Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Darum berührt uns „La traviata“ bis heute

Дата публикации: 29-07-2026 13:13:32

Bei den Bregenzer Festspielen wird erstmals Verdis Oper „La traviata“ aufgeführt. Warum berührt die tragische Liebesgeschichte um die Kurtisane Violetta Valéry noch heute?

Основное содержимое страницы с новостью.

„La traviata“ zieht das Publikum nach Bregenz

Sie ist eine der beliebtesten Opern überhaupt: Giuseppe Verdis 1853 uraufgeführtes Liebesdrama „La traviata“. Dieses Jahr wird die Oper zum ersten Mal bei den Bregenzer Festspielen gezeigt: Riesige zerbrochene Spiegelstücke prägen die Seebühne und zeichnen das Bild einer zersplitterten und von Doppelmoral zersetzten Gesellschaft.

Alle Vorstellungen in Bregenz sind bereits vor der Premiere komplett ausverkauft. Die Geschichte um Violetta Valéry berührt auch 170 Jahre nach ihrer Uraufführung noch sehr viele Menschen.

Bregenzer Festspiele 2026: "La traviata"

Erstmals bei den Bregenzer Festspielen auf der Bühne: Verdis Opernklassiker um die tragisch verliebte Kurtisane Violetta Valéry. dpa Bildfunk picture alliance/Felix Kästle Historisches Vorbild: Marie Duplessis

Verdis Oper basiert auf dem Roman „Die Kameliendame“ des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas des Jüngeren. Dumas verarbeitet darin – zumindest teilweise – seine Beziehung mit der berühmten Pariser Kurtisane Marie Duplessis.

Geboren wird Duplessis am 15. Januar 1824 als Alphonsine Plessis. Die junge Frau aus einfachsten Verhältnissen zieht mit 15 Jahren nach Paris, wo sie sich als Wäscherin und Putzmacherin mühsam über Wasser hält.

Durch die Beziehung zu einem reichen Kaufmann erhält Duplessis Zugang zur besseren Gesellschaft und zu einem Leben in Luxus. Innerhalb kurzer Zeit macht sie Karriere als eine der begehrtesten Kurtisanen von Paris. Sie ändert ihren Namen, bildet sich weiter und ihr gelingt es, sich in den intellektuellen Kreisen der Hauptstadt zu behaupten.

Portrait von Marie Duplessis (1824-1847)

Marie Duplessis hatte eine Vorliebe für Kamelienblüten, die sie sich an ihre Korsage steckte. IMAGO IMAGO / GRANGER Historical Picture Archive Vom Bauernmädchen zur inspirierenden Kameliendame

Obwohl sie dank ihrer Gönner ein Leben im Luxus führt, verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand rapide. Nach einer kurzen Ehe mit dem Offizier Édouard de Perregaux stirbt Marie Duplessis am 3. Februar 1847 an der Tuberkulose. Ihr Grab auf dem Montmartre-Friedhof in Paris wird auch noch mehr als 170 Jahre nach ihrem Tod von Bewunderern regelmäßig mit Blumen geschmückt.

Marie Duplessis' Vorliebe für Kamelien inspirierte Alexandre Dumas den Jüngeren zu dem Titel „Die Kameliendame“. Der Wechsel zwischen den weißen und roten Blüten, mit denen sie sich schmückte, wurde zum Symbol ihrer geheimnisvollen Aura. Zudem soll sie ihren Liebhabern damit signalisiert haben, wann sie ihre Periode hatte.

Duplessis war bekannt für ihre Jugend, Schönheit und Intelligenz. Ihr tragischer Tod mit gerade einmal 23 Jahren machte sie unsterblich. Nur fünf Jahre nach ihrem Tod brachte Dumas ein Theaterstück nach seinem Roman zur Aufführung. Dieses Stück sah Verdi während einer Reise nach Paris.

Zeitloses Motiv: gesellschaftliche Ausgrenzung

Tragische Frauenfiguren wie Violetta, die an den Moralvorstellungen der Gesellschaft zerbrechen und aus Liebe ihr Glück opfern müssen, bleiben bis heute Teil der Popkultur. Ein besonderer Nachhall findet sich dabei im Film „Pretty Woman“.

Vivian Ward, gespielt von Julia Roberts, wird als Prostituierte von der Gesellschaft ausgestoßen. Doch wie Violetta sehnt sich Vivian nach echter Anerkennung und einem Menschen, der ihr echte Liebe und Zuneigung schenkt. Ihr Verehrer Edward (Richard Gere) ermöglicht ihr den Einblick in die bessere Gesellschaft. In einer Schlüsselszene lädt er sie in die Oper ein. Gespielt wird – natürlich – „La traviata“.

Richard Gere und Julia Roberts in einer Szene aus "Pretty Woman"

Eine moderne Adaption der Geschichte von Violetta Valéry: In „Pretty Woman“ wird ein Opernbesuch zum Schlüsselerlebnis für die Prostituierte Vivian (Julia Roberts). IMAGO Everett Collection Tabuthema: Doppelmoral der Bourgeoisie

Es steckt schon im Namen: „La traviata“ heißt frei übersetzt „Die vom Weg Abgekommene“. Verdi wagte mit seiner Oper etwas damals Unerhörtes: Er machte eine Kurtisane zur Hauptfigur. Mit seiner Oper griff er ein Tabuthema seiner Zeit auf: die Doppelmoral des arrivierten Bürgertums. Violettas Liebe zu Alfredo wird durch die Zwänge der Gesellschaft zerstört.

Mit Themen wie Liebe, sozialer Ungleichheit und Vergänglichkeit bleibt „La traviata“ bis heute aktuell. Verdis Musik tut ihr Übriges. Sie treibt die Gefühle der Figuren voran und geht auch 170 Jahre nach der Uraufführung noch ins Herz – einmal mehr auf der spektakulären Seebühne im Bodensee.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Lust, Liebe, Leid – "La traviata" auf der Bregenzer Seebühne09.3422-07-2026
2Traviata et la boule noire à Bregenz010.102-08-2026
3Театр "Ла Скала" возобновил работу0004-09-2020
4Большой театр представит премьеру оперы Верди "Трубадур" в концертном исполнении0029-03-2023
5Премьера оперы Верди "Фальстаф" состоится в Новосибирском театре оперы и балета 1 марта0007-02-2020
6Un flamígero 'Trovatore' cierra la temporada del Real5729-06-2026
7Un flamígero 'Trovatore' cierra la temporada del Real5729-06-2026
8Des «Führers» liebste Oper oder ein hoffnungsloser «Schreihals»?0611-07-2026
9Klaus Mäkelä Plants His Flag in Opera With Strauss’s ‘Frau’5705-07-2026
10Salzburger Festspiele: Cecilia Bartoli spielt sich selbst – und wird gefeiert013.5706-08-2026

Классификация: Культура. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 6.94. Источник: www.swr.de.