Das Betriebssystem Google TV verleiht Android-Fernsehern neue smarte Qualitäten. COMPUTER BILD hat für Sie Top-Modelle getestet und zeigt, worauf Sie beim Kauf eines aktuellen Fernsehers mit Google TV achten sollten.
Das Betriebssystem Google TV verleiht Android-Fernsehern neue smarte Qualitäten. COMPUTER BILD hat für Sie Top-Modelle getestet und zeigt, worauf Sie beim Kauf eines aktuellen Fernsehers mit Google TV achten sollten.
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Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Google TV ist im Jahr 2026 die häufigste Benutzeroberfläche für smarte Fernseher: Auch wenn Google selbst keine Fernseher vertreibt, setzen große TV-Hersteller wie TCL, Philips und Sony auf die Software-Lösung.
Streaming-Dienstewie Amazon Prime Video,
Apple TV Plusund
Netflixsowie Mediatheken der TV-Sender kommen damit direkt auf den Fernseher-Bildschirm. Früher gab es eine ähnliche Benutzeroberfläche mit Android TV zu sehen – praktisch alle aktuellen Modelle haben aber mittlerweile den Nachfolger Google TV an Bord. Wie sich die alten Android-Fernseher von denen mit Google TV unterscheiden und welcher Kandidat nun an die Spitze rückt, zeigt der große Test von COMPUTER BILD.
An die Spitze schafft es der
Philips 65OLED910. Als Herzstück dient das Tandem-OLED-Panel von LG, das Philips mit seinem überlegenen Bildprozessor kombiniert. Das Ergebnis? Neben perfektem Schwarz, präzisen Farben und einer gleißenden Maximalhelligkeit besitzt der 65OLED910 eine Bewegungsdarstellung auf Referenzniveau. Und auch beim Klang spielt der Philips dank einer Soundleiste von Bowers & Wilkins oben mit.
Philips
1.997,00 EUR
Als Benutzeroberfläche kommt Google TV zum Einsatz. Das bläht den Einrichtungsprozess zwar auf, dafür ist die App-Auswahl riesig und der Mediaplayer hervorragend. Gekrönt wird das Ganze vom vierseitigen Ambilight, das jeden Film zum visuellen Spektakel macht. Kleine Kritikpunkte: Nur zwei der vier HDMI-Anschlüsse sind für hohe Bildraten ausgelegt, zudem gibt es keine USB-Aufnahme-Funktion für TV-Sendungen. Preislich liegt das 65-Zoll-Modell bei knapp 2.040 Euro, das 55-Zoll-Modell geht für knapp 1.450 Euro über die Ladentheke (Stand: Juli 2026).

Philips liefert mit dem OLED910 ein wahres Glanzstück ab.
Foto: COMPUTER BILD
Der
Sharp JP7265Ebietet einen günstigen Einstieg in die beste LCD-TV-Klasse. Dank Mini-LED-Backlight kann der Sharp Helligkeit und Kontrast fein regeln und rückt beim Schwarzwert den viel teureren OLED-Fernsehern auf die Pelle.
Sharp
569,00 EUR
Durch den Einsatz von Quantum Dots liegt der JP7 auch bei der Farbwiedergabe auf hohem Niveau. Größter Nachteil ist die Begrenzung der Bildwiederholrate auf 60 Hertz. Auf die Bildschärfe beim Streamen und Fernsehen hat das keinen sichtbaren Einfluss, Gamer mit hohen Ansprüchen greifen aber besser zu einem Modell mit 120 Hertz oder mehr. Erhältlich ist der Sharp JP7265E für etwa 605 Euro (Stand: Juli 2026).

Der Sharp JP7265E beeindruckt mit tollen Farben und einem niedriegen Preis.
Foto: COMPUTER BILD
Materialqualität und Verarbeitung: COMPUTER BILD bewertet Gehäuse, Standfuß, Fernbedienung und Montage. Auch Stabilität, Materialqualität sowie praktische Details wie die Kabelführung fließen in die Wertung ein.

