Für Schalke 04 geht es in der kommenden Saison ausschließlich um den Klassenerhalt. Oder? Timo Becker wählt klare Worte.
Nach knapp zwei Monaten konnte Timo Becker am Samstag endlich wieder an seinem Lieblingsort Fußballspielen. Das Testspiel von Schalke 04 gegen Atalanta Bergamo zum Abschluss des Schalke-Tags war die erste Partie in der Veltins-Arena, seit die Königsblauen dort Eintracht Braunschweig zum Abschluss der Zweitliga-Saison besiegt und anschließend die Meisterschaft gefeiert hatten. „Es war schön, wieder vor unseren Fans zu spielen“, sagte der Verteidiger.
Beim Blick auf das Ergebnis ging die Arena-Rückkehr daneben, Schalke unterlag Bergamo mit 0:3 (0:2). „Man hat gesehen, dass die gegnerischen Jungs gut mit dem Ball umgehen können“, meinte Becker. „Aber wenn man es analysiert, haben vor allem unsere eigenen Fehler zu den Gegentoren beigetragen.“
Schalke-Verteidiger Timo Becker: „Ein Tor wäre verdient gewesen“Wobei Becker selbst keine Mitschuld an allen drei Treffern der Italiener hatte. Sie entstanden außerhalb des Wirkungsbereichs des 29-Jährigen, der in der ersten Halbzeit rechts in der Dreierkette und nach der Umstellung auf Viererkette zur Pause als Rechtsverteidiger agierte.
Aber Becker nahm auch positive Dinge aus dem Kräftemessen mit dem letztjährigen Champions-League-Teilnehmer mit: „Wir konnten gut mithalten, unsere Spielzüge durchziehen. Ein Tor wäre verdient gewesen. Das sparen wir uns noch auf.“
Es geht nur um den Klassenerhalt. Alle, die etwas anderes erzählen, haben leider einen Fehler im Kopf.
Timo Becker
Auch Becker hatte erkannt, dass Schalke eine mutige Offensivleistung gezeigt hatte – aber die Chancenverwertung ausbaufähig war. Während der Gegner seine wenigen Gelegenheiten eiskalt nutzte, ging den S04-Angreifern die Kaltschnäuzigkeit ab. Gerade Neuzugang Junior Adamu ließ einiges liegen und verpasste so den Lohn für seinen bemühten Auftritt. „Es geht darum, vorne zielstrebiger zu sein“, befand Becker, „die Tore zu machen und hinten nicht so offen zu stehen.“
Und dann sieht Becker die Gelsenkirchener gut gewappnet für die Bundesliga-Saison. Und er stellte noch einmal unmissverständlich klar, dass es für Schalke trotz vielversprechender Neuzugänge, einer souveränen Vorbereitung und Euphorie im Umfeld in der neuen Spielzeit um nichts anderes gehe als um den Klassenerhalt.
„Alle, die etwas anderes erzählen, haben leider einen Fehler im Kopf“, sagte Becker und trat auf die Euphoriebremse. „Wir wissen, wo wir herkommen und dass wir Gas geben müssen, um die Klasse zu halten. Daher ist es egal, was extern über uns geredet wird. Wir müssen Leistung bringen, um am Ende über dem Strich zu stehen. Das ist die oberste Prämisse.“
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