 4S nur 78 Euro. Aber in den Bremsdisziplinen auf trockener und nasser Bahn brauchen sie fünf beziehungsweise sechs Meter mehr bis zum Halt als die besseren im Test.
Kenda-Fahrer sind zudem weitgehend hilflos im Schnee, und mit dem Infinity setzt schon unter 70 km/h merkliches Aquaplaning ein – mit den besseren im Test ist das erst ab mehr als 80 Stundenkilometern der Fall. Zum Sicherheits-Manko kommen dann auch nochwenig überzeugende Laufleistungen von nur etwa 44 000 km.
Test Ganzjahresreifen des ADAC (mit Ergebnissen der Tests Allwetterreifen 2024 und 2020)
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Sommerreifen im Test: Die besten Sommerreifen aus den ADAC-Tests | 0 | 16.71 | 27-02-2026 |
| 2 | "Сравни": около 40% водителей откладывают смену летней резины до конца октября | 0 | 0 | 16-10-2025 |
| 3 | Cómo afecta el calor a los neumáticos y qué hacer para conducir con seguridad en verano | 0 | 5.23 | 04-08-2026 |
| 4 | ЦОДД рекомендует водителям личного автотранспорта не ездить на летней резине | 0 | 0 | 14-11-2018 |
| 5 | "Ъ": "Росасфальт" предлагает штрафовать за шипованные шины летом | 0 | 0 | 15-06-2021 |
| 6 | Der Renault Twingo EV im Test: Warum der Retro-Stromer die China-Konkurrenz alt aussehen lässt | 0 | 16.72 | 04-08-2026 |
| 7 | Автомобилистам Москвы рекомендуют поменять летнюю резину на зимнюю | 0 | 0 | 07-11-2025 |
| 8 | ГАИ Москвы призывает автовладельцев поменять резину на зимнюю из-за заморозков | 0 | 0 | 08-11-2021 |
| 9 | Kia schlägt Tesla: Überraschender Akku-Sieger im Test | 0 | 20.34 | 22-07-2026 |
| 10 | Privathaftpflichtversicherung im Test (6/2026): Alle Testergebnisse im Überblick | 0 | 14.91 | 19-05-2026 |