Die US-Luftwaffe ändert ihr Verfahren für frühere Soldaten, die sich nicht gegen Corona impfen ließen. Neue Mitarbeiter und schnellere Prüfungen sollen ihre Rückkehr erleichtern.
Die US-Luftwaffe ändert ihr Verfahren für frühere Soldaten, die sich nicht gegen Corona impfen ließen. Neue Mitarbeiter und schnellere Prüfungen sollen ihre Rückkehr erleichtern.
Die US-Luftwaffe will Soldaten deutlich schneller zurückholen, die ab 2021 wegen einer verweigerten Corona-Impfung aus dem Dienst entlassen wurden. Medizinische Prüfungen und die nötige Korrektur der Personalakten laufen ab sofort gleichzeitig. Das geht aus einer neuen Erklärung der Air Force hervor.
Die neuen Regeln gelten für ehemalige Angehörige von Luftwaffe und Space Force, die seit einer Anordnung vom Januar 2025 die Rückkehr in den Dienst beantragen können. Nach einer Verlängerung um ein Jahr läuft das Programm nun bis April 2027. Verteidigungsminister Pete Hegseth gab diese Frist vor.
Daten aus den Teilstreitkräften aus dem Jahr 2022 zeigen, dass rund 8400 Soldaten aufgrund einer verweigerten Corona-Impfung entlassen wurden. Laut der „Military Times“ verteilten sich die Fälle auf:
Mit dem neuen Verfahren reagiert die Air Force auf ein Problem, das sie seit Monaten nicht in den Griff bekommt: Von den Betroffenen kehrte bislang nur ein Bruchteil zurück. Erst 3 Prozent der Berechtigten entschied sich für eine Wiedereinstellung.
Die Luftwaffe will das Verfahren nun straffen und unnötige Verzögerungen vermeiden. Sachbearbeiter sollen fehlende Unterlagen beschaffen, Rückfragen klären und die Bewerber durch das Verfahren lotsen. Richard L. Anderson aus dem Luftwaffenministerium sagte, man wolle Betroffene „rasch in die Reihen zurückbringen“ und die Rückkehr „schneller und einfacher“ machen.
Wie hart die Luftwaffe damals vorging, zeigte sich schon Ende 2021. Die Nachrichtenagentur AP berichtete damals, dass 27 Angehörige der Air Force aus dem Dienst entlassen wurden, weil sie die Corona-Impfung verweigert hatten.
Die Luftwaffe hatte ihren Soldaten als erste Teilstreitkraft eine Frist bis zum 2. November 2021 gesetzt. Tausende verweigerten die Impfung oder beantragten Ausnahmen. Laut Sprecherin Ann Stefanek standen die 27 Entlassenen noch am Beginn ihrer Dienstzeit.
Es handelte sich also um eher junge Soldaten in niedrigen Rängen. Keiner von ihnen beantragte eine medizinische, administrative oder religiöse Ausnahmegenehmigung. Formal verloren sie ihren Posten, weil sie einen Befehl missachteten.
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Das Pentagon hatte die Impfung 2021 für alle Teilstreitkräfte vorgeschrieben, auch für die Nationalgarde und für Reservisten. Der damalige Verteidigungsminister Lloyd Austin begründete das mit der Einsatzfähigkeit der Truppe und der Gesundheit der Soldaten.
Laut Air Force verweigerten damals mehr als 1000 Angehörige die Impfung. Weitere 4700 beantragten religiösen Ausnahmen. Etwa 97 Prozent der aktiven Luftwaffensoldaten hatten bis dahin schon mindestens eine Dosis erhalten.