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Reifen-Sabotage auf Sylt: Klimaaktivisten legen Luxusautos lahm

Дата публикации: 12-08-2026 11:07:20

Klimaaktivisten legen auf Sylt Luxusautos lahm. Die Polizei ermittelt, während sich eine neue Protestgruppe zu der Aktion bekennt.

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Auf Sylt haben mutmaßliche Klimaaktivisten in der Nacht auf Dienstag bei zahlreichen Autos die Luft aus den Reifen gelassen. Zu der Aktion bekannte sich eine Gruppe, die sich „Widerstandskollektiv“ nennt.

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In einer E-Mail erklärte die Gruppe, sie habe bei „etwa 50 Luxuskarren die Luft aus Reifen gelassen“. Dauerhaft beschädigt worden seien die Reifen nach Darstellung der Aktivisten nicht. Die Polizei hat dennoch Ermittlungen aufgenommen.

Reifen-Sabotage auf Sylt: So gingen die Klimaaktivisten vor

Nach Darstellung der Aktivisten gingen sie dabei mit einer einfachen Methode vor: Sie setzten rote Linsen in die Reifenventile ein, sodass die Luft langsam entwich. Dauerhaft beschädigt worden seien die Reifen dadurch nicht, versichert die Gruppe in ihrem Schreiben.

An die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge richtet sie sich darin unmittelbar: „Vielleicht macht Sie diese Aktion im ersten Moment wütend. Bitte nehmen Sie sie dennoch nicht persönlich.“ Der Protest richte sich nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen „die Art von Fahrzeug und den damit verbundenen Autoverkehr“, heißt es in dem Schreiben, aus dem unter anderem die „Hamburger Morgenpost“ zitiert.

Die Polizei bestätigte den Vorfall. „Die Ermittlungen sind aufgenommen worden“, sagte eine Sprecherin dem NDR. Das bloße Ablassen der Luft aus einem Reifen gilt nach Angaben der Polizei nicht automatisch als Sachbeschädigung. Ob durch die Aktion dennoch ein Straftatbestand erfüllt wurde, wird derzeit geprüft.

Nachfolger der Letzten Generation: „Widerstandskollektiv“ kritisiert Luxusautos auf Sylt

Den Angaben des „Widerstandskollektivs“ zufolge wurden die betroffenen Fahrzeuge markiert und mit Hinweisen versehen. Die Gruppe begründet ihre Aktion vor allem mit Kritik an großen Luxusfahrzeugen und dem damit verbundenen Autoverkehr.

Für „viele Luxusurlauber gehört der teure Wagen zum Aufenthalt wie die Austern und das Champagnerglas“, heißt es darin. Auf einer kleinen Insel wie Sylt sei dieser Kult „weder notwendig noch verantwortbar“. Die Gruppe argumentiert, Herstellung und Betrieb großer Fahrzeuge verbrauchten erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen und belasteten damit Klima und Umwelt. Zugleich verweist sie auf die kurzen Wege auf der Insel. Viele Ziele seien mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit Bus oder Bahn problemlos erreichbar.

Das „Widerstandskollektiv“ versteht sich nach eigener Darstellung als Nachfolgeprojekt der „Letzten Generation“, die Anfang 2025 ihre bisherige Proteststrategie aufgegeben hatte. Doch die neue Gruppe will sich bewusst von deren Vorgehen absetzen. Statt mit Blockaden Druck auf die Politik auszuüben, wolle man „gerechten Klimaschutz selbst machen“, heißt es in dem Schreiben.

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