Explosion in der Donau: Rumänische Seestreitkräfte haben am Sonntag am Bala-Kanal kontrollierte Sprengungen durchgeführt. Die Explosionen sollen mehr Wasser in Richtung des Kernkraftwerks Cernavodă leiten.
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Dienstag, 04.08.2026, 07:03
Explosion in der Donau: Rumänische Seestreitkräfte haben am Sonntag am Bala-Kanal kontrollierte Sprengungen durchgeführt. Die Explosionen sollen mehr Wasser in Richtung des Kernkraftwerks Cernavodă leiten.
Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle ist der Wasserstand der Donau auf einem historischen Tiefstand. Das gefährdet auch den Betrieb des Atomkraftwerks in Rumänien. Um die bei der Kernspaltung entstehende Hitze abtransportieren zu können, ist Wasser aus dem Fluss notwendig.
Die Sprengungen sind dabei nur der erste Schritt, um die Wasserversorgung des Kraftwerks zu verbessern. Der stellvertretende Stabschef der rumänischen Seestreitkräfte, Marcel Neculae, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters:
Im Rahmen der Einsatzgruppe für Energiealarm haben Spezialisten den Fall analysiert und beschlossen, am Bala-Arm eine Unterwasserbarriere zu errichten, mit dem Ziel, einen beträchtlichen Anteil des Flussabflusses in die Alte Donau umzuleiten. Wir rechnen damit, dass diese Hilfsmittel morgen eintreffen.
Ein Reaktor des Kraftwerks musste bereits abgeschaltet werden. Daraufhin rief Rumänien für den gesamten August den landesweiten Notstand aus. Wie Ministerpräsident Ilie Bolojan am Freitag erklärte, sei der Grund dafür der Rückgang der Stromerzeugung.
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