Ukrainische Drohnen erreichen inzwischen auch Schiffe im Kaspischen Meer. Dabei wurde offenbar auch ein iranisches Schiff getroffen. Die Regierung in Teheran kritisiert das.
AUDIO: Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter (1 Min)
Ukraine-News I 26. Juli
Stand: 26.07.2026 21:34 Uhr
Diese Ukraine-News vom Sonntag, 26. Juli 2026, sind beendet.
von MDR AKTUELL
Aktuelle Ukraine-News
Vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist nach Angaben der dortigen Behörden ein internationaler Frachter eine Woche nach einem russischen Beschuss gesunken. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff "Golden Leo" erlitt laut der Hafenbehörde am 19. Juli bei einem russischen Angriff schwere Schäden. Dabei kamen demnach neun Besatzungsmitglieder ums Leben, acht wurden gerettet. Das mit Mais beladene Schiff befand sich auf dem Weg nach Rumänien. (Quelle: Reuters)
Russland meldet Angriffe gegen Hafen von TschornomorskRussland hat nach eigenen Angaben den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau laut der Nachrichtenagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden. Von ukrainischer Seite gab es dazu keine Erklärung. (Quelle: dpa)
Rumänien schießt weitere Drohnen im eigenen Luftraum abDie rumänische Luftwaffe hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums weitere fremde Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen. Nach dem Abschuss einer Drohne durch eine F-16 am Freitag im Osten des Landes sei es am Wochenende zum Abschuss weiterer Drohnen in Sfantu Gheorghe am Schwarzen Meer und bei Sulina nahe der Grenze zur Ukraine im Donaudelta gekommen. Erste Anzeichen würden auf eine russische Herkunft der Flugobjekte hindeuten. Eindeutige Angaben über die Herkunft machten die Ermittlungsbehörden bislang aber nicht. Ministerpräsident Ilie Bolojan machte Moskau für die Verletzungen des rumänischen Luftraums verantwortlich. (Quelle: dpa)
Ukraine meldet Tote und verletzte bei Angriff auf SupermarktBei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind nach Angaben der Militärverwaltung mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mitteilte, war eines der Todesopfer ein 10-Jähriger. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden. (Quelle: dpa)
Verletzte in Charkiw und KiewRussland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.
In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe auf Kiew. Man habe Rüstungsfabriken attackiert, hieß es. (Quelle: dpa)
Russland nimmt Ortschaft Schewtschenko einDie russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die ostukrainische Ortschaft Schewtschenko eingenommen. Sie liegt in der Region Donezk, die zusammen mit Luhansk den von Industrie und Bergbau geprägten Donbass bildet. Russland hat im Osten der Ukraine bereits große Teile unter seine Kontrolle gebracht. (Quelle: Reuters)
Rumänien schießt erneut Drohne abEin F-16-Kampfjet hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine Drohne abgeschossen, die den Luftraum des Landes verletzt hatte. Dies ist der dritte derartige Vorfall innerhalb von drei Tagen. Die Drohne sei in einer Entfernung von zwölf Kilometern nordöstlich der Stadt Sulina über eigenen Hoheitsgewässern abgeschossen worden, teilte das Ministerium mit. (Quelle: Reuters)
Klitschko: Brände in Kiew nach russischen AngriffenIn der Nacht ist es nach russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in mindestens drei Bezirken zu Bränden gekommen. Demnach hätten herabstürzende Trümmerteile die Feuer ausgelöst. Die russischen Streitkräfte griffen die Stadt der ukrainischen Luftwaffe zufolge mit ballistischen Raketen an. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters hörten mehrfache Explosionen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zuvor vor neuen russischen Angriffen innerhalb von 48 Stunden gewarnt. (Quelle: Reuters)
Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf FrachterDer Iran hat der Ukraine vorgeworfen, für den Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer mit einem Toten verantwortlich zu sein. Das Außenministerium in Teheran erklärte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna, die Attacke am Samstag habe dazu geführt, dass das Schiff "explodiert" sei. Dabei sei ein Besatzungsmitglied getötet worden, ein weiterer Mensch sei verletzt worden. Der "vom ukrainischen Regime begangene Angriff" zeuge von der fortbestehenden "irrationalen und feindseligen Haltung des ukrainischen Regimes gegenüber dem Iran", erklärte das Ministerium laut Irna. Der Vorfall werde nicht ohne Reaktion bleiben. (Quelle: AFP)
CSU fordert Rüstungsabkommen für Drohnen mit KiewDer Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Alexander Hoffmann, fordert ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten. Der "Bild am Sonntag" sagte Hoffmann, es brauche eine Unterstützungsdividende von der Ukraine. Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Im Gegenzug müsse sich die ukrainische Seite verpflichten, "ihre technologischen Fähigkeiten mit uns zu teilen." (Quelle: dpa)
Kiew unter russischem RaketenbeschussRussland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen an. Das teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Herabfallende Trümmerteile lösen nach Angaben des Bürgermeisters in mindestens drei Bezirken Brände aus. (Quelle: Reuters)
Die Ereignisse gestern – 25. Juli 2026Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Ferienanlage im von Russland besetzten Teil des ukrainischen Gebiets Saporischschja sind den Besatzungsbehörden zufolge mindestens elf Menschen getötet worden, darunter vier Kinder.
Video: Tote bei Luftangriffen in der Ukraine und Russland (1 Min)
Die Ukraine hat erneut den russischen Online-Versandhändler Wildberries mit Drohen angegriffen. Nach Behördenangaben wurden fünf Menschen verletzt und Wohnhäuser beschädigt.
Wie bereits einen Tag zuvor hat ein rumänischer Kampfjet eine Drohne über dem Luftraum des Landes abgeschossen. Dem Verteidigungsministerium zufolge geschah dies erneut über unbewohmten Gebiet.
Ukraine-News am Sonntag, 26. Juli 2026Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
Hintergründe
Der russische Angriff auf die Ukraine
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.
Audio | MDR AKTUELL
Was tun, Herr General? – der Podcast
Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.
Podcast-Reihe
Putins Krieg – die Hintergründe
Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.
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