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Montag: Drohnen-Kommandeur will Krim für Russland unbrauchbar machen

Дата публикации: 10-08-2026 15:23:48

In einem Interview hat der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte über Ziele, Erfolge und Probleme der laufenden Angriffe auf die Krim gesprochen.

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Rauchwolken nach Explosionen bei Nowofjodorowka auf der Krim (Archivbild)

Ukraine-News I 10. August

Ukraine will Krim für Russland nutzlos machen

Stand: 10.08.2026 17:23 Uhr

Diese Ukraine-News vom Montag, 10. August 2026, sind beendet.

von MDR AKTUELL

Aktuelle Ukraine-News

Tanker im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Ukraine-News vom Montag, 10. August 2026 Leere Regale in Supermärkten in Kiew

Die russischen Angriffe der vergangenen Wochen auch auf viele Lagerhäuser in der Ukraine sorgen inzwischen auch in der Hauptstadt für leere Regale. Das berichtet heute unsere ARD-Korrespondentin Rebecca Barth aus Kiew.

Alle Tankstellen in Kleinstadt zerstört

In Opischnja in der ukrainischen Region Poltawa sind vergangene Nacht sämtliche Tankstellen zerstört worden. Nach Angaben der lokalen Behörden hatte Russland mit Drohnen angegriffen und auch private Häuser dabei beschädigt. Von Verletzten war keine Rede. Wie viele Tankstellen die kleine Stadt mit etwa 5.000 Einwohnern hatte, blieb offen. (Quelle: EBU)

Raffinerie in Nischnekamsk getroffen

Nach Angaben des ukrainischen Militärs hat der Angriff in Tatarstan vergangene Nacht der Taneco-Raffinerie des Unternehmens Tatneft gegolten. Auf Videos in sozialen Netzwerken war Rauch über der Anlage zu sehen. Sie war schon im Juni von der Ukraine angegriffen worden und gilt als eine der modernsten in Russland. Im Jahr 2024 produzierte sie 2,7 Millionen Tonnen Benzin und 8,5 Millionen Tonnen Diesel. (Quelle: Reuters)

Verletzte bei Luftangriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Luftangriff auf Saporischschja im Süden der Ukraine sind mindestens 13 Menschen verletzt worden. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow wurden Wohnhäuser beschädigt und in Brand gesetzt. Mindestens eine Gleitbombe sei auf die Großstadt abgeworfen worden. Die Frontlinie im Süden liegt nur etwas mehr als 20 Kilometer entfernt. (Quelle: dpa)

Video: Verletzte nach Angriff auf Saporischschja (1 Min)

Mindestens 13 Tote in Nischnekamsk

Bei dem ukrainischen Angriff in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan sind mindestens 13 Menschen getötet und 48 verletzt worden. Das teilte die Regierung in Kasan mit. (Quelle: dpa)

Drohne in Leipzig traf angeblich Tragfläche

Die am Dienstag der vergangenen Woche am Flughafen Leipzig/Halle gefundene Drohne ist mit ihrer Sprengstoffladung angeblich direkt auf eines der ukrainischen Frachtflugzeuge zugeflogen. Wie "Die Zeit" berichtete, zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera, dass die Drohne gegen 19:30 Uhr auf einer Tragfläche der ukrainischen Antonow einschlug. In den Tragflächen von Flugzeugen sind in der Regel auch Treibstoff-Tanks. (Quelle: AFP)

Flughafen Leipzig
Polen plant Warnungen per Mobiltelefon

Polen will künftig seine Bürger per SMS darüber informieren, wenn die Luftwaffe während Angriffen gegen die Ukraine Kampfjets aufsteigen lässt. Damit ziehe man eine Konsequenz aus dem Raketenabsturz Ende Juli, sagte Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka. Am 30. Juli war während schwerer russischer Luftangriffe auf die West-Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des Nato-Staats eingedrungen und in der Nähe der Stadt Lublin abgestürzt. Nach den Angaben der Regierung in Warschau handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Verletzt wurde niemand. (Quelle: dpa)

Mindestens zehn Verletzte in Sumy

Bei den jüngsten Angriffen auf die Stadt Sumy sind mindestens zehn Menschen verletzt worden. Nach Angaben des staatlichen ukrainischen Rettungsdienstes wurde ein Mann aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen. Getroffen wurden demnach mehere Wohnhäuser, Autos und andere Gebäude. Brände seien gelöscht. (Quellen: AP, EBU)

Video: Nach dem jüngsten russischen Angriff auf Sumy (1 Min)

