Es geht um einen Machtkampf. Donald-Trump-Biograf Michael Wolff enthüllt, welche Rolle die 35-jährige Assistentin Natalie Harp im Leben des US-Präsidenten spielt – und warum Melania kaum noch im Weißen Haus gesehen wird.
Im Weißen Haus tobt angeblich ein stiller Kampf um die "wichtigste Ressource der Welt": die Aufmerksamkeit von Donald Trump. Auf der einen Seite steht First Lady Melania Trump, auf der anderen seine 35-jährige Assistentin Natalie Harp - und laut Trump-Biograf Michael Wolff zieht die Ehefrau dabei den Kürzeren.
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Melania Trump zieht sich aus dem Leben von Donald Trump zurückIn seinem Substack-Newsletter "Howl" zeichnet Michael Wolff das Bild einer Präsidentengattin, die sich angeblich zunehmend aus dem Leben von Donald Trump zurückzieht, weil dessen Mitarbeiterin praktisch jeden Raum an seiner Seite besetzt hält. Harps nahezu permanente Präsenz und Melania Trumps auffällige Abwesenheit - sowohl während des Wahlkampfs 2024 als auch seit der Rückkehr ins Weiße Haus - seien dabei laut Wolff zwei Seiten derselben Medaille.
Wie eng die Bindung zwischen Harp und dem US-Präsidenten tatsächlich ist, zeigen Details aus der Wahlkampfzeit. Als Trump seinen Wahlkampfbetrieb 2023 von Palm Beach in seinen Golfclub in Bedminster verlegte, war für Harp dort eigentlich kein Zimmer vorgesehen. Das hielt sie jedoch nicht auf: Zunächst richtete sie sich laut Wolff in den Personalunterkünften ein provisorisches Bett ein, bevor sie noch näher an Trump herankam, indem sie kurzerhand in die Damenumkleide des Clubs umzog.
Doch Harp beließ es nicht bei räumlicher Nähe. Wie die "New York Times"-Reporter Maggie Haberman und Jonathan Swan in ihrem Buch "Regime Change" berichten, hinterließ sie dem Präsidenten wiederholt handschriftliche Briefe in seinen privaten Räumlichkeiten. Ein Trump-Mitarbeiter beschrieb das Verhältnis gegenüber Wolff als "christlich-devotionale Beziehung".
Für Melanias seltene Auftritte im Wahlkampf 2024 galt laut Wolff eine einfache Regel: Die First Lady erschien nur, wenn Harp nicht in der Nähe war. Da die Assistentin den US-Präsidenten jedoch praktisch nie verließ, blieb Melania dem Wahlkampf fast vollständig fern. Erst in der letzten Woche vor der Wahl zeigte sie sich an der Seite ihres Mannes - ihre Auftritte seien zuvor "sorgfältig ausgehandelt und choreografiert" gewesen, so Wolff.
Melania Trump hat "die Rolle der Ehefrau praktisch aufgegeben"Nach Trumps Rückkehr ins Oval Office verschärfte sich die Distanz weiter, erklärt Wolff: Melania zog offenbar gar nicht erst ins Weiße Haus ein, sondern soll sich stattdessen nach New York zurückgezogen haben. Abgesehen von zeremoniellen Anlässen und rein offiziellen Verpflichtungen sei sie dort kaum noch präsent.
Wolffs Fazit fällt unmissverständlich aus: Melania habe "die Rolle der Ehefrau praktisch aufgegeben", schreibt er. "Im praktischen Sinne gibt es keinen Platz mehr für sie." Was bleibt, sind zeremonielle Pflichttermine und offizielle Auftritte - das private Eheleben im Weißen Haus scheint an Harp übergegangen zu sein, zumindest was die ständige Begleitung des Präsidenten betrifft.
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rut/news.de