Die Fraunhofer-Gesellschaft und das französische Institut Mines Télécom (IMT) bauen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wasserstoff, Cybersicherheit und Smart Cities aus. Beide Partner haben auf der VivaTech 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist es, gemeinsam strategische Forschungs- und Innovationsprojekte voranzutreiben und Europas technologische und digitale Souveränität zu stärken.
© IMTV.l.n.r: Axelle Cheney-Grünberger, Senior International Expert für Technologische Innovation in der Französischen Botschaft in Deutschland, Séverine Jacquet, International Cooperation Officer bei Fraunhofer, Yann Busnel, Wissenschaftlicher Direktor am IMT, Benjamin Haddad, Staatssek-retär für Europa, Cécile Dubarry, CEO am IMT, Axel Müller-Groeling, Fraunhofer-Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung, Laurence Le Coq, Senior VP Research and Innovation am IMT, Patrick Brandmaier, Geschäftsführer der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer.
Die Partnerschaft schafft einen verbindlichen Rahmen für neue gemeinsame Forschungsinitiativen, eine engere Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie zur Vorbereitung strategischer europäischer Innovationsprojekte. »Europa braucht gerade jetzt starke Partnerschaften in Forschung und Innovation, um technologisch souverän, wettbewerbsfähig und resilient zu bleiben«, sagt Fraunhofer-Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung Prof. Axel Müller-Groeling. »Fraunhofer und das Institut Mines-Télécom bündeln ihre komplementären Kompetenzen in wichtigen Zukunftsfeldern – mit klarem Fokus auf konkrete europäische Innovationsprojekte. Entscheidend ist dabei auch, wie wir zusammenarbeiten: Wir wollen Vertrauen stärken, Synergien konsequent heben und damit zeigen, dass europäische Kooperationen gerade jetzt handlungsfähig und zukunftsgerichtet sind.«
Cécile Dubarry, Präsidentin von IMT, ergänzt: „Wir bringen zwei Institutionen zusammen, die die gleiche DNA teilen: anwendungsorientierte Forschung direkt in den Dienst der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stellen. Von Wasserstoff über Smart Cities und Mobilität bis hin zu Cybersicherheit und Datenräumen – diese Partnerschaft stützt sich auf ein wissenschaftliches und regionales Netzwerk über beide Länder hinweg, um gemeinsam Lösungen von europäischer Bedeutung zu entwickeln. Aufbauend auf einer bewährten deutsch-französischen Zusammenarbeit, weiten wir diese nun auf konkrete industrielle Projekte aus. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einer gemeinsamen technologischen Souveränität und Wohlstand für unseren Kontinent.“
Bereits in der Vergangenheit arbeiteten beide Organisationen im deutsch-französischen Dialog zur Künstlichen Intelligenz für die Industrie zusammen. Die neue Kooperation konzentriert sich auf drei weitere Themen mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz:
Wasserstoff und EnergiewendeZiel ist es, energieintensive Bereiche wie Industrie, Mobilität und Energiesysteme durch Technologien für erneuerbaren Wasserstoff zu dekarbonisieren. Dazu bündeln beide Partner ihre Kompetenzen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Mögliche Forschungsschwerpunkte reichen von der Produktion, Speicherung und Umwandlung von erneuerbarem Wasserstoff über Elektrolyseverfahren und Brennstoffzellentechnologien bis hin zu Power-to-X-Technologien.
Cybersicherheit und DateninfrastrukturenEin weiterer Schwerpunkt liegt auf sicheren digitalen Systemen. Die Partner arbeiten sowohl an Lösungen zum Schutz kritischer Infrastrukturen und der Erkennung von Desinformation zusammen als auch an souveränen, branchenspezifischen Data Spaces, vertrauenswürdiger Hardware sowie interoperablen digitalen Sicherheitssystemen.
Smarte Städte und DatenräumeFür nachhaltige und resiliente Städte von morgen wollen die Forschungsorganisationen digitale Lösungen entwickeln – von urbanen Datenplattformen über digitale Zwillinge bis hin zu KI‑gestützten Mobilitäts- und Serviceangeboten. Dabei spielen Data Spaces, Interoperabilität, die Standardisierung von Daten und Schnittstellen sowie Systeme zur Entscheidungsunterstützung eine wichtige Rolle.
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