Gericht berät über Jabloko-Ausschluss

Das Oberste Gericht Russlands in Moskau verhandelt heute über einen möglichen Ausschluss der Oppositionspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September. Jabloko kritisiert den russischen Krieg gegen die Ukraine, war aber überraschend für die Duma-Wahl zugelassen worden. Jetzt jedoch klagt die dem Kreml treue Partei Rodina dagegen. Sie wirft Jabloko Verstöße gegen Gesetze vor, etwa Verletzungen von Urheberrechten in Wahlkampf-Material und unklare Finanzierung. Die Parlaments- und Kommunalwahlen sollen vom 18. bis 20. September abgehalten werden. Aus dem Exil rief Julia Nawalnaja, die Ehefrau des getöteten russischen Oppositionsführers Alexei Nawalny, am Freitag vergangener Woche zur Wahl von Jabloko auf. (Quelle: dpa)

Zwölf Tote bei Angriff tief in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Region Tatarstan sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet und 39 weitere Menschen verletzt Nach Berichten auch staatlicher Medien wurde die Industriestadt Nischnekamsk angegriffen, etwa 1.600 Kilometer entfernt von der Grenze zur Ukraine. Es dürfte sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 gehandelt haben. Wie Bürgermeister Radmir Beljajew auf Telegram mitteilte, galt der Angriff den Industrie-Anlagen und zivilen Einrichtungen. In der Stadt befindet sich eine wichtige Ölraffinerie. (Quelle: AFP, Reuters)

Mehr als 450 ukrainische Drohnen in der Nacht

Russland hat in der vergangenen Nacht nach eigenen Angaben 456 ukrainische Drohnen abgefangen. Die Angriffe hätten sich gegen 15 russische Regionen und die Krim gerichtet, teilte das Verteidigungsministerium mit. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden in zwei russischen Regionen auch Menschen getötet, in der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod sei eine Frau bei einem Drohnenangriff getötet worden. (Quelle AFP)

Ukraine will Krim für Russland nutzlos machen

Der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdi, will die Krim als Basis für die russische Armee ausschalten. Browdi, auch genannt "der Ungar", sagte in einem AP-Interview, seine Einheit könnte weitaus stärker zuschlagen, wenn zugesagte Hilfe aus westlichen Ländern schneller käme. So sei seine Truppe derzeit nur zu etwa 14 Prozent mit dem ausgestattet, was für die Krim-Kampagne nötig sei. Das Problem sei nicht die Waffen-Produktion in der Ukraine, sondern ihre Finanzierung, da die Mittel langsamer fließen als geplant. Trotzdem seien auf der Krim zuletzt erfolgreich Eisenbahn-Brücken zerstört worden, Öl-Depots und Energie-Infrastruktur und vor allem russische Luftwabwehr, was ein "Fenster" für Drohnen geöffnet habe. (Quelle: AP)

Major Robert Browdi im Drohnen-Kontrollraum an einem geheimen Ort in der Ukraine

Bilger kündigt bessere Drohnen-Abwehr an

Nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle am Dienstag der vergangenen Woche hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger eine bessere Drohnen-Abwehr an den deutschen Flughäfen angekündigt. "Verlässliche Detektion ist das A und O", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenportal "Politico". Dafür sei die Deutsche Flugsicherung zuständig. "Frankfurt und München sind da inzwischen besser ausgestattet. Was die anderen Flughäfen angeht, haben wir keine Zeit zu verlieren. Ich will bei der weiteren Ausrüstung beschleunigen, was geht", wurde Bilger zitiert. (Quelle: AFP)

Verletzte nach russischen Angriffen auf Sumy

Bei russischen Luftangriffen in Sumy im Nordosten der Ukraine sind in der Nacht mindestens fünf Menschen verletzt worden. Laut Regionalverwaltung gab es Schäden in mehreren Wohngebieten. (Quelle: Reuters)

Zerstörungen in der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine

Moskau meldet Einnahme von zwei Dörfern

Das russische Verteidigungsministerium hat erklärt, die Armee habe zwei Dörfer in der ostukrainischen Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht: Wasjutynske und Torezk. Das ukrainische Militär bestätigte die Angaben nicht. Der Generalstab in Kiew berichtete, ukrainische Truppen hätten Angriffe um Kostjantyniwka, Illiniwka und andere Orte abgewehrt. (Quelle: Reuters)

Die Ereignisse gestern – 9. August 2026

Nach Angriffen auf Handelsschiffe hat die Türkei von Russland und der Ukraine einen Stopp der Angriffe im Schwarzen Meer gefordert. Der türkische Außenminister Hakan Fidan sagte, nach den Häfen und Terminals würden inzwischen "ohne Unterschied" auch zivile Schiffe angegriffen.

Durch einen ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach neuesten Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Mehrere Wohnblocks, ein Verwaltungsgebäude und Geschäfte seien beschädigt, teilte die Regionalverwaltung mit. Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch gestorben. In der Region Saporischschja starb ein Feuerwehrmann.

Die Ukraine kauft in der Türkei ein größeres Paket mit US-produzierten Artillerie-Waffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Das hat das ukrainische Militärportal "Militarnyj" unter Verweis auf eine Mitteilung des US-Außenministeriums berichtet. Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar.

Ukraine-News am Montag, 10. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.
Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
Podcast Putins Krieg

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