Die Materialqualität, Verarbeitung und Bündigkeit der TV-Einzelteile im Lieferumfang wird im Test-Aufbau bewertet.
Foto: COMPUTER BILD
Inbetriebnahme und Bedienung: Die Redaktion prüft den kompletten Einrichtungsprozess sowie Menüführung, Fernbedienung, Sprachsteuerung, Smartphone-App und Smart-TV-Oberfläche.

Auf dem Prüfstand: Wichtig ist unter anderem, dass die Fernbedienung flott arbeitet und Menüs übersichtlich angeordnet sind.
Foto: COMPUTER BILD
Bildqualität: Mit professioneller Messtechnik ermittelt COMPUTER BILD unter anderem Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe, Blickwinkelstabilität und HDR-Leistung. Zusätzlich müssen die Fernseher im Praxistest mit TV-Programmen, Filmen und Streaming-Inhalten überzeugen.

Foto: COMPUTER BILD
Tonqualität und Funktionen: Wir messen nicht nur die maximal erreichbare verzerrungsfreie Lautstärke, sondern bewerten auch Lautsprecherkonfiguration, Einstellmöglichkeiten und die Formatkompatibilität.

Wie gut lässt sich der TV-Klang einstellen? Auch dieser Frage geht COMPUTER BILD im Test nach.
Foto: COMPUTER BILD
Anschlüsse: In die Bewertung fließen Anzahl, Vielfalt und Leistungsfähigkeit der Anschlüsse ein. Dazu zählen unter anderem HDMI- und USB-Buchsen sowie Netzwerk- und Funkverbindungen.

Neben der Anzahl geht die Art der vorhandenen Anschlüsse in die Bewertung ein.
Foto: COMPUTER BILD
Stromverbrauch: COMPUTER BILD misst den Energiebedarf bei SDR- und HDR-Wiedergabe sowie im Stand-by-Betrieb und lässt die Werte in die Gesamtnote einfließen. Den ausführlichen Ratgeber zu unserem neuen Testverfahren lesen Sie
hier.
Der
Sony Bravia 8 II K65XR8M2beeindruckte im Test mit perfektem Kontrast und den dank QD-OLED-Technik besonders leuchtstarken Farben. Große Klasse ist zudem die saubere Bewegtbilddarstellung und der satte Sound mit hoher Sprachverständlichkeit.
Sony
BRAVIA 8 II K65XR8M2
2.149,00 EUR
Dazu gibt es eine der besten Fernbedienungen am Markt sowie ein umfassendes Menü, das über die normale Google-TV-Oberfläche hinausgeht. Für externe Geräte stehen unter anderem vier HDMI-Eingänge, zwei USB-Anschlüsse und ein Digitalausgang zur Verfügung. Preislich liegt das 65-Zoll-Modell bei knapp 2.180 Euro, das 55-Zoll-Modell ist für etwa 1.750 Euro erhältlich (Stand: Juli 2026).

Knallige Farben gehen beim Sony Bravia 8 II (im Bild: das 55-Zoll-Modell) ohne Überstrahlen in tiefstes Schwarz über.
Foto: COMPUTER BILD
Nahezu alle getesteten Google-TVs sind in jeweils mehreren Größen erhältlich – bei sonst gleicher Technik und gleicher Testnote. Die am häufigsten verfügbaren und am meisten gefragten Größen sind
55 Zollund
65 Zollmit 140 und 164 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Je nach Hersteller und Modell kommen kleinere Varianten mit
50 Zollund
43 Zollhinzu, außerdem gigantisch große mit
75 Zolloder sogar
85 Zoll(190 oder 215 Zentimeter). In der Bestenliste tauchen viele Modellreihen daher mehrfach mit den verfügbaren Größen auf. Für die Platzierung ist neben der Testnote der aktuelle Verkaufspreis entscheidend. Die kleineren Modelle stehen daher vor den größeren, Qualität und Ausstattung sind hingegen jeweils identisch.
Wer das Unterhaltungsangebot erweitern möchte, findet bei Fernsehern mit Google TV eine größere Auswahl an Apps als je zuvor: Mit der Anbindung zum Google Play Store stehen zahlreiche beliebte Dienste wie Netflix, Disney Plus & Co. sowie Mediatheken, Spiele und hilfreiche Dienstprogramme zur Installation bereit. Sogar wenn eine App nicht verfügbar ist, wissen Google-TV-Fernseher weiter. Sie haben ab Werk die Googlecast-Funktion, sodass User mit Inhalte mit dem Smartphone oder
Tabletstreamen und auf dem TV-Gerät wiedergeben. Voraussetzung ist, dass die entsprechende Mobil-App über das Googlecast-Symbol verfügt. Tippen Nutzerinnen und Nutzer darauf, erscheint der gewünschte Stream auf dem Fernsehbildschirm.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Benutzeroberflächen Android TV und Google TV? Erstmal ist nichts gravierend anders, denn der Kern des Betriebssystems ist bei Google TV nicht neu – das System basiert ebenso auf Android. Die Nutzeroberfläche sieht leicht anders aus und bietet mehr persönliche Film- und Serienempfehlungen. Die obere Menüleiste enthält entsprechend zusätzliche Tabs wie "Für dich". Mittlerweile ist Google TV das am weitesten verbreitete Smart-TV-System, während Android TV kaum noch zu finden ist.

