VW plant offenbar hohe Investitionen, um sein Stammwerk in Wolfsburg zu modernisieren. Im Fokus soll eine kostengünstigere Produktion von E-Autos stehen, um diese bezahlbarer zu machen.
VW plant offenbar hohe Investitionen, um sein Stammwerk in Wolfsburg zu modernisieren. Im Fokus soll eine kostengünstigere Produktion von E-Autos stehen, um diese bezahlbarer zu machen.
Der Konzern wolle seine Wettbewerbsfähigkeit in der Elektromobilität durch ein völlig neues, innovatives Produktionsverfahren in Wolfsburg mit dem internen Namen „Gamechanger“ deutlich steigern. Das schreibt die Automobilwoche unter Berufung auf Insider. Das Ziel ist demnach, schneller und effizienter zu werden.
Der Werksumbau soll nach der bereits bestätigten Verlagerung der Produktion des VW Golf nach Mexiko und der Einführung der neuen SSP-Plattform (Scalable Systems Platform) in Angriff genommen werden. „Da arbeiten bereits viele Mitarbeiter dran“, heißt es laut dem Branchenportal aus Konzernkreisen.
Das Investitionsvolumen des Vorhabens sei noch nicht final beschlossen, soll aber sehr umfangreich sein. „Die Investition ist gigantisch. Daher wird noch überlegt, wie tief das Projekt gehen soll“, so ein Insider.
Treiber von „Gamechanger“ ist nach den Informationen der Automobilwoche Volkswagen-Produktionsvorstand Christian Vollmer. Auf der anderen Seite stünden Finanzchef Arno Antlitz und sein auf die Kosten fokussiertes Team. Laut einer Quelle wird das innovative Produktionsverfahren unter dem Titel „Gamechanger“ aber kommen - „nur die Ausmaße sind noch unklar.“
Die strategische Initiative soll die Produktionskosten „drastisch senken“, die Fertigung „radikal vereinfachen“ und so das Anbieten von Elektroautos zu bezahlbaren Preisen ermöglichen. „Gamechanger“ gelte als fundamentale Neuausrichtung, so der Bericht.
Zu der Initiative würden etwa Verfahren wie Großguss gehören, auch bekannt als Megacasting. Das beträfe dann unter anderem die elektrischen Modelle von Golf und T-Roc.
Volkswagen muss sparen und effizienter werden, weil es mit seinen Fahrzeugen derzeit nicht genügend Geld verdient. Grund dafür sind insbesondere auch die nach Europa drängenden chinesischen Hersteller von E-Autos und Plug-in-Hybriden, die in der Volksrepublik deutlich vorteilhaftere Standortbedingungen haben.
Gleichzeitig muss Volkswagen weiter auf hohem Niveau in neue Technologien investieren, um bei der Transformation der Branchen hin zur E-Mobilität und softwaredefinierten Fahrzeugen nicht abgehängt zu werden.
Ist VW-Kurs zu günstigeren E-Autos der richtige Weg?
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