Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Sachsen: Last Dance beim Highfield – Festivals unter Kostendruck

Дата публикации: 13-08-2026 04:02:16

Steigende Kosten und Auflagen setzen Sachsens Festivals zu: Das Highfield pausiert, das Dixieland Festival kürzt das Programm. Hohe Gagen, Sicherheitsauflagen und Komfortwünsche verändern die Branche.

Основное содержимое страницы с новостью.

SachsenLast Dance beim Highfield – Festivals unter Kostendruck
Sachsens-Festivals-kaempfen-mit-Kostenexplosion(Foto: Sebastian Willnow/dpa)

Steigende Kosten und Auflagen setzen Sachsens Festivals zu: Das Highfield pausiert, das Dixieland Festival kürzt das Programm. Hohe Gagen, Sicherheitsauflagen und Komfortwünsche verändern die Branche.

Leipzig (dpa/sn) - Die fetten Jahre der Musikfestivals scheinen vorbei zu sein: In Sachsen bittet das größte Rockfestival Highfield vom 13. bis 16. August am Störmtahler See bei Leipzig zum "One Last Dance" und legt zumindest im kommenden Jahr eine Pause ein - andere Veranstaltungen wie das Dixieland-Festival in Dresden streichen aus Kostengründen liebgewonnene Programmpunkte. Es gibt aber auch Festivals wie das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, die auf soliden Beinen stehen.

Produktionskosten gestiegen - vor allem die Gagen hoch

"Mir ist nicht bange um die Branche, aber es besteht durchaus Grund zur Sorge, weil viele Veranstalter unter einem enormen wirtschaftlichen Druck stehen", sagte der Geschäftsführer vom Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Johannes Everke. Die Produktionspreise seien nach Corona explodiert. Zudem seien die Gagenforderungen der Bands gewaltig gestiegen, zum Teil sogar um das Dreifache. Dies sei zum Teil verständlich, weil die Künstlerinnen und Künstler zumeist von den Liveauftritten lebten. Durchschnittlich machten die Einnahmen aus Verkäufen der Aufnahmen nur 5,2 Prozent aus, erklärte Everke.

Besucherrückgang beim Highfield

Das Highfield sei in dieser Form wirtschaftlich nicht mehr tragbar, hatten die Veranstalter Semmel Concerts und FKP Scorpio mitgeteilt. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit seien die Kosten für Personal, Material, Gagen oder Energie um rund 45 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sei die Nachfrage aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten gesunken. "Das Highfield, wie es seine Fans kennen und lieben, ist in dieser Form nicht mehr möglich." Zuletzt kamen rund 28.000 Menschen zu dem Festival, in den Hochzeiten waren es 35.000.

Festivals generell gefragt - Gäste wollen aber auch mehr Komfort

"Dabei sind Konzerte und Festivals wegen der Erlebnisqualität sehr gefragte Produkte", betonte Everke. Es gehe den Besucherinnen und Besuchern dabei nicht nur um die Musik, sondern auch um das gemeinschaftliche Erleben. "Ein mehrtägiges Festival ist für viele wie eine Pilgerreise mit Gleichgesinnten."

Gleichzeitig sei das Komfortbewusstsein der Besucher gestiegen. Viele reisten mit dem Bulli oder dem Wohnmobil an oder nutzten die zahlreichen Angebote eines Upgrades. So kostet der dreitägige VIP-Platin-Zusatz beim Highfield 699 Euro. Dafür gibt es Backstage-Führungen, After-Show-Partys, Essen und Trinken in ausgewiesenen Bereichen, eigene Sanitäranlagen sowie einen Platz direkt vor der Bühne. Das Festival-Ticket in Höhe von 159 Euro kommt hinzu. Wer dann noch einen besonderen Schlafplatz in einem Zelt mit Bett und Matratze haben will, zahlt noch mal mehr.

"Diese Angebote werden gerne angenommen, aber sie kosten ihren Preis", erläuterte Everke. So sei es nicht verwunderlich, dass die Gäste sich meist nur noch für ein Festival im Jahr entschieden und nicht wie noch vor einigen Jahren für drei oder vier. Wichtig sei daher, eine eigene Festival-Atmosphäre und Community aufzubauen.

