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Molinari knallhart: Wir sind noch nicht bereit für die Regionalliga

Дата публикации: 15-08-2026 17:15:00

Obwohl der VfR Aalen beim TSV Steinbach einen Punkt holen konnte, fand Trainer Molinari äußerst kritische Worte. Steinbachs Trainer Tahiri hingegen lobte den VfR.

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Stand: 15.08.2026, 19:15 Uhr

Von: Max Wanner

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Beniamino Moliniar ging nach dem 1:1 in Steinbach hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: Man sei noch nicht bereit für die Regionalliga und müsse sich auf knallharten Abstiegskampf einstellen.

Beniamino Moliniar ging nach dem 1:1 in Steinbach hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: Man sei noch nicht bereit für die Regionalliga und müsse sich auf knallharten Abstiegskampf einstellen. © Oliver Giers

Obwohl der VfR Aalen beim TSV Steinbach einen Punkt holen konnte, fand Trainer Molinari äußerst kritische Worte. Steinbachs Trainer Tahiri hingegen lobte den VfR.

Haiger. Nach dem 1:1-Unentschieden des VfR Aalen beim TSV Steinbach Haiger zogen Trainer und Spieler beider Teams ihr Fazit zum intensiven Regionalliga-Duell. Die Einschätzungen gingen teilweise weit auseinander. Während Beniamino Molinari erkannt haben will, dass seine Mannschaft noch nicht bereit für die Regionalliga ist, ist sich Steinbachs Trainer Tahiri sicher, dass der VfR eine gute Rolle spielen wird. Außerdem sieht Sasa Maksimovic die Mannschaft am kommenden Samstag gegen Frankfurt bereits unter Druck, sein Kapitän Ali Odabas sieht das ganz anders.

Beniamino Molinari, Trainer VfR Aalen: „Wir wussten, was für eine Aufgabe uns hier in Haiger erwartet. Steinbach hat mich im ersten Spiel und in den Vorbereitungsspielen total überzeugt. Uns war bewusst, dass die Trauben hier sehr hoch hängen. Wir haben trotzdem versucht, unser Spiel durchzudrücken und haben uns gesagt, dass wir mutig sein wollen. Mit den ersten 25-30 Minuten war ich echt zufrieden – mit dem Spiel mit Ball und gegen den Ball, das Gegenpressing war gut. Es gab ein, zwei Möglichkeiten, um vielleicht noch früher in Führung zu gehen. Man hat aber auch jedes Mal gesehen, wenn Steinbach nach vorne kommt, dass sie brutale Qualität haben. Die letzte Viertelstunde vor der Halbzeit war es dann ausgeglichener. In der Pause haben wir gesagt, dass wir einfacher spielen müssen, den Ball laufen lassen. Das haben wir in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit auch richtig gut gemacht. Dann hat Steinbach eine Phase gehabt, in der sie uns hinten reingedrückt haben, in der fiel auch das Tor. Wir haben es in der Phase nicht geschafft, Aktionen zu Ende zu spielen. Wir hatten sehr viele Aktionen in der gegnerischen Box, wo der letzte Ball gefehlt hat, wo schlampig gespielt wurde. Da müssen wir besser werden. Wenn wir in dieser Liga bestehen wollen, sonst wird das ein knallharter Abstiegskampf. Heute haben wir gesehen, dass wir für die Regionalliga noch nicht bereit sind. Das hat man heute eindeutig gesehen, fand ich. Deswegen müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, am Ende ist es vielleicht sogar ein glücklicher Punkt für uns. Wenn da nicht alle, auch die jungen Spieler, total zulegen, dann wird es eine total harte Saison für uns. Wir müssen jetzt die richtigen Lehren daraus ziehen.“

Zu den Auswechslungen von Vico Meien und Gianluca Gaudino:„Vico Meien war gelb-belastet und hat dann nochmals ein Foul gegen sich gepfiffen bekommen. Wir haben dann auch die klare Ansage vom Linienrichter bekommen, dass wir da aufpassen müssen. Deswegen mussten wir da reagieren, das war notgedrungen. Gianluca war in dieser Woche krank. Er hat in der Halbzeit schon gesagt, dass er Magenprobleme hat. Er hat es so lange wie möglich versucht. Aber ich fand Loris Groß auf der Position extrem gut. Loris ist ein junger Spieler, der vorneweg marschiert. Da müssen alle anderen mitziehen, sonst wird es eng.“

