Ein Arbeitsalltag zwischen Hörsaal und Forschung ist für den Historiker Milan Alltag. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Universität Siegen verdient er Euro.
Ein Arbeitsalltag zwischen Hörsaal und Forschung ist für den Historiker Milan Alltag. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Universität Siegen verdient er Euro.
Milan unterrichtet Studierende und widmet sich der historischen Forschung. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk spricht er offen über sein Gehalt sowie die Unsicherheit befristeter Stellen in der Wissenschaft.
Milan arbeitet derzeit zu 75 Prozent an der Universität und wird nach Tarifvertrag bezahlt. „Ich bekomme 4025 Euro brutto“, sagt er. Nach allen Abzügen bleiben ihm 2516 Euro netto.
Er sei mit seinem Gehalt zufrieden. Gleichzeitig weist der Historiker auf die Unsicherheit vieler Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen hin: „Diese Stellen, gerade im wissenschaftlichen Bereich, sind fast immer befristet und dann auch auf sehr wenig Zeit“, erklärt Milan. Für ihn steht fest: „Das ist ein sehr unsicherer Job.“
Dass ihn diese Unsicherheit weniger belaste, liege auch am Familienbetrieb. Eine Gärtnerei, die er gemeinsam mit seinen Eltern als GbR betreibt. Dort übernimmt er vor allem die Buchhaltung und die Weiterentwicklung des Betriebs. Mit den Einnahmen aus Universität und Gärtnerei stehen ihm eigenen Angaben zufolge monatlich 3516 Euro zur Verfügung.
Neben seiner Zeit im Hörsaal steht der 32-Jährige in der Sprechstunde mit den Studierenden im Austausch. Ihm sei es besonders wichtig, Grundlagen zu vermitteln, „von denen Studierende im besten Fall ihr ganzes Studium etwas haben“. Die restliche Zeit widmet sich der Historiker seiner Forschung.
In seiner Promotion beschäftigte sich Milan mit der Darstellung von Geschichte in Computerspielen. „Mein 14-jähriges Ich wäre verrückt geworden“, sagt er. In seinem neuesten Forschungsprojekt setzt er sich mit Psychiatriegeschichte auseinander.
Für seine Zukunft plant Milan, 50 Prozent seiner Zeit in die Weiterentwicklung der Gärtnerei zu investieren und die andere Hälfte als Historiker zu arbeiten.
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