Steigende Materialkosten belasten Apple immer stärker. Gleichzeitig schwindet die Einkaufsmacht des Konzerns. Der neue Chef muss unangenehme Entscheidungen fällen.

Werbung für das iPhone: 350 Dollar mehr pro Gerät, um die Marge zu halten. Foto: Bloomberg
San Francisco, München. iPhones dürften deutlich teurer werden. „Wir erwarten Preiserhöhungen auf breiter Front, wenn im September die neuen Modelle vorgestellt werden“, sagte Ben Wood vom Analysehaus CCS Insight dem Handelsblatt.
Angesichts stark gestiegener Materialkosten sei es „unvermeidlich“, dass Apple künftig mehr für seine Smartphones verlange, urteilen die Analysten des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendforce.
Der Konzern selber äußert sich auf Anfrage nicht konkret dazu. Zur Höhe möglicher Aufschläge gibt es aber mehrere Schätzungen. Counterpoint, ein US-Marktforscher, rechnet etwa mit 250 bis 350 Dollar je Gerät, falls Konzernchef Tim Cook die Bruttomarge auf dem bisherigen Niveau halten wolle. Andere Analysten beziffern die zu erwartenden Preiserhöhungen beim iPhone 18 auf 100 bis 200 Dollar.
KI-Boom treibt Speicherpreise in exorbitante HöhenHinter den gestiegenen Kosten steht der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Vor allem in den USA investieren Konzerne wie Microsoft oder Amazon dabei Rekordsummen – und wetteifern um die gleichen knappen Komponenten. Eine der wesentlichen Ressourcen sind Speicherchips. Seit Monaten können die führenden Hersteller SK Hynix, Samsung und Micron nicht annähernd so viel liefern, wie die Kunden bestellen. Die Folge: enorme Preissteigerungen.
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