Wer an einer E-Ladesäule falsch parkt oder zu lange lädt, riskiert Gebühren oder sogar das Abschleppen. Diese Vorschriften sollten Autofahrer kennen.
Blockierte E-Ladesäulen, Zusatzgebühren oder Abschleppen sorgen oft für Streit. Doch inzwischen gelten klare Regeln. ARAG-Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf Autofahrer achten müssen.
E-Parkplätze sind in der Regel ausdrücklich für Elektrofahrzeuge reserviert, insbesondere wenn dort eine Ladesäule steht. Fahrer von E-Autos müssen darauf vertrauen können, dass diese Flächen frei bleiben. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat bestätigt, dass ein Verbrenner auch dann abgeschleppt werden darf, wenn er niemanden konkret behindert, die Fläche aber erkennbar für E-Fahrzeuge mit Lademöglichkeit vorgesehen ist (Az.: 14 K 7479/22).
Tobias Klingelhöfer ist Rechtsanwalt und seit vielen Jahren als Rechtsexperte bei der Arag tätig. Er ist Teil des Expertennetzwerks EXPERTS Circle.
Viele Betreiber verlangen Gebühren, wenn ein E-Auto nach vollständiger Ladung zu lange an der Säule stehen bleibt. Eine Entscheidung des Amtsgerichts Karlsruhe hat dieses bestätigt: Eine solche Vertragsklausel ist rechtmäßig, weil Nutzer die Säulen nach Abschluss des Ladevorgangs räumen müssen und Anbieter ein berechtigtes Interesse an einer schnellen Verfügbarkeit haben (Az.: 6 C 184/23). Nutzer sollten daher vorab die Bedingungen der jeweiligen Anbieter genau prüfen. Sie gelten auch dann, wenn das Fahrzeug unbeabsichtigt länger steht, weil beispielsweise ein Termin doch länger dauert als geplant.
Beim Reisen mit dem E-Auto sind sowohl technische als auch organisatorische Dinge zu beachten. Ich empfehle, Ladepunkte bereits bei der Wahl des Reiseziels zu berücksichtigen, da die Reichweite vieler Elektrofahrzeuge nach wie vor begrenzt ist. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze bieten zunehmend eigene Wallboxen an. In vielen Regionen stehen zudem öffentliche Ladepunkte zur Verfügung, die häufig über Apps freigeschaltet werden können. Da nicht jede Ladesäule mit Kartenlesegeräten ausgestattet ist, sind entsprechende Apps oder Ladekarten für das Ausland unerlässlich. In Ländern mit dünnerem Ladenetz, wie in Teilen Südosteuropas, ist es ratsam, früher nachzuladen, um mögliche Ausfälle einzelner Säulen auszugleichen.
Für deutsche und europäische Ladepunkte bieten viele Hersteller und unabhängige Anbieter Navigations-Apps an, die verfügbare Säulen, Steckerarten und Ladeleistungen anzeigen. Bei Auslandsreisen empfehle ich die App eines regionalen oder länderspezifischen Anbieters zu nutzen, weil diese häufig zuverlässiger funktioniert als eine RFID (Radio Frequency Identification) Karte aus Deutschland. Bei diesen Karten handelt es sich um kontaktlose Chipkarten, die per Funk ausgelesen werden und den Ladevorgang an der Säule freischalten.
Auch QR-Codes an Ladesäulen können zur Aktivierung genutzt werden und führen in der Regel zu einer webbasierten Bezahlseite. Doch Vorsicht vor manipulierten QR-Codes an Ladesäulen. Bei dem sogenannten „Quishing“ werden gefälschte QR-Codes über die Original-Codes der Anbieter geklebt. Diese Codes sollten eigentlich zur Bezahlung des Ladevorgangs führen, leiten jedoch direkt auf die – oft täuschend echt aussehenden – Internetseiten von Kriminellen.
App basiertes Bezahlen ist an vielen Ladesäulen weiterhin Standard. Kreditkarte und Girocard werden dagegen noch nicht überall akzeptiert. Ich verweise auf die Vorgaben der EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (kurz: AFIR): Neu errichtete öffentlich zugängliche Ladesäulen müssen mit einer Kartenzahlungsmöglichkeit ausgestattet sein; bestehende Anlagen müssen bis zum 1. Januar 2027 nachgerüstet werden. Daher bleiben Apps, QR Codes und Ladekarten in der Praxis zunächst weit verbreitet. In Ländern mit weniger vernetzter Infrastruktur können zusätzliche Gebühren anfallen, wenn Anbieter unterschiedliche Abrechnungssysteme nutzen.
Sollte ein Ladevorgang nicht funktionieren oder der Akku unterwegs leer werden, empfehlen ich zunächst den Kontakt mit dem Hersteller, da viele Anbieter einen eigenen Notdienst haben. Alternativ können Pannendienste oder ein Kfz-Schutzbrief helfen. Manche Pannenhelfer bieten mobiles Nachladen an, andere transportieren das Fahrzeug zur nächsten funktionsfähigen Säule. Wichtig ist, im Vorfeld zu klären, welche Leistungen im eigenen Vertrag enthalten sind.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Studien belegen: Sommerhitze ruiniert E-Auto-Akku | 0 | 16.64 | 08-08-2026 |
| 2 | Mit der Parkplatz-Falle vergraulen Supermärkte ihre Kunden | 0 | 14 | 09-06-2026 |
| 3 | ADAC-Jurist gibt Tipps, wie Sie sich gegen Parkraumüberwacher wehren | 0 | 15.88 | 21-05-2026 |
| 4 | Как бороться с нарушениями правил парковки во дворах | 0 | 0 | 12-09-2025 |
| 5 | Elektroauto laden: Dynamische Modelle sparen Geld – aber halten die Batterien sie aus? | 0 | 9.84 | 31-03-2026 |
| 6 | Ge böter för felparkerade elsparkcyklar | 0 | 5 | 10-07-2026 |
| 7 | Autotür geht nicht mehr zu – was tun? | 0 | 7.43 | 21-07-2026 |
| 8 | Сколько бензина можно перевозить в багажнике? | 0 | 5 | 17-07-2026 |
| 9 | heise+ | Elektroautos: Ladeparks am Limit, und wie sie sich verändern | 0 | 10.4 | 13-08-2026 |
| 10 | Wasser in Steckdose gelangt: Das müssen Sie beachten | 0 | 4.76 | 20-07-2026 |