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Diese VW-Modelle können Sie bald nicht mehr kaufen

Дата публикации: 13-07-2026 04:11:00

Der neue VW-Sparplan enthält nur wenig konkrete Maßnahmen. Jedes zweite Konzernmodell soll allerdings wegfallen. Welche Autos es bald nicht mehr geben könnte.

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Der neue VW-Sparplan ist da, doch er enthält nur wenig konkrete Maßnahmen. Jedes zweite Konzernmodell soll allerdings wegfallen. Welche Autos es bald nicht mehr geben könnte.

Die Sparpläne bei Volkswagen bringen die Gewerkschaften auf die Barrikaden. Bis zu 120.000 Jobs könnten wegfallen und vier Werke in Deutschland geschlossen werden. Die mit Spannung erwartete Aufsichtsratssitzung am Donnerstag lieferte nur wenig Konkretes. Zwei entscheidende Zahlen gab es aber:

  • Die Modellpalette soll künftig auf attraktive Marktsegmente konzentriert und schrittweise um bis zu 50 Prozent reduziert werden.
  • Die Auswahl an Ausstattungsoptionen soll um bis zu 75 Prozent sinken. Die Controller werden nun also analysieren, welche Ausstattungen oder Motorvarianten am wenigsten nachgefragt sind und am schnellsten verschwinden müssen.

Parallel dazu plant Europas größter Autohersteller, „seine Technologieführerschaft zu stärken, zentrale Technologiefelder zu harmonisieren, Synergien konzernweit zu heben und Parallelstrukturen abzubauen“, heißt es aus Wolfsburg.

Jedes zweite Volkswagen-Modell fällt weg

Die 50 Prozent bedeuten allerdings nicht, dass jedes zweite VW-Modell wegfällt, sondern beziehen sich auf die gesamte Marken-Palette des Konzerns inklusive Audi, Skoda, Seat, Cupra und sogar Ducati. Und nicht alle Modell-Einstellungen haben unmittelbar mit der aktuellen Unternehmenskrise zu tun. FOCUS online sagt, welche Modelle sicher oder wahrscheinlich auf der Streichliste stehen.

VW

Bei VW stehen die wahrscheinlichsten Kandidaten bereits fest. Aus Konzern-Kreisen erfuhr FOCUS online, dass es vorerst auch bei dieser Liste bleiben soll:

  • VW Touran: Hier ist das Aus schon fix, das letzte Modell lief im April 2026 vom Band. Möglicherweise gibt es einen elektrischen Van als Nachfolger, bis dahin bleiben als große Familienkutschen mit Verbrenner vor allem VW Passat oder VW Caddy.
  • VW Touareg: Auch das große Offroad-SUV kann man schon nicht mehr konfigurieren. „Von einer Nachfolge-Generation fehlt jede Spur, es ist außerdem unrealistisch, dass VW nochmals im Alleingang die Entwicklung eines neuen Modells auf Verbrenner-Basis in Angriff nimmt“, so die „Auto Motor & Sport“.
  • VW T-Roc Cabriolet: Während die normale Version des SUV vorerst weiter gebaut wird, soll für das Cabriolet bald Schluss sein.
  • VW Polo als Verbrenner: In Europa setzt VW vor allem auf den den elektrischen Polo, womit der Verbrenner stark unter Druck gerät. Allerdings soll der Polo laut Unternehmenskreisen noch „bis weit in die 2030er Jahre hinein“ auch als Verbrenner weiterlaufen. Ein neuer Diesel ist allerdings ausgeschlossen; schon jetzt gibt es den im Polo nicht mehr.
  • VW ID.5: Hier gilt die Einstellung als wahrscheinlich, da die Nische Coupé-SUV nicht sehr groß ist und es bald einen elektrischen Tiguan gibt, der die Lücke füllen würde.
  • VW Taigo: Auch hier stehen zumindest für den europäischen, rein Elektro-fixierten Markt die Chancen schlecht. „Dass er ein reiner Benziner und bisher nichts über eine Elektrovariante bekannt ist – anders als beispielsweise beim T-Cross und ID. Cross – dürfte dazu führen, dass die Karriere des Taigo keine besonders lange sein wird. Deshalb ist der kleine Crossover unser Tipp als nächster VW-Streichkandidat“, schreibt die „Auto Motor & Sport“. Wie FOCUS online aus Unternehmenskreisen erfuhr, ist das Aus für den in Südamerika gebauten Taigo aber noch nicht beschlossen.
Audi

