Der Waldbrand bei Schramberg ist weitgehend gelöscht. Doch noch immer gibt es Glutnester im schwer zugänglichen Gelände. Die Feuerwehr bleibt deshalb weiter im Einsatz.
(Foto: Marius Daute/Feuerwehr Rottweil/)Der Waldbrand bei Schramberg ist weitgehend gelöscht. Doch noch immer gibt es Glutnester im schwer zugänglichen Gelände. Die Feuerwehr bleibt deshalb weiter im Einsatz.
Schramberg (dpa/lsw) - Der Brand in einem steilen Waldstück bei Schramberg im Landkreis Rottweil ist weitgehend gelöscht. Im besonders steilen und schwer zugänglichen Bereich des Brandgebiets laufen jedoch weiterhin Nachlöscharbeiten, wie die Feuerwehr Rottweil mitteilte. "An den Flanken finden ebenfalls noch kleinere Nachlöscharbeiten statt."
Aktuell seien noch 124 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen im Einsatz. Auch in der Nacht und am folgenden Tag sollen die betroffenen Bereiche kontrolliert werden, sagte Patrick Wöhrle von der Feuerwehr Schramberg. Falls weitere Glutnester entdeckt werden oder es die Lage erforderlich macht, könnten die Einsatzkräfte am Dienstag erneut ausrücken.
Das Feuer war am späten Sonntagnachmittag ausgebrochen und hatte sich in der Nacht deutlich ausgebreitet. Zwischenzeitlich brannten nach Angaben der Polizei rund zehn bis zwölf Hektar Waldfläche - etwa so viel wie 14 Fußballfelder. Insgesamt waren mehrere Hundert Feuerwehrleute im Einsatz. Zunächst sei nur ein kleiner Vegetationsbrand gemeldet worden. "Aber das Feuer hat sich relativ zügig entwickelt", sagte Wöhrle.
Lange standen hohe Rauchwolken über dem Waldstück. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen von mehreren Seiten aus. Allerdings erschwerte das unwegsame und steile Gelände den Einsatz erheblich. Feuerwehrleute konnten sich den Brandherden nicht überall nähern, weil die Hänge schwer zugänglich waren.
Unimog und Polizeihubschrauber im EinsatzDeshalb wurde das Feuer auch mit einem Polizeihubschrauber bekämpft, der im Schwebeflug Löschwasser aufnehmen und über den Flammen ablassen kann. Die Feuerwehr Reutlingen setzte zudem einen speziellen, geländegängigen Unimog ein. Das Fahrzeug kann im schwierigen Waldgelände fahren und während der Fahrt löschen.
Erste Entwarnung gab es schon am Nachmittag. "Der Einsatz des Hubschraubers mit Löschwasserbehälter hat Wirkung gezeigt", sagte der Feuerwehrsprecher im Landkreis Rottweil. Es sei gelungen, eine Ausbreitung der Flammen in Richtung der angrenzenden Wohnbebauung zu verhindern. Vorsorglich wurde eine in der Nähe verlaufende Hochspannungsleitung abgeschaltet.
Auch aus Freiburg kam Unterstützung. 50 Einsatzkräfte rückten mit acht Fahrzeugen an, darunter ein neu stationiertes Waldbrand-Tanklöschfahrzeug des Landes Baden-Württemberg. Die Freiburger Feuerwehr verlegte nach eigenen Angaben bereits rund 1.500 Meter Schlauchleitungen durch teils steile und unwegsame Waldbereiche, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen.
Appell an die BevölkerungIn der Nacht waren rund 330 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie wurden am nächsten Tag schrittweise abgelöst. Etwa 80 Fahrzeuge, darunter spezielle Tanklöschfahrzeuge, unterstützten die Löscharbeiten. Auch Landwirte halfen mit Gülle- und Wasserfässern. "Es gab Probleme mit der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz", sagte Schrambergs Feuerwehrsprecher Wöhrle. Deshalb habe die Feuerwehr auf ein spezielles Löschwassersystem der Berufsfeuerwehr zurückgegriffen. Löschwasser wurde unter anderem auch aus einem Löschteich und dem Freibad im Stadtteil Tennenbronn bezogen.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte die Bevölkerung aufgerufen, zu Hause zu bleiben, Fenster zu schließen und Klimaanlagen auszuschalten, um nicht unnötig Ruß und Rauch einzuatmen.
Quelle: dpa
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