WGT profitiert von Stammgästen und Programm abseits der Musik

So hat sich das jährliche Wave-Gotik-Treffen zu Pfingsten in Leipzig etabliert. Seit Jahren zieht das WGT rund 20.000 Gäste an und steht wirtschaftlich auf soliden Beinen. "Wir profitieren aber auch von unserem großen Stammpublikum, das uns seit Jahren die Treue hält", erläuterte Veranstalter Cornelius Brach. Der Termin stehe bei den meisten Gästen schon rechtzeitig im Kalender und es sei wie ein Familientreffen.

Der Charakter des WGT sei aber speziell und nicht nur auf die Musik zu reduzieren. "Wir haben ein umfangreiches Kulturprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten an ungewöhnlichen Orten und das mittelalterlich geprägte Heidnische Dorf", erklärte Brach.

Zwar müsse das WGT auch mit den gestiegenen Kosten leben, aber es werde versucht, an manchen Stellen zu sparen, um die Ticketpreise halbwegs stabil zu halten. So seien zwar Headliner für das Musikprogramm wichtig, aber die Gäste seien auch offen und neugierig auf kleinere, noch unbekannte Bands.

Auch Sicherheitsauflagen belasten Veranstalter

Dagegen musste das Dixieland Festival in Dresden, das mit seinen Open-Air-Konzerten jedes Jahr mehrere Hunderttausend Menschen auf den Straßen und Plätzen der Elbestadt anzieht, schon zweimal zumindest Einschränkungen hinnehmen. Wegen hoher Sicherheitsauflagen hätte man im Vorjahr 120.000 Euro zusätzlich aufbringen müssen, um die Vorgaben zu erfüllen. Deshalb wurde die Jazzmeile auf der Prager Straße reduziert. In diesem Jahr fiel die beliebte Abschlussparade - für viele Fans der Höhepunkt - aus.

Grund für das finanzielle Ungemach sind Vorkehrungen für Sicherheit, die von den Veranstaltern aus Sorge vor Terroranschlägen verlangt werden. "Terrorschutz ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Weder Vereine noch Kulturveranstalter können dauerhaft die immensen Kosten für Terrorabwehr allein tragen", hatte das Festival wiederholt argumentiert und auf das Gewaltmonopol des Staates verwiesen.

Die Veranstalter des Highfield bedauern zwar die Entscheidung, das Kapitel vorerst zu schließen, wie Dieter Semmelmann, Geschäftsführer der Semmel Concerts Entertainment GmbH, betonte. "Gleichzeitig blicken wir nach vorn und hoffen, in den kommenden Monaten ein neues Konzept entwickeln zu können, das wirtschaftlich tragfähig ist und die Zukunft des Festivals sichert."

Quelle: dpa

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Sachsen: Kultursenat kritisiert Haushaltsentwurf: "fatales Signal"09.3210-08-2026
2Sachsen: Elvis-Song als Kammermusik: Moritzburg blickt nach Amerika012.5710-08-2026
3Исследование: Билеты на фестивали в РФ стали продаваться хуже0613-07-2026
4Крупный ростовский фестиваль аккордеонистов отменили из-за нехватки средств0004-02-2019
5Sachsen: Familienfete bis Freizeitpark: So feiern Kinder Schulanfang011.5813-08-2026
6Зальцбургский фестиваль представит значительно сокращенную программу из-за пандемии0011-06-2020
7Эксперт Коломенская: рынок фестивалей в РФ за три года удвоился0031-05-2025
8Ювелиры сокращают выпуск украшений на фоне снижения спроса016.2513-08-2026
9Sachsen: Straßeneinbruch beeinträchtigt Verkehr im Leipziger Westen06.413-08-2026
10В Екатеринбурге отменят фестиваль Ural Music Night0021-06-2021

Классификация: Культура. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 7.2. Источник: www.n-tv.de.