Syrien übernimmt die Kontrolle über den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und den kommerziellen Bereich des Hafens von Tartus. Russland bleibt militärisch präsent, die bisherigen Stützpunkte werden jedoch neu organisiert.
Syrien übernimmt die Kontrolle über den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und den kommerziellen Bereich des Hafens von Tartus. Russland bleibt militärisch präsent, die bisherigen Stützpunkte werden jedoch neu organisiert.
Syrien übernimmt die Kontrolle über zwei wichtige russische Militärstandorte an seiner Mittelmeerküste. Betroffen sind der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und der kommerzielle Bereich des Hafens von Tartus.
Die militärischen Anlagen sollen künftig als gemeinsame Ausbildungszentren von Syrien und Russland genutzt werden. Das teilte das syrische Außenministerium am Sonntag mit, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet.
Hmeimim und Tartus waren während des syrischen Bürgerkriegs zentrale Stützpunkte Russlands im östlichen Mittelmeer. Moskau unterstützte den langjährigen Präsidenten Baschar al-Assad und trug entscheidend dazu bei, seine Regierung militärisch zu stützen.
Nach Assads Sturz im Dezember 2024 verließen viele russische Soldaten Syrien. Die Truppen an den beiden wichtigen Standorten blieben jedoch zunächst im Land. Assad floh nach seinem Sturz nach Russland, wo er mit seiner Familie Aufnahme fand.
Die neue Vereinbarung verändert nun den Status der beiden Anlagen. Laut AP übernimmt Syrien die zivile Verwaltung des Luftwaffenstützpunkts Hmeimim sowie des kommerziellen Bereichs in Tartus. Die militärischen Bereiche werden dagegen gemeinsam genutzt.
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Die syrische Regierung bezeichnet die Vereinbarung als Neuordnung der russischen Präsenz an der Küste. Nach Angaben des Außenministeriums liefen die Verhandlungen bereits seit rund anderthalb Jahren.
Russland äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu der Vereinbarung. Die neue syrische Führung hält trotz des Machtwechsels an den Beziehungen zu Moskau fest. Übergangspräsident Ahmad al-Scharaa reiste seit seinem Amtsantritt bereits zweimal nach Moskau. Die Zukunft der russischen Stützpunkte gehörte dabei zu den wichtigsten Gesprächsthemen.
Gleichzeitig sucht Damaskus engere Beziehungen zum Westen und zu arabischen Nachbarstaaten. Die USA haben den Großteil ihrer Sanktionen gegen Syrien aufgehoben. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron besuchte Syrien im Juli und kündigte die Ernennung von Botschaftern beider Länder an.
Für Russland bedeutet die Vereinbarung eine Neuordnung seiner militärischen Präsenz in Syrien. Moskau verliert dabei die bisherige alleinige Kontrolle über zentrale Einrichtungen, bleibt über die gemeinsame militärische Nutzung aber weiterhin an der syrischen Mittelmeerküste präsent.
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