Hüsni Tahiri, Trainer TSV Steinbach Haiger:„Großen Respekt vor Beniamino Molinari. Ich bin jetzt im dritten Jahr Trainer in der Regionalliga. Er war der erste Trainer, der beim Tunnel auf mich gewartet hat, mich empfängt und dann erst zu seiner Bank geht. Das habe ich so noch nicht erlebt. Daher vielen Dank für diese offene und sympathische Art.Ich sehe das ganz anders: Ich glaube nicht, dass der VfR Aalen gegen den Abstieg spielen wird. Sie werden eine gute Rolle spielen. Es ist schwierig, sie zu greifen, sie haben viel Rotation im Zentrum und einen guten Spielaufbau. Was wir in der ersten Halbzeit nicht so gut hingekriegt haben, war die Intensität gegen den Ball.Hinten raus haben wir auf eine Dreierkette umgestellt. Vom Gefühl her war es dann ein bisschen besser. Wir haben Aalen hinten reingedrückt. Auf der anderen Seite hatten wir eine gute Boxverteidigung. Kompliment an beide Mannschaften, bei diesem Wetter so eine Leidenschaft und Performance auf den Platz zu bringen. Das war von beiden Mannschaften gut. Ich glaube, das 1:1 ist gerecht, das ist meine Meinung. Dem VfR Aalen wünsche ich alles Gute und wie gesagt, ich bin mir sicher, dass die Mannschaft eine gute Runde spielen wird.“

Sasa Maksimovic, Torschütze zum 1:0 (VfR Aalen):„Ich glaube, dass heute mehr drin war. Wir hätten das 2:0 und 3:0 machen müssen, dann wäre das Spiel entschieden gewesen. Wir haben es nicht geschafft und kriegen dann zu einfach das Gegentor. Ich muss sagen, dass ich enttäuscht bin. Für mich sind es heute zwei verlorene Punkte.Zu seinem Tor: Nach Jaschas Schuss landete der Ball bei mir. Ich habe gesehen, dass der Torwart nicht mehr eingreifen kann. Ich bin ruhig geblieben und habe das 1:0 erzielt.Ich muss ehrlich sagen, ich bin der Meinung, dass wir am Samstag gegen Frankfurt schon ein bisschen Druck haben. Wir müssen einfach dieses Spiel gewinnen und die drei Punkte holen.“

Ali Odabas, Kapitän VfR Aalen:

„Steinbach gehört zu den Top-Teams der Liga, und es ist nicht einfach, hier zu spielen. Betrachtet man den Spielverlauf, hatten sie in der ersten Halbzeit zwar ihre Chancen, aber wir hätten das Spiel schon früh entscheiden können. Wenn wir unsere Möglichkeiten besser genutzt hätten, hätten wir mit einer 2:0- oder 3:0-Führung in die Pause gehen können, noch bevor Steinbach zu ihren Gelegenheiten kam. So sind wir mit dem 1:0 in die Halbzeit gegangen und hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle.

In der zweiten Halbzeit müssen wir uns vor allem die Chancenverwertung ankreiden. Wir sind oft gut über die Außen durchgekommen, aber beim letzten Pass in den Strafraum hat oft der Überblick gefehlt. Hätten wir da ein Tor nachgelegt, wären wir mit drei Punkten nach Hause gefahren. Unser Hauptproblem war heute eindeutig die Verwertung unserer Chancen.

Zum Gegentor: Wir waren eigentlich mit genügend Spielern in der Defensive, haben aber in dieser Situation keinen richtigen Zugriff bekommen. Wir haben zu sehr auf den Ball geschaut und die Gegenspieler aus den Augen verloren. Das hat Steinbach gut ausgenutzt und der Spieler trifft aus der Drehung. Das ist die Qualität von Steinbach. Hier müssen wir in Zukunft mannschaftlich geschlossener und konsequenter verteidigen.

Für die nächsten Spiele sind wir entspannt und lassen uns keinen Druck machen – weder in der Kabine noch auf dem Platz. Die Mannschaftsleistung stimmt in den letzten beiden Spielen, einzig die Chancenverwertung müssen wir verbessern. Wir müssen geduldig bleiben, keine Hektik aufkommen lassen und weiter konzentriert arbeiten. Wir wissen, woran es liegt, und werden daran unter der Woche arbeiten. Dann schauen wir von Spiel zu Spiel.“

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