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Catalyst GER kurbelt Transfer aus Geistes- und Sozialwissenschaften an

Дата публикации: 01-07-2026 12:26:36

Ein Katalysator für nachhaltigen Transfer und gesellschaftliche Impulse: Mit dem Pilotprojekt Catalyst GER unterstützt die Uni Kiel Forschende dabei, ihre Erkenntnisse aus den Geistes-, Erziehungs- und Sozialwissenschaften für die Gesellschaft nutzbar zu machen. 

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Ein Katalysator für nachhaltigen Transfer und gesellschaftliche Impulse: Mit dem Pilotprojekt Catalyst GER unterstützt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) Forschende dabei, ihre Erkenntnisse aus den Geistes-, Erziehungs- und Sozialwissenschaften für die Gesellschaft nutzbar zu machen. „Institutionelle Transferstrukturen werden bislang überwiegend aus der Perspektive der MINT-Fächer gedacht. Mit `Catalyst´ schaffen wir nun einen Raum, der gezielt auf die Transferlogiken und Bedarfe der Geistes-, Erziehungs- und Sozialwissenschaften zugeschnitten ist und von diesen aktiv mitgestaltet werden kann“, erklärt Dr. Stefan Magnussen vom Geschäftsbereich Transfer, der das Projekt an der CAU gemeinsam mit seiner Kollegin Felicitas Gärtner koordiniert.

Während der drei Projektphasen „Discover“, „Launch“ und „Validate“ stehen die Teilnehmenden in intensivem Austausch mit Expertinnen und Experten sowie mit Kolleginnen und Kollegen acht weiterer beteiligter Universitäten. In Workshops und individuellen Coachings entwickeln die Teilnehmenden Transferideen, denken ihre Vorhaben strategisch weiter und wagen schließlich neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. 

Von China-AGs über innere Konflikte bis hin zur Kinderverschickung

Von diesen Angeboten profitieren Forschende der Uni Kiel mit vielfältigen Projekten. Am Chinazentrum der CAU entwickelt Professorin Angelika Messner beispielsweise ein Zertifizierungsprogramm weiter, das Studierende und externe Interessierte qualifiziert, China-AGs an Schulen anzuleiten. Am Institut für Psychologie untersucht Professorin Anja Leue mit einem digital gestützten Fragebogenprojekt individuelle Unterschiede zu selbst-reflektiertem Monitoring in europäischen Stichproben. Im Rahmen von Catalyst GER lotet sie nun Kooperations- und Transfer-Optionen für ihr Vorhaben aus. Ebenso exemplarisch ist das interdisziplinäre Projekt REKURA, mit dem sich Peter Graeff, Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung beteiligt. REKURA befasst sich mit der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aufarbeitung der Kinderverschickung in BRD und DDR. 

An Catalyst GER empfindet REKURA-Initiator Graeff vor allem die Perspektiverweiterung als bereichernd. „Ich denke dort über Dinge nach, über die sich Forschende in den Geistes- und Sozialwissenschaften normalerweise wenig Gedanken machen. Zum Beispiel: Wer sind die Stakeholder unseres Projekts? Oder: Was sind die konkreten Outcomes?“, fasst der Soziologieprofessor zusammen.

Zielsetzung und gesellschaftliche Wirkung im Fokus

Auch wer – das humboldtsche Bildungsideal im Sinn – der Ökonomisierung von Forschung grundsätzlich skeptisch gegenüberstehe, könne sich der Realität in der aktuellen Zeit nicht verschließen, so Graeff weiter. Für sein Vorhaben sei durch die Teilnahme an Catalyst GER der Transfergedanke noch stärker in den Blickpunkt gerückt. „Wir machen deshalb jetzt kein Produkt aus unserer Forschung, um damit Geld zu verdienen. Aber wir haben uns intensiv mit Zielsetzung und gesellschaftlicher Wirkung unseres Projekts befasst: Wen können wir eigentlich mit welchen Ergebnissen versorgen?“, erläutert der Soziologie-Professor.

„Gesellschaftliche Relevanz als strukturelle Aufgabe“

Für den Forschungsdekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Müller, ein entscheidender Impuls: „Catalyst GER macht die gesellschaftliche Relevanz unserer Forschung nicht als Nebenprodukt, sondern als strukturelle Aufgabe sichtbar. Vorhaben wie das von Peter Graeff in der Soziologie, Anja Leue in der Psychologie oder Angelika Messner vom Chinazentrum zeigen, wie die Fächer Orientierungswissen für aktuelle gesellschaftliche, kulturelle und soziale Fragen bereitstellen.“

Ein weiteres Ziel des Programms sieht Dr. Stefan Magnussen aus dem Catalyst-Team darin, die Resilienz der Teilnehmenden gegenüber haushalts- und wissenschaftspolitischen Interventionen zu stärken. „Die denkbaren hochschulpolitischen Szenarien nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass dies nicht nur wünschenswert, sondern leider strategisch notwendig ist“, so Magnussen weiter.

Flexiblere Reaktionen auf gesellschaftliche Bedarfe

Bereits mit der Auftaktveranstaltung im April haben die Projektverantworlichen der Uni Kiel mit Catalyst GER nach eigenen Angaben mehr als 70 Personen, deren Einrichtungen und Projekte erreicht. Auf einem Podium berichteten dort Dr. Svenja Sievers von InLead, die Coaching für Führungs- und Teamkompetenz anbieten, Vincent Gehrmann vom Institut für Sicherheitspolitik an der CAU und Prof. Dr. Julia Priess-Buchheit vom Zentrum für Konstruktive Erziehungswissenschaft e. V. von den Erfahrungen, die sie mit ihren eigenen Transfervorhaben gesammelt haben. Insbesondere ging es um Herausforderungen der Koordination und Dynamiken der Zusammenarbeit, aber auch um flexiblere Möglichkeiten bei der Reaktion auf gesellschaftliche Bedarfe – und nicht zuletzt um größere Sicherheit bei der Personalplanung. 

Das Pilotprogramm Catalyst GER läuft an der Uni Kiel noch bis zum Jahresende. Für die Zukunft ist eine Neuauflage geplant.

Text: Antonia Stahl

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Классификация: Наука. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 6.4. Источник: www.uni-kiel.de.