Sollte KI nicht Arbeitszeit ersparen? Erste Studien zeigen, dass teils das Gegenteil der Fall ist. Woran das liegt – und wie viel mehr oder weniger Sie womöglich bald arbeiten.

KI: Wie viel Wissensarbeit lässt sich auslagern und was spart das an Zeit? Foto: GettyImages/Google BananaPro/Haluka Maier-Borst
Die Realität ist in den meisten Fällen jedoch eine andere. Viele Arbeitnehmer spüren statt weniger sogar mehr Belastung durch KI.
Wei Jiang, Wirtschaftsprofessorin an der Emory Universität in Atlanta, USA, hat sich über diesen Widerspruch gewundert – zwischen den großen Produktivitätsversprechen der KI einerseits und ihrer eigenen, erlebten Realität andererseits.
Wir selbst sind ‚immer on‘ auf der Arbeit, und zugleich sagen wir, KI macht uns arbeitslos. Wie kann das sein? Wei JiangÖkonomieprofessorin
Zusammen mit Forschern mehrerer anderer Universitäten hat Jiang darum untersucht, inwiefern KI wirklich den Arbeitsalltag verändert – und vor allem das Arbeitspensum der Beschäftigten. Die Forscher konnten anhand von Daten der American Time Use Survey (Atus) zeigen, dass in den USA die Arbeitszeiten im Schnitt zu- anstatt abnehmen.
Das Handelsblatt hat basierend auf diesen Forschungsergebnissen sowie mithilfe von Daten aus der deutschen Arbeitszeitstatistik einen Rechner erstellt, der Ihnen anhand verschiedener Kriterien Ihre eigene Arbeitszeit für 2027 prognostizieren soll.