Die Grundsicherung muss das Existenzminimum sichern. Aber sie darf nicht den Eindruck erwecken, der Staat finanziere dauerhafte Verweigerung ohne Konsequenzen, meint unser Autor.
Meinung | Saarbrücken · Die Grundsicherung muss das Existenzminimum sichern. Aber sie darf nicht den Eindruck erwecken, der Staat finanziere dauerhafte Verweigerung ohne Konsequenzen, meint unser Autor.
Eine Kürzung der Grundsicherung, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert, darf angesichts der knappen Kassen nicht tabu sein. Es geht ja nicht nur um die 563 Euro Regelsatz. Darüber hinaus werden Wohnung, Heizkosten und Extras bezahlt: Das macht im Schnitt 1367 Euro pro Person. Da muss man ran und gegebenenfalls sanktionieren.
Kein Anspruch auf folgenlose Dauerleistung
Die Grundsicherung soll das Existenzminium sicherstellen, sie gewährt aber keinen Anspruch auf folgenlose Dauerleistungen. Wer arbeitsfähig ist, muss Termine wahrnehmen, Bewerbungen schreiben und zumutbare Arbeit annehmen. Wer das wiederholt grundlos verweigert, muss mit spürbaren Kürzungen rechnen. Das ist ein völlig legitimer Anspruch des Staats. Völlig falsch ist es daher, dass mit der Einführung der Grundsicherung frühere Vergehen der Leistungsempfänger gestrichen wurden. Was ist das denn für ein Signal an die arbeitende Bevölkerung, mit deren Geld die Grundsicherung bezahlt wird? Fehlverhalten eines Arbeitnehmers wird schließlich auch sanktioniert. Wer unverschuldet in Not geraten ist, bekommt Hilfe von der Gemeinschaft, klar. Wer arbeiten kann und es nicht tut, hat diese Solidarität nicht verdient. Nur wirklich Bedürftige sollen unterstützt werden.
Mitwirkungspflichten werden verletzt
Das muss auch kontrolliert werden. 2025 wurden im Saarland in 5798 Fällen Leistungen gekürzt, rund 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das belegt, dass Mitwirkungspflichten tatsächlich verletzt werden. Bei der Grundsicherung sollte die Debatte um die Entlastung der Sozialysteme aber nicht stehenbleiben. Überfällig ist die Abschaffung der von Söder durchgesetzten Mütterrente. Die bringt den Betroffenen gerade mal 20 Euro im Monat, kostet aber jedes Jahr Milliarden.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Pro & Contra: Schluss mit dem Nach-unten-Treten auf Bürgergeld-Empfänger! | 0 | 16.82 | 15-08-2026 |
| 2 | Sparmaßnahmen: Prien will Unterhaltsvorschuss nur bis zum 16. Geburtstag | -2 | 6 | 12-07-2026 |
| 3 | Германия режет соцвыплаты для украинцев и требует соглашаться на черновую работу | -5 | 6 | 02-07-2026 |
| 4 | Bemühungen melden: Ausbildungsplatzsuche kann Rentenansprüche sichern | 0 | 10.95 | 03-08-2026 |
| 5 | Eigenanteile steigen weiter: Pflege im Heim: Was tun, wenn das Geld ausgeht? | 0 | 6 | 14-07-2026 |
| 6 | Bild: в ФРГ хотят ужесточить санкции за отказ получателей пособий от работы | 0 | 0 | 31-08-2025 |
| 7 | Hartz IV, Bürgergeld, Grundsicherung - Der Mythos vom „faulen“ Arbeitslosen | 0 | 5 | 29-05-2026 |
| 8 | Grundsicherung: Koalition kürzt Schonvermögen | 0 | 5.85 | 09-06-2026 |
| 9 | Weil Menschen keine Engel sind: Die Bürgergeldregeln zu ändern, war richtig | 0 | 5 | 07-07-2026 |