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Mit 23 ins Meisterschaftsfinale: Justin Fetzer geht den nächsten Schritt

Дата публикации: 13-08-2026 05:30:00

Der Weg von Justin Fetzer führte zuletzt steil nach oben. Beim 1. FC Heidenheim ist der 23-Jährige nun Co-Trainer der U19. Langfristig will er sich im Nachwuchsbereich etablieren.

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Stand: 13.08.2026, 07:30 Uhr

Von: Tim Abramowski

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Justin Fetzer ist seit dem Frühsommer Co-Trainer bei der U19 des 1. FC Heidenheim.

Justin Fetzer ist seit dem Frühsommer Co-Trainer bei der U19 des 1. FC Heidenheim. © Sportfreunde Dorfmerkingen/Montage: sdz

Der Weg von Justin Fetzer führte zuletzt steil nach oben. Beim 1. FC Heidenheim ist der 23-Jährige nun Co-Trainer der U19. Langfristig will er sich im Nachwuchsbereich etablieren.

Heidenheim. Es sind Karriereschritte, für die viele Trainer Jahre benötigen. Justin Fetzer hat sie innerhalb weniger Monate gemacht. Anfang des Jahres wechselte der frühere Co-Trainer des Verbandsligisten Sportfreunde Dorfmerkingen zur TSG Hoffenheim und erreichte dort mit der U17 das Finale um die Deutsche Meisterschaft. 

Mittlerweile ist der 23-Jährige beim 1. FC Heidenheim angekommen. Im Trainerteam der U19 verantwortet er unter anderem die Spielanalyse, arbeitet intensiv im Individualtraining und steht regelmäßig mit den Spielern auf dem Platz.

Die passende Philosophie

„Ich habe mich in den Gesprächen mit Heidenheim von Anfang an sehr wohlgefühlt“, sagt Fetzer. Schnell sei ihm klar geworden, dass der FCH genau die Philosophie verkörpere, die zu ihm passe. „Der Verein ist bodenständig, setzt auf Mitarbeiter aus der Region und denkt langfristig. Das hat mich sofort überzeugt.“Den entscheidenden Kontakt stellte sein ehemaliger Cheftrainer Stefan Schill her. Über dessen langjährige Verbindung zu U19-Coach Patrick Meyer kam der Austausch mit dem FCH zustande. Für Fetzer entwickelte sich daraus schnell die Chance, den nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn zu gehen.

Das sind die Aufgaben

In Heidenheim ist der gebürtige Dinkelsbühler weit mehr als nur für die Analyse zuständig. Er bereitet Spiele vor und nach, wertet Gegner aus, erstellt Videoszenen und begleitet die Spieler im Individualtraining. 

Gerade dort sieht er einen wesentlichen Teil seiner Arbeit. „Priorität hat immer die Entwicklung der Spieler“, betont Fetzer. Ergebnisse seien wichtig, dürften im Nachwuchsfußball aber nie das oberste Ziel sein. „Natürlich wollen wir erfolgreich sein und die Hauptrunde erreichen. Aber entscheidend ist, dass die Jungs den nächsten Schritt machen und möglichst viele den Sprung in den Profifußball schaffen.“

Das Viertelfinale erreicht

Die Voraussetzungen dafür sind beim FCH aus seiner Sicht ideal. Die U19 spielte bereits in der vergangenen Saison eine starke Runde und erreichte das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. An diese Entwicklung möchte das Trainerteam nun anknüpfen.

Auf seine neue Aufgabe fühlt sich Fetzer bestens vorbereitet. In Hoffenheim verlief sein Einstieg allerdings alles andere als einfach. Bereits nach wenigen Tagen Einarbeitung übernahm er die Verantwortung als Spielanalyst, gleichzeitig startete die U17 mit nur zwei Punkten aus den ersten fünf Bundesliga-Partien in die Saison.

Gerade so die K.o.-Phase erreicht

„Der Druck war schon relativ hoch“, erinnert sich der 23-Jährige. Doch die Mannschaft arbeitete sich Schritt für Schritt zurück, qualifizierte sich als Tabellenvierter für die K.-o.-Phase und setzte sich dort gegen den VfL Bochum, Borussia Dortmund und den 1. FC Magdeburg durch. Erst im Finale musste sich Hoffenheim dem VfB Stuttgart knapp mit 2:3 geschlagen geben.„Natürlich hätten wir die Deutsche Meisterschaft gerne gewonnen“, sagt Fetzer. „Aber nach unserem schwierigen Saisonstart überhaupt ins Finale zu kommen, war eine überragende Erfahrung. Darauf können wir alle stolz sein.“

Das sind seine Ziele

Seine langfristigen Ziele formuliert der 23-Jährige bewusst zurückhaltend. Der Profifußball bleibt zwar ein Traum, im Vordergrund steht für ihn aber zunächst die eigene Entwicklung. „Ich weiß, wo ich gerade stehe und dass ich noch viel lernen muss“, sagt Fetzer. „Heidenheim ist ein familiärer Verein, der auf Kontinuität setzt. Genau das gefällt mir. Wenn ich hier über viele Jahre gute Arbeit leisten kann, macht mich das glücklich.“

Nach den rasanten Karriereschritten der vergangenen Monate soll der 1. FC Heidenheim für Justin Fetzer deshalb keine Durchgangsstation sein. Vielmehr möchte der junge Trainer dort den nächsten Entwicklungsschritt gehen – mit Geduld, Kontinuität und einer klaren Vorstellung davon, wie Nachwuchsarbeit funktionieren soll.

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