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In Italien drohen bis zu 200 Euro Bußgeld - Küstenwache macht Jagd auf Strand-Blockierer

Дата публикации: 09-08-2026 05:44:12

Italien kassiert Strandgäste ab, die nachts Plätze mit Schirmen reservieren.

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In Italien drohen bis zu 200 Euro Bußgeld: Küstenwache macht Jagd auf Strand-Blockierer

Sich einen Strandplatz zu „reservieren“, indem man den Sonnenschirm über Nacht im Sand stehenlässt, kann in Italien teuer werden (Symboldbild)

09.08.2026 - 07:44 Uhr

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Wer kennt es nicht: Frühmorgens an den Strand, Handtuch raus, Sonnenschirm auf – und schon gehört einem das beste Plätzchen am Meer. In Italien sieht das derzeit anders aus. Hier lassen Urlauber Sonnenschirme, Liegen und Klappstühle einfach über Nacht am Strand stehen. So wollen sie sich am nächsten Morgen ihren Lieblingsplatz direkt am Wasser sichern. Die Italiener haben für diese Strand-Trickser sogar einen eigenen Namen: „Furbetti dell’Ombrellone“ – die „Sonnenschirm-Schlitzohren“.

Grund für den nächtlichen Platzkampf dürfte auch der Preis sein. Denn wer sich an einem privaten Strandbad, einem sogenannten „Stabilimento balneare“, unter einen Sonnenschirm legen möchte, muss dafür ordentlich bezahlen. In Alassio an der ligurischen Küste kostet ein Sonnenschirm mit zwei Liegen in der ersten Reihe im Schnitt 340 Euro für eine Woche. Im günstigeren Lignano Sabbiadoro sind es für die gleiche Ausstattung rund 164 Euro pro Woche. In der Hochsaison kann es in beliebten Küstenorten sogar noch teurer werden. Da klingt der kostenlose Strand natürlich verlockend. Und der Sonnenschirm vom Vorabend soll dabei helfen.

Behörden machen Jagd auf die Strand-Blockierer

Vor allem an frei zugänglichen Stränden wird die Unsitte allerdings zum Ärgernis. Inzwischen gehen die italienischen Küstenbehörden gezielt gegen die nächtlichen Platz-Blockierer vor. Ihr Ziel: Urlauber, die ihre Strandutensilien bereits am Abend zuvor aufgestellt hatten. Diese Form der „Platzreservierung“ an freien Stränden sei illegal, betont die Küstenwache. Appelle an die Vernunft der Badegäste seien wirkungslos gewesen.

Die Bilanz etwa an den Stränden von Marina di Peschici in Apulien: Rund 180 Sonnenschirme, dazu Dutzende Liegen, mehr als 200 Heringe und sogar ein Campingzelt, berichtet „Gazzettah24“. Und wer erwischt wird, sollte besser nicht auf einen kleinen Denkzettel hoffen: Es drohen Geldstrafen von bis zu 200 Euro. Damit kann der vermeintliche Gratis-Strandplatz schnell zum Luxus-Platz werden. Im Wiederholungsfall droht sogar eine Anzeige wegen illegaler Besetzung öffentlichen Staatsgrunds.

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Es geht um die beste Position am Meer

Danilo Ruggiero von der Organisation Mare Libero, die sich für den freien Zugang zu Stränden einsetzt, sieht hinter dem Verhalten gleich mehrere Gründe. „Das ist inzwischen zu einer Gewohnheit geworden“, sagt er. Viele Urlauber wollen Sonnenschirm, Stühle und anderes Equipment einfach nicht jeden Tag durch die Hitze schleppen. Doch Ruggiero sieht auch ein anderes Motiv: „Es gibt auch die Tendenz, sich die beste Position am Meer zu sichern.“ Doch: Wer seinen Sonnenschirm schon am Vorabend in den Sand rammt, hat zwar morgens den besten Blick aufs Meer – aber möglicherweise auch bald Ärger mit den Behörden.

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