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Urteil gefallen: Angeklagter wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Дата публикации: 11-08-2026 14:27:46

Nach einem tödlichen Bootsunfall auf dem Bodensee hat am Dienstag das Landesgericht Feldkirch einen Motorbootfahrer verurteilt - wegen grober Fahrlässigkeit.

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Im Oktober vergangenen Jahres ist es auf dem Bodensee zu einer tödlichen Bootskollision zwischen einem österreichischen Motorboot und einem mit zwei Deutschen besetzten Segelboot gekommen. Im Prozess in Feldkirch ist am Dienstagnachmittag ein Urteil gegen einen Motorbootfahrer gefallen. Der Vorwurf "Mord" wurde im Laufe des Prozesstages fallen gelassen.

Der 26-Jährige wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt, acht Monate davon auf Bewährung. Die vier Monate Freiheitsstrafe könnten laut dem Richter auch im elektronisch überwachten Hausarrest abgesessen werden. Das sei aber nicht die Entscheidung des Richters. Den Hinterbliebenen muss der Verurteilte eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Angeklagter gab unter Tränen zu, Boot übersehen zu haben

Im Oktober vergangenen Jahres hatte er vor Fußach auf dem Bodensee mit seinem Motorboot in voller Fahrt ein Segelboot gerammt. Eine 57-jährige Seglerin starb, ihr Ehemann wurde schwer verletzt. Vor Gericht hatte der Angeklagte am Dienstag unter Tränen zugegeben, dass er abgelenkt und mit seinem Handy beschäftigt gewesen sei – und deshalb das Boot übersehen hatte. Sein reumütige Geständnis und dass er sich bisher nichts habe zu Schulden kommen lassen wertete das Gericht als mildernde Umstände. 

Friedrichshafen Ermittlungen der Polizei laufen Motorboot rammt Segelboot auf dem Bodensee: Frau stirbt

Tödliche Kollision auf dem Bodensee: Bei einem Zusammenstoß eines Motorboots mit einem Segelboot ist eine Frau gestorben. Ein Mann konnte sich noch retten.

Die Staatsanwaltschaft ging ursprünglich davon aus, dass der Bootsführer die Frau absichtlich getötet hat und auch den Mann töten wollte. Bereits im April hatte im selben Fall ein Prozess wegen grob fahrlässiger Tötung begonnen. Der Angeklagte behauptete damals, nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen zu sein und das Segelboot nicht gesehen zu haben. Die Richterin erklärte sich damals für unzuständig - weil aus ihrer Sicht auch ein vorsätzliches Tötungsdelikt in Betracht kam. Das Interesse an dem Fall war groß, vor dem Gerichtssaal standen am Dienstag viele Menschen.

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