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Kabinen-Krach enthüllt - Darum ging Wollitz auf seine Spieler los

Дата публикации: 11-08-2026 07:06:02

Energie Cottbus wütet sich zum Auftaktsieg. Warum Coach Wollitz auf seine Profis losging.

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Kabinen-Krach enthüllt: Darum ging Wollitz auf seine Spieler los

Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte im Spiel seiner Mannschaft viel zu korrigieren

11.08.2026 - 09:06 Uhr

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3:1 als Aufsteiger einen Zweitliga-Favoriten weggeputzt! Bei Energie Cottbus hätte nach dem Auftaktsieg über Hannover 96 eitel Sonnenschein herrschen können. Doch Coach Claus-Dieter Wollitz (61) sieht es ganz anders...

Der Trainer-Vulkan brodelte nur so los: „Ohne Torchance 3:1 zu gewinnen, kommt selten vor. Wir wurden hergespielt, es gab viele klarste Tormöglichkeiten für Hannover. Wir wussten, dass sie gut die Räume bespielen. Aber wenn man ohne Basics wie in der ersten Hälfte, sprich ohne Körperlichkeit mit und gegen den Ball agiert, funktioniert das nicht.“

In der Pause flogen in den Katakomben wohl die Fetzen, wie Wollitz’ Aussagen vermuten lassen. „In der Halbzeit gehe ich zunächst in mein Trainerbüro und dann komme ich zufällig dazu, da gibt's eine Diskussion, die etwas überraschend war und am Thema vorbeiging. Da war ich etwas emotional und leidenschaftlich“, brach es aus ihm heraus. „Ich habe gesagt, wir können über alles reden. Wenn wir jedoch keine Intensität und Bereitschaft haben, Tiefenwege und -absicherungen zu machen, bringt es nichts. Wir hatten keinen Spielaufbau und nichts, was du brauchst für eine Berechtigung, 2. Liga zu spielen.“

Rums! Wollitz reagierte deshalb zum zweiten Durchgang, erklärte: „Dann haben wir gewechselt, Körperlichkeit gebracht und umgestellt, also die Taktik des Gegners gespiegelt. Danach waren wir sicherer. Trotzdem benötigst du mehr Gegenwehr und mehr Sprit.“

Dreifach-Wechsel bringt die Energie-Wende

Heißt: Der FCE-Coach setzte überall auf konsequente Manndeckung, damit seine Mannschaft überhaupt in die Zweikämpfe kam. So nahm er den linken Flügelspieler Lucas Copado (22), Mittelfeldmann Jannis Boziaris (23) und Linksverteidiger Jannis Zaydan (19) vom Feld. Dafür kamen Justin Butler (25), Moritz Hannemann (28) und Fousseny Doumbia (19).

Gemeinsamer Jubel: Moritz Hannemann (li.) holte den Elfer raus, den Tolcay Cigerci (re.) verwandelte!

Alle drei Joker stachen! Hannemann holte den Elfer zum 2:1 von Tolcay Cigerci (70.) raus. Wollitz: „Hannovers Torwart machte das erste Spiel im deutschen Fußball, das ist eine Stärke und Überzeugung, ihn anzulaufen. Das habe ich vorher gesagt, aber haben wir komplett weggelassen. Dabei bringt es Emotionalität und Intensität rein, das haben wir dann von außen reingeworfen, weil Mo Hannemann plötzlich den Weg gemacht hat.“

Nach schöner Hackenvorlage von Luca Erlein knallte Butler das 3:1 (76.) rein. „Den Schnittball so in die lange Ecke zu hauen, ist einfach super“, schwärmte der Trainer. Der dritte Einwechselmann Doumbia räumte parallel hinten links ab, wirkte deutlich stabiler als Zaydan. Doch warum nimmt Wollitz seine Kicker derart hart ran?

Joker Justin Butler (li.) sorgte fürs schnelle 3:1 (76.) kurz nach dem zweiten Führungstor

Der Chefcoach will wachrütteln, seine Spieler kitzeln und im Verein deutlich machen, dass es noch dringend Verstärkungen braucht. Mindestens ein zentraler Abwehrmann, ein Linksverteidiger und ein Offensivspieler müssen noch kommen.

Wollitz sendet Warn-Signale

Wollitz sagte nach Hannover: „So viel Glück kannst du grundsätzlich nicht haben.“ Er weiß, dass es mit diesen Leistungen auf Dauer eng in der Liga wird. „Nach dem Spiel Neuzugänge zu fordern, ist immer schwierig. Wenn man hier dabei sein möchte, dann hast du die Rahmenbedingungen zu erfüllen. Das ist die Qualität. Wenn du 90 bis 95 Minuten keine Chance erspielst, geht es nicht um Einstellung, sondern um Qualität“, stellte der Übungsleiter heraus.

„Wenn jemand aus irgendwelchen Gründen - das müssen wir jetzt analysieren - nicht sein Maximum abrufen kann, wird's noch schwerer. Es ist nicht erkennbar, was wir spielen wollen. Jetzt gilt es, die Spieler auf die Platte zu bringen, die sich anders verhalten und es können.“ Oha, Wollitz guckt vor dem Spiel in Bielefeld (Sonntag, 13.30 Uhr) ganz genau hin.

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