Google TV ist der Nachfolger von Android TV, basiert aber auf der gleichen Android-Plattform und sieht auch nicht gravierend anders aus.
Foto: COMPUTER BILD
Auf dem Startbildschirm von Google TV findet sich eine Mischung aus Apps, Live-TV-Kanälen und Filmvorschlägen. Wie etwa von Streaming-Diensten bekannt, sind sie untereinander in Zeilen angeordnet und lassen sich nach eigenem Geschmack sortieren. Die Menüleiste bietet eine Reihe an Optionen: Ob für die Suche Filmen und Serien suchen oder das Aufsuchen der etwas verschachtelten Einstellungen – alles gelingt von der Startseite aus. Personalisierte Empfehlungen sind ebenfalls zu sehen – immer mehr handelt es sich dabei um Werbung, denn es werden auch kostenpflichtige Inhalte und nicht installierte Apps empfohlen. Der vielleicht wichtigste Unterschied zum alten Android TV: Das Suchen von Inhalten funktioniert bei Google TV deutlich besser als auf dem alten Android-System, denn es ist vollständig App- und System-übergreifend.

Das alte Block-Layout von Android TV (s. Bild) wird bei Google TV geschmeidiger – allerdings gibt es auch mehr Werbung zu sehen.
Foto: COMPUTER BILD
Kurz gesagt: Langjährige User von Android TV haben mit dem neuen Google TV keine Probleme, denn es bleibt das Meiste wie gewohnt. Wichtig ist allerdings: Ohne (kostenloses) Google-Nutzerkonto sind die meisten Funktionen von Google TV nicht zugänglich.