Folgende Modelle stehen auf dem Prüfstand, sind bereits gestrichen oder erscheinen laut Experten als wahrscheinlichste Opfer auf den Streichlisten:

  • Audi A1 und Q2: Werden schon lange nicht mehr gebaut und bekommen auch keinen Nachfolger. Allerdings kommt ein neuer A2 e-tron auf Basis des ID.3 Neo.
  • A8, Q3, Q5: Generell sind die SUV von Audi erfolgreich, doch die Sportback-Varianten von Q3 und Q5 könnten zu Sparopfern werden, analog zum VW ID.5. „Auch ein Nachfolger für den Audi A8 erscheint nun fraglich. Eventuell weist man dem Q9 diese Rolle zu“, schreibt Motor1.

Auch für die lange eingestellten Modelle R8 und TT gibt es erstmal keine Aussichten auf Fortsetzung. Wichtig für Audi wird der US-Markt werden, nachdem China als Cash Cow weggefallen ist. Mit dem US-Geschäft will Volkswagen laut „Bild“-Berichten bis zu 27 Milliarden Euro zum Konzerngewinn beitragen. Für Audi seien langfristig nur noch fünf Limousinen vorgesehen. Bis 2035 könnten jedoch insgesamt 19 Modelle in den volumenstarken SUV- und Offroad-Segmenten angeboten werden. Im Gespräch ist sogar eine eigene Fertigung in den USA, um Zölle zu umgehen und die im Gegensatz zur EU attraktiven Standort-Bedingungen der USA (darunter niedrige Lohn- und Energiekosten, weniger Klima-Regulierung und Bürokratie) auszunutzen.

Cupra

Für die elektrische Marke sieht es eher gut aus, denn viele der Modelle verkaufen sich solide. Demnächst kommt der Raval als elektrischer Polo-Bruder. Das Aus droht allerdings dem in die Jahre gekommenen Cupra Ateca und dem Cupra Leon.

Porsche

Der klassische Verbrenner bleibt für Porsche eine wichtige Cash Cow, denn der 911 verkauft sich immer noch gut und ist ein gewinnträchtiges Modell. Beim E-Auto Taycan dagegen könnte es den Cross Turismo und Sport Turismo treffen. „Fraglich bleibt die Zukunft des Panamera und des geplanten extra großen SUV. Das elektrische Cayenne Coupé ist noch zu neu, sein älteres Verbrenner-Pendant könnte dagegen verzichtbar werden“, so „Motor1“.

Seat

Schon lange ging das Gerücht um, dass Seat quasi durch Cupra ersetzt wird. Der Konzern widersprach dem immer vehement. Fest steht allerdings: Fast alle Modelle wie Arona, Ibiza sind veraltet. Viele verkaufen sich aber noch gut. Denkbar wäre, dass Seat analog zu Dacia stärker auf Low-Budget getrimmt wird; gerade auch mit sparsamen Verbrennern und Hybriden, die es bei Cupra nicht gibt.

Skoda

Skoda ist sowohl bei Benzin- und Dieselmodellen (z.B. Octavia, Kodiaq, Kamiq) erfolgreich als auch bei E-Autos (Enyaq, Elroq, ganz neu der Epiq). Allerdings müssen die Tschechen in Europa wegen des Verbrenner-Verbots 2035 zwangsweise mehr auf Elektro setzen. „Ein Streichkandidat ist der Scala, während Fabia und Kamiq langfristig vom Epiq absorbiert werden könnten“, schreibt „Motor1“.

VW Nutzfahrzeuge

Mit dem Werk Hannover ist gleichzeitig das wichtigste Nutzfahrzeug-Werk der Wolfsburger als möglicher Schließungs-Kandidat im Gespräch. Dann würde es den Multivan treffen und auch den elektrischen ID.Buzz, der zwar viele Sympathien eimheimste, sich aber schlechter verkauft als erhofft. Wie schon beim Pickup Amarok und dem Hochdach-Kombi Caddy dürfte es bei neuen Modellen eine enge Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Ford geben.

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