Ab 2035 verbietet die EU nicht nur alle neuen Benziner, Diesel- und Hybride, sondern auch Gasfahrzeuge. Doch mit denen spart man kräftig an der Zapfsäule.
Ab 2035 verbietet die EU nicht nur alle neuen Benzin-, Diesel- und Hybridautos, sondern auch alle Gasfahrzeuge. Doch mit denen spart man gerade kräftig an der Zapfsäule.
Das Elektroauto ist der Gewinner der anhalten Benzinpreis-Krise wegen des Iran-Kriegs. Zum einen wegen der Spritpreise, zum anderen wegen der massiven Subventionen der Emobilität zulasten der Steuerzahler. Das derzeit meistverkaufte E-Auto in Deutschland ist laut aktueller KBA-Statistik das Tesla Model Y. Von 84.000 im Juni zugelassenen Batterieautos entfielen immerhin 6023 auf das amerikanische E-SUV, was einem Anteil des Model Y innerhalb aller neuen E-Autos von 7,2 Prozent entspricht. In absoluten Zahlen sieht das Bild etwas anderes aus: Klare Nummer eins bei E-Mobilen ist weiter Volkswagen mit 25.600 Neuzulassungen im zweiten Quartal. Dahinter folgen BMW mit rund 19.000 und Skoda mit 18.700 Autos. Erst dann folgt Tesla mit rund 16.000 Zulassungen.
Doch auch eine fast vergessene Antriebsart meldet sich im Sommer zurück: Der Gasantrieb, genauer gesagt Autogas (LPG, nicht zu verwechseln mit Erdgas / CNG). 2121 Gasfahrzeuge wurden im Juni 2026 neu zugelassen, das entspricht im Jahresvergleich einem Plus von fast 58 Prozent. Mit 1469 Fahrzeugen ist unter den Gasautos der Dacia Sandero Eco-G die klare Nummer eins, und auch die meisten anderen Zulassungen dürften auf Dacia-Modelle entfallen. Denn neben dem Sandero gibt es auch die Modelle Duster, Jogger oder Bigster optional als LPG-Variante. Beim Duster und Jogger sind die Autogas-Varianten sogar günstiger als die Benzin- oder Hybridversionen.
An der Zapfsäule kostet Autogas aktuell 1,07 bis 1,10 Euro, gegenüber 1,97 bis 2,00 Euro beim Superbenzin (E10) und 1,90 bis 1,95 Euro pro Liter beim Diesel. Nach dem Wiederaufflammen des Iran-Konfliktes und erneut steigenden Ölpreisen dürfte die Differenz noch größer werden und damit auch der Spar-Effekt für Gasfahrzeuge. Allerdings verbrauchen Fahrzeuge im Gasbetrieb etwa 15 bis 20 Prozent mehr als mit Benzin, weil der Brennwert von LPG schlechter ist. Trotzdem dürfte sich jeder freuen, der jetzt ein LPG-Fahrzeug fährt. Diese Autos sind zudem bivalent, das heißt, sie haben zwei Tanks und können sowohl mit Gas als auch mit Benzin betrieben werden.
Ein großer Trend waren Gasfahrzeuge in Deutschland allerdings nie, und das wird sich auch kaum ändern. Zum einen will die Politik nicht, dass Autofahrer mit Gas sparen; sie sollen stattdessen auf Elektroautos umsteigen. Das spiegelt sich im Verbrennerverbot 2035 wider, das auch für Gasfahrzeuge gilt. Zum anderen gibt es viel weniger Gastankstellen als Benzin-Zapfsäulen oder Ladesäulen für E-Autos. Vor allem das Erdgastankstellennetz schrumpft. Und: Abgesehen von Dacia bietet kein Hersteller mehr Gasfahrzeuge ab Werk an. Hersteller wie Fiat, VW und Opel, die vor Jahren noch LPG-Autos anboten, haben sich längst von dieser Antriebsart zurückgezogen und setzen alles auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge.
Mit diesen fünf Tipps sparen Sie jetzt an der Zapfsäule.
1. Vormittags tanken. Idealerweise zwischen 10 und 11 Uhr. Der günstigste Zeitpunkt ist direkt vor der 12-Uhr-Erhöhung. Die Preise sind dann am niedrigsten, weil sie seit dem Vorabend nur noch gefallen sein können.
2. Abends ab 20 Uhr als Alternative. Wer nicht bis zum nächsten Tag warten will, kann stattdessen ab 20 Uhr tanken. Die Ersparnis gegenüber dem Mittagspreis beträgt dann durchschnittlich 4,8 Cent pro Liter.
3. Preisvergleich nutzen. Da alle Tankstellen gleichzeitig um 12 Uhr erhöhen, aber unterschiedlich schnell danach senken, gibt es nachmittags größere Preisunterschiede als früher.
4. Nicht in Panik geraten. Der 12-Uhr-Sprung sieht dramatisch aus, ist aber kein Zeichen für eine Preisexplosion. Es ist die gebündelte Tageserhöhung, die früher über den ganzen Tag verteilt war.
5. Autobahntankstellen meiden. Der Autobahn-Aufschlag liegt im Schnitt bei 20 bis 30 Cent über dem Preis abseits der Autobahn. Bei 50 Litern sind das 10 bis 15 Euro Unterschied.
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