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So will der VfR Aalen mit einem Kids-Club die Zukunft sichern

Дата публикации: 28-07-2026 12:00:00

Mit dem neuen Kids-Club und strategischer Planung setzt der VfR Aalen auf Nachwuchsförderung, Vereinsbindung – und einen frischen Spirit im Verein.

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Stand: 28.07.2026, 14:00 Uhr

Von: Max Wanner

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Linksverteidiger Reece Hannam, Maskottchen Limes, Innenverteidiger Michael Schaupp und Kapitän Ali Odabas machen Werbung in der Stadt für den neuen Kids-Club des VfR Aalen.

Linksverteidiger Reece Hannam, Maskottchen Limes, Innenverteidiger Michael Schaupp und Kapitän Ali Odabas machen Werbung in der Stadt für den neuen Kids-Club des VfR Aalen. © VfR

Mit dem neuen Kids-Club und strategischer Planung setzt der VfR Aalen auf Nachwuchsförderung, Vereinsbindung – und einen frischen Spirit im Verein.

Aalen. Es ist wieder soweit: Nach dem 1:1des VfR Aalen im letzten Test gegen Saarbrücken steht am Samstag für die Mannschaft nach langer Vorbereitung das erste Pflichtspiel der Saison an. In der zweiten Runde des WFV-Pokals trifft der Regionalligist auswärts auf Landesligist SG Schorndorf. Doch nicht nur sportlich, auch abseits des Rasens schlägt der Verein neue Wege ein – mit einem besonderen Projekt für die jüngsten Fans: dem neuen Kids-Club.

„Wir müssen mehr für Kinder tun“

Sebastian Geiger, beim VfR Aalen zuständig für Entwicklung und Strategie, berichtet im Gespräch von den Beweggründen: „Entstanden ist die Idee dadurch, dass wir festgestellt haben, dass wir viel zu wenig für die Kinder machen. Klar, die Jugendarbeit läuft, aber das reicht uns nicht. Wir wollen Kinder langfristig an uns binden, die dann VfR-Fans werden und bleiben.“Die Idee für den Kids-Club stammt dabei aus Geigers Umfeld. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein umfassendes Konzept ausgearbeitet: „Es ist ein Schritt von uns, mehr mit Kindern zu machen – auch, um sie mehr zur Bewegung zu animieren. Früher war das selbstverständlich, heute sitzen viele Kinder nur noch vor Tablets. Wir wollen da gegensteuern.“

Mitmachen, erleben, VfR-Fan werden

Der Kids-Club richtet sich an Kinder von 0 bis 13 Jahren und bietet ein buntes Programm: Pressekonferenzen mit dem Cheftrainer, Aktionen wie „Komm mit Oma und Opa zum Heimspiel“, Plätzchenbacken mit dem Nikolaus, eine Schatzsuche mit Maskottchen Limes und Stadionrunden vor jedem Heimspiel – im Stadion, das seit dieser Saison Bediani-Arena heißt. „Wir möchten, dass die Kinder gemeinsam mit unserem Maskottchen durch das Stadion laufen und vor der Aufstellungsbekanntgabe auf die Ränge winken“, beschreibt Geiger die Begeisterung, die der Club auslösen soll.Betreut wird der Club von Ehrenamtlichen, viele davon mit pädagogischem Hintergrund. Das Ziel für die erste Saison: 100 Kinder für das neue Angebot begeistern.

Mitgliedschaft mit Mehrwert

Die Mitgliedschaft kostet 60 Euro pro Jahr plus eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 15 Euro. Im Preis enthalten ist ein Willkommenspaket mit T-Shirt, Malbuch und weiteren Überraschungen. „Das Feedback war bisher sehr positiv, jetzt bin ich gespannt, wie viele sich tatsächlich anmelden“, so Geiger.Wichtig: Die Mitgliedschaft im Kids-Club ist gleichzeitig auch eine Vereinsmitgliedschaft. „Natürlich geht es bei der Aktion auch um die Gewinnung von Mitgliedern. Am Ende hoffen wir, dass die Kinder zu treuen Fans werden. Das Ganze ist aber keine kommerzielle Entscheidung – wir wollen etwas zurückgeben“, betont Geiger.

Strategie: Gesund wachsen statt Schnellschuss

Seit einem halben Jahr ist Geiger beim VfR an Bord und hat neben dem Kids-Club auch einen Unternehmer-Club ins Leben gerufen. Vieles, so der Strategieverantwortliche, sei noch im Aufbau:„Wir sind ein kleines Team und haben nicht viele Ressourcen. Aber es macht Spaß, Dinge aufzubauen, weil du hier unfassbar viele Möglichkeiten hast.“In Sachen Strategie sei man gerade erst gestartet: „Wir haben im Vorstand ein erstes Strategie-Meeting abgehalten und beginnen jetzt, Ziele für die nächsten drei Jahre zu erarbeiten – nicht nur sportlich, sondern in allen Bereichen: Infrastruktur, Organisation, Jugend, Finanzen, Sponsoring. Wir wollen mit Plan agieren und nicht nur reagieren.“Konkrete Schritte sind etwa die Prüfung einer U23, neue Marketing-Konzepte, Kooperationen mit Schulen und ein professionelles Merchandise-Angebot.

„Anders – aber mit Herzblut“

Die Gefahr, dass die Bereiche Sport, Finanzen und Entwicklung nicht gleichmäßig wachsen, sieht Geiger – und nennt genau das als Grund für die neue Strategiearbeit: „Wenn wir plötzlich aufsteigen würden, ohne vorbereitet zu sein, hätten wir ein Riesenproblem. Deshalb schauen wir uns jetzt alle Bereiche genau an, um gesund zu wachsen.“Trotz geringerer Ressourcen als andere Vereine sieht er den VfR gut aufgestellt: „Bei uns bringen viele Ehrenamtliche mit Herzblut und Engagement Dinge voran. Wir arbeiten sicher anders als andere ambitionierte Regionalligisten, aber nicht unbedingt schlechter.“

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