Der Google-TV-Startbildschirm erleichtert mit personalisierten Film- und Serientipps die Programmauswahl.
Foto: COMPUTER BILD
Viele der getesteten Android-Fernseher verfügen über den Google Assistant. Der digitale Helfer lässt sich über die Mikrofon-Taste der mitgelieferten Sprachfernbedienung erreichen. Einige Android-Fernseher wie die Modelle von TCL haben zudem eingebaute Mikrofone, die Sie mit dem Kommando "Ok, Google" aktivieren – und bei Bedarf per Schalter deaktivierbar sind. Hat der Google Assistant seine Ohren gespitzt, führt er die entsprechenden Befehle auf Zuruf aus. Ohne lästiges Tastendrücken suchen User beispielsweise nach dem neuesten Blockbuster oder der Lieblingsserie und regeln die Lautstärke auf den gewünschten Wert. Die Fähigkeiten des Sprachassistenten sind allerdings begrenzt und nicht bei allen TV-Modellen identisch. Zum Beispiel durchforstet er nur die Angebote weniger Streaming-Dienste wie Netflix, nicht aber etwa Mediatheken. Für Freude sorgt hingegen die Vernetzung mit dem Smart Home. Sind schlaue Geräte wie
Lampenund Thermostate mit Google kompatibel, ersparen die passenden Worte den einen oder anderen Gang zum Schalter.
Wer sich von seinem Fernseher nicht trennen will, aber dennoch die Vorteile von Android TV nutzen möchte, sollte einen Blick auf Android-TV-Boxen werfen. Dabei handelt es sich um Streaming-Geräte, die User einfach per HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbinden. Nach kurzer Einrichtung ermöglichen sie ebenso App-Downloads via Google Play Store sowie den Zugang zu Netflix & Co. Zu beachten ist, dass lediglich die entsprechende Box über das Betriebssystem verfügt. Die Software des Fernsehers bleibt unberührt. So kommen die kleinen Geräte in der Regel auch mit eigenen Fernbedienungen und benötigen einen zusätzlichen Stromanschluss. In einigen Fällen reicht dafür bereits die USB-Verbindung zum Fernseher. Im Test von COMPUTER BILD schnitt etwa die
Waipu.TV Boxmit UHD-Auflösung und Internetfernsehen für knapp 130 Euro (Stand: Juli 2026) besonders gut ab. Wichtig: Auch das TV-Gerät muss die entsprechende Bildschirmauflösung vorweisen.
Das Android-Betriebssystem verleiht TV-Geräten viele Vorzüge. So glänzen alle Fernseher mit einer großen Auswahl an Streaming-Diensten und Apps. Mit hervorragendem Bild und sehr guter Tonqualität sticht der Philips 65OLED910 besonders hervor. Wer einen großen Android-TV zum fairen Preis sucht, sollte sich den Sharp 65JP7265E anschauen. Der gefiel unter anderem mit guter Farbwiedergabe und umfangreicher Streaming-Ausstattung.
Der Testsieger von COMPUTER BILD punktet mit brillanter und kontraststarker Bildqualität sowie sehr gutem Sound. Hinzu kommt eine umfangreiche Ausstattung samt breiter App-Auswahl dank Android-Betriebssystem. Damit bietet das Gerät alles für gelungene Fernseh- und Videospielabende.
Der Begriff Android TV hat zwei Bedeutungen: Zum einen gibt es das Betriebssystem Android TV, eine speziell auf Fernseher zugeschnittene Variante des Google-Betriebssystems. Zum anderen heißen Smart-TVs mit diesem Betriebssystem gerne auch Android-TVs.
Je nach Größe und Marke gibt es Fernsehgeräte mit Android-TV-Betriebssystem schon für unter 300 Euro. Modelle mit guter Bild- und Tonqualität sowie nützlicher Ausstattung kosten in der beliebtesten Größe 55 Zoll mit 140 Zentimetern Bildschirmdiagonale rund 700 Euro. Wer sich für ein Top-Modell mit 75 oder 77 Zoll (190 oder 195 Zentimeter) interessiert, sollte mit mindestens 2.500 Euro rechnen.
Das Android-Betriebssystem bietet Zugang zum Google Play Store und allen für Fernseher sinnvollen Apps – Navi-Apps zum Beispiel sind für Fernseher nicht in der Auswahl. Vertreten sind unter anderem bekannte Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney Plus. Je nach Fernseher-Modell kann es im Detail zu Abweichungen kommen. So ist etwa die WOW-App nicht für jeden Android-Fernseher verfügbar.
Die Steuerung der Fernseher erfolgt über klassische Fernbedienungen. Die Android-Menüs sind entsprechend angepasst, der Startbildschirm sieht anders aus als beim Smartphone. Bei vielen Android-Fernsehern ist zusätzlich Sprachsteuerung mithilfe des Google Assistant möglich. Der hilft etwa bei der Suche nach bestimmten Serien oder Filmen. Je nach TV-Modell steckt das Mikrofon für den Google Assistant in der Fernbedienung, im Fernseher selbst oder in beiden. Im Fernseher ist es in der Regel mit einem mechanischen Schalter deaktivierbar, die Mikrofone in den Fernbedienungen hören nur bei gedrückter Google-Taste zu.
Android TV ist eins von mehreren Betriebssystemen für Smart-TVs. Zu den Vorteilen zählt eine große App-Auswahl, darunter etliche Spiele. Außerdem gehört die Chromecast-Funktion dazu, mit der sich Filme und Videoclips am Smartphone aussuchen und dann zur Wiedergabe auf dem TV-Bildschirm weiterleiten lassen. Andere Smart-TVs bieten zum Teil mehr Streaming-Apps und eine übersichtlichere, besser auf Fernseher zugeschnittene Bedienung.
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