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Uni in Düsseldorf: Rektorat äußert sich zu Trans-Vortrag

Дата публикации: 06-08-2026 04:00:00




Hunderte Menschen hatten gegen eine Vorlesung der Psychologin protestiert. Sie warfen ihr vor, transfeindliche und unwissenschaftliche Positionen zu verbreiten. Das Rektorat verweist auf die Wissenschaftsfreiheit – und erntet weitere Kritik.



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Uni in Düsseldorf Rektorat äußert sich zu Trans-Vortrag

Düsseldorf · Hunderte Menschen hatten gegen eine Vorlesung der Psychologin protestiert. Sie warfen ihr vor, transfeindliche und unwissenschaftliche Positionen zu verbreiten. Das Rektorat verweist auf die Wissenschaftsfreiheit – und erntet weitere Kritik.

Hunderte hatten sich im Juli an einer Protestkundgebung gegen die Vorlesung einer Professorin beteiligt. Sie warfen ihr unwissenschaftliche und transfeindliche Positionen vor.

Hunderte hatten sich im Juli an einer Protestkundgebung gegen die Vorlesung einer Professorin beteiligt. Sie warfen ihr unwissenschaftliche und transfeindliche Positionen vor.

Foto: Semiha Ünlü

Das Rektorat der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität (HHU) hat sich in einer Stellungnahme zur Debatte rund um den Vortrag der Psychologie-Professorin Ute Johanna Bayen unter dem Titel „Entwicklung von Trans-Identität“ geäußert.

Das Statement wurde über die sozialen Medien verbreitet, gemeinsam mit einem Foto von einer großen Regenbogen-Trans-Fahne am Mast vor dem Studierenden Service Center. „Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ein Grundrecht, das zu den tragenden Säulen unserer demokratischen Ordnung zählt“, heißt es darin. Aus dieser Verantwortung heraus werde das Rektorat der HHU „wissenschaftliche Positionen nicht zensieren“. Ob nun einzelne Inhalte „den Maßstäben guter wissenschaftlicher Praxis und dem aktuellen Forschungsstand genügen, ist eine Frage, die in erster Linie im wissenschaftlichen Diskurs zu klären ist, nicht jedoch durch eine Entscheidung ‚von oben’“.

Im Rahmen der Proteste rund um den Vortrag hatte es vereinzelt auch Rücktrittsforderungen und solche nach einem Eingreifen der Universität gegeben. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der HHU, der Bayens Positionen als unwissenschaftlich und transfeindlich ablehnt, rückte von der Forderung nach einer Entlassung ab und sagte: „Wir rufen zum friedlichen und wissenschaftsbasierten Austausch mit der Professorin auf.“ In der Stellungnahme des Rektorats wurde auch angekündigt, dass die Universität diesem Diskurs den Raum geben werde, „unter anderem im Rahmen von Veranstaltungen im nächsten Wintersemester“. Das Rektorat betonte zudem die Weltoffenheit der HHU, an der alle Menschen willkommen seien, unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder anderen persönlichen Merkmalen. Unter dem Posting auf der Plattform Instagram kritisierten einige die Stellungnahme des Rektorats. „Die Freiheit von Forschung und Lehre endet da, wo sie für Diskriminierung und andere Schädigungen missbraucht wird“, schreibt eine Person. Eine andere verweist auf das „Feindbild“, als das Transmenschen „weltweit unter Beschuss“ stünden. Sie hätten sich mehr Klarheit der Professorin gegenüber gewünscht. Hervorgerufen wurde die aktuelle Debatte, nachdem Studierende auf eine E-Mail von Professorin Bayen aufmerksam wurden, in der sie über „Trans-Ideologien“ schrieb, die Kinder und Jugendliche gefährdeten. Die Aussagen seien „nicht nur menschenfeindlich, sondern auch wissenschaftlich falsch“, hieß es dann in einem Aufruf, den mehrere politische Hochschulgruppen verbreiteten, darunter die der Jusos, der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband (SDS) und zunächst auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS).

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