In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte um eine Rückkehr von Taiwo Awoniyi nach Deutschland gegeben. Daraus wird vorerst allerdings nichts.
Nach vier Jahren bei Nottingham Forest schließt sich Taiwo Awoniyi mit sofortiger Wirkung Premier-League-Aufsteiger Coventry City an. Der ehemalige Stürmer des 1. FC Union Berlin, der für die Köpenicker zwischen 2020 und 2022 in 65 Pflichtspielen 25 Treffer erzielt hatte, bleibt damit in England und kehrt vorerst nicht nach Deutschland zurück.
In der Vergangenheit hatte es immer wieder Gerüchte um ein Comeback des Nigerianers in der Bundesliga gegeben. Die Köpenicker selbst, die seit Jahren auf der Suche nach einem Torjäger sind, und auch Werder Bremen im letzten Sommer sollen Interesse an einer Verpflichtung des Angreifers gehabt haben. Daraus wurde allerdings nichts. Mit seinem neuen Verein eröffnet Awoniyi am Freitag (21 Uhr) gleich die neue Saison in der womöglich stärksten Liga der Welt. Als krasser Außenseiter ist Coventry bei Meister FC Arsenal zu Gast.
„Ich freue mich wirklich darauf, mit meinen neuen Teamkollegen zusammenzuarbeiten. Ich habe gesehen, wie großartig sie in der letzten Saison waren, als sie aus der Championship aufgestiegen sind – sie waren unglaublich. Jetzt freue ich mich einfach darauf, mich ihnen anzuschließen und in die neue Saison zu starten“, wurde Awoniyi am Montagabend in einem ersten Statement auf der Homepage seines neuen Arbeitgebers zitiert. Bei Coventry wird er mit der Rückennummer 14 auflaufen.
Für die Dienste des Torjägers überweist Coventry umgerechnet etwas mehr als zehn Millionen Euro nach Nottingham. Vor vier Jahren hatte Forest noch ziemlich genau die doppelte Summe an Union gezahlt. Der deutliche Rückgang bei Awoniyis Marktwert ist auch der sportlichen Entwicklung des 29-Jährigen geschuldet. In seinen ersten beiden Spielzeiten nach seinem Wechsel aus Berlin hatte er für Nottingham noch 16 Premier-League-Tore erzielt. 2024/25 und 2025/26 waren es zusammengerechnet nur noch fünf.
Awoniyis neuer Klub gibt mehr aus als jeder BundesligistInteressant: Coventry hat mit dem Transfer von Taiwo Awoniyi in diesem Sommer bereits 118 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Der FC Bayern, der dieses Ranking in der Bundesliga anführt, steht dagegen ‚nur‘ bei 107 Millionen Euro. Der 1. FC Union Berlin hat dagegen so wenig wie kein anderer Bundesligist investiert. Marvin Friedrich (Borussia Mönchengladbach) und Zeno Van Den Bosch (Royal Antwerpen) kamen ablösefrei, Emmanuel Latte Lath wurde von Atlanta United FC für ein Jahr ausgeliehen. Lediglich für Stanley Nsoki, der von Ligakonkurrent Hoffenheim fest verpflichtet wurde, floss eine Ablöse. Knapp zwei Millionen Euro ließen sich die Eisernen die Dienste des Defensivspielers